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Das Gesundheitswesen ist die bedeutendste Branche der deutschen
Volkswirtschaft und dies nicht nur in Deutschland.

Allein die Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems beliefen sich
im Jahr 2005 auf 239 Mrd. Euro. Dies entspricht 11% des
Bruttoinlandsprodukts.

Weitere private Ausgaben wie beispielsweise für Wellness und Fitness, die
nicht in die Gesundheitsausgabenrechnung des statistischen Bundesamtes
fallen, jedoch zur individuellen Gesundheit beitragen, haben derzeit ein
Volumen von 60 Mrd. Euro.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte erfährt der medizinisch
orientierte Fitness-Sektor derzeit einen enormen Aufwärtstrend. In den kommenden
Jahren dürfte die Zusammenarbeit von Fitnessanbietern und Ärzten zunehmen.
Die Angebote der Fitnessstudios richten sich hier vor allem an die Zielgruppe
der 50plus. Mit Hilfe der Ärzte versuchen die Anbieter "mehr als nur Lifestile"
anzubieten.

Die tatsächliche Größe des Gesundheitsmarkts | inklusive der
Bereiche außerhalb des reinen ambulanten und stationären Sektors |
wird jedoch auf ca. 500 Mrd. Euro geschätzt.

Seit Mitte der neunziger Jahre ist der Gesundheitssektor jährlich um etwa
1%-Punkt schneller gewachsen als die Gesamtwirtschaft.

Ein Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger beschreibt
Wachstumspotentiale der Gesundheitswirtschaft von jährlich etwa 15 Prozent.
Lag der Umsatz in Deutschland 2006 noch bei rund 260 Mrd. Euro, so
sollen es bis 2020 etwa 453 Mrd. Euro sein.

Rund 4,3 Mio. Menschen | und damit jeder neunte | sind im deutschen
Gesundheitswesen beschäftigt. Dies entspricht rund 10% aller Beschäftigten.
Im Jahr 2006 war hier ein deutlicher Anstieg von 34.000 Beschäftigten (0,8%) zu
verzeichnen.

Das Gesundheitswesen in Deutschland und Europa entwickelt
sich parallel zur Diskussion um die Kostendämpfung zu einem
attraktiven Wettbewerbsmarkt.

Der Trend vom "staatlichen Gesundheitswesen" zum
"privatwirtschaftlichen Gesundheitsmarkt" beschleunigt sich.

Das Motto "the consumer is the boss" trifft mittlerweile nicht mehr nur
für den Bereich der Konsumgüterindustrie sondern nun auch für den
Gesundheitsmarkt zu. Der demografische Wandel, steigendes Interesse
am eigenen Well-Being bis ins hohe Alter sowie die politische und
finanzielle Situation der öffentlichen Hand sind Entwicklungen, die diese
Veränderungen fördern.

Pharmazeutische und medizintechnische Unternehmen weisen
seit Jahren attraktive Renditen auf.

Zunehmend etablieren sich Dienstleistungsunternehmen nach
internationalem Vorbild in den Bereichen Krankenhaus, Alten- und
Pflegeheime, Rehabilitationseinrichtungen und medizinische
Versorgungszentren.

Der Handel mit Gesundheitsprodukten weist stabile Wachstumsraten aus.

Der Medizintourismus nimmt weiter zu. Studien gehen von einem Volumen
von insgesamt 60 Mrd. US-Dollar im Jahr 2006 aus. Bis zum Jahr 2012 soll
es auf 100 Mrd. US-Dollar steigen. Das statistische Bundesamt spricht von
60.000 bis 70.000 Patienten aus dem Ausland in Deutschland. Ein Großteil
von ihnen stammt aus den Golfstaaten, zu einem wachsenden Anteil auch
aus Russland.

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