| Aktuelle Meldungen |

01. September 2010

Kursana nimmt den Betrieb in den ehemaligen Sunrise-Häusern auf - Seit 1. September 2010 führt Kursana die Kursana Villen in Frankfurt, Wiesbaden, Königstein, Oberursel, München und Bonn. Bislang führte der US-amerikanische Anbieter SUNRISE die Senioreneinrichtungen. Nachdem dieser sich aus dem deutschen Markt zurückzieht, übernimmt Kursana den Betrieb von acht SUNRISE-Häusern. In den Einrichtungen in Reinbek und Hannover wird der Betrieb zum 1. Oktober 2010 neu gestartet. Kursana ist ein Unternehmen der Dussmann-Gruppe mit Sitz in Berlin und bietet mit den Villen Premium-Wohnen, Komfortpflege im eigenen Appartement und Dementenbetreuung für Senioren. Insgesamt stehen in den acht Häusern rund 1.000 Plätze in etwa 800 Appartements und Suiten zur Verfügung. Alle Kursana Villen zeichnen sich durch eine besonders hochwertige Ausstattung, exklusive Lage sowie ein hotelähnliches Ambiente aus.

26. August 2010

Fuest-Gruppe kauft in St. Peter-Ording – Die Fuest Unternehmensgruppe, ein mittelständisches Unternehmen aus dem münsterländischen Beckum, ist bundesweit als Träger von Rehabilitationskliniken und Senioreneinrichtungen tätig. Die Gruppe hat kürzlich eine weitere Reha-Klinik vom Fachkliniken-Verbund Lielje-Gruppe in St. Peter-Ording übernommen. Die Nordsee Reha-Klinik in St. Peter-Ording ist eine Fachklinik für Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung mit derzeit mehr als 100 Vollkräften. Das Indikationsspektrum umfasst Psychosomatik, Innere Medizin/Lungenheilkunde, Dermatologie, HNO/Tinnitus und Orthopädie. Der Käufer beabsichtigt, das Objekt in „Strandklinik St. Peter-Ording“ umzubenennen und das Bettenkontingent von derzeit 201 auf 261 zu erweitern.

26. August 2010

Deutsche Bank übernimmt Macht bei Actavis – Nachdem Ende Juli die Refinanzierung des isländischen Generikakonzerns bekannt gegeben wurde, will die Bank jetzt im Wege eines öffentlichen Übernahmeangebots die Kontrolle über die Gesamtheit von Actavis erlangen. Allerdings werde die Deutsche Bank kein Miteigentümer, teilte Actavis mit. Björgólfur Thor Björgólfsson bleibe weiterhin der Mehrheitseigentümer des Unternehmens. Die Deutsche Bank ist größter Gläubiger des hoch verschuldeten Konzerns, den der isländische Milliardär 2007 von der Börse genommen hatte. Actavis gehört Björgólfssons britischer Investmentfirma Novator, an der möglicherweise auch andere Finanzpartner beteiligt sind. Die Außenstände von Actavis werden auf 4,7 Mrd. Euro geschätzt.

24. August 2010

Compass/Medirest bietet verstärkt Multiservices – Medirest, Health Care-Spezialist der Compass Group Deutschland, will künftig verstärkt als Multiservice-Anbieter für Seniorenwohn- und Pflegeheime, Kliniken und Krankenhäuser auftreten. Die Compass Group Deutschland, Marktführer für Catering und Food Services und einer der führenden Anbieter für Support Services in Deutschland, hat mit ihrer Tochtergesellschaft Medirest die Privatklinik Ethianum in Heidelberg als neuen Kunden gewonnen. Zu den Leistungen von Medirest im Ethianum gehören neben einer anspruchsvollen Patientenverpflegung nach dem Konzept „Catering to you“ auch die gesamte Unterhaltsreinigung. Damit präsentiert sich das Unternehmen nun auch im Healthcare-Markt verstärkt als Multiservice-Anbieter. Compass Group Deutschland beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatz von 649 Mio. Euro. Muttergesellschaft ist die britische Compass Group PLC, die mit 386.000 Mitarbeitern in mehr als 50 Ländern und einem Umsatz von rund 13 Mrd. britischen Pfund weltweit Marktführer ist.

24. August 2010

Miele investiert in Labor- und Medizintechnik – Das Gütersloher Familienunternehmen Miele will seinen Gewerbemaschinen-Bereich "Miele Professional" mit Wäscherei- und Geschirrspültechnik für den professionellen Bedarf sowie Labor- und Medizintechnik ausbauen. Der Investitionsschwerpunkt liegt derzeit im Medizin-, Dental- und Laborbereich, wo sich "Miele Professional" schrittweise vom Geräte- zum Systemanbieter weiterentwickeln möchte. 2009 übernahm das Unternehmen bereits die Produktion von Großkammer-Reinigungsanlagen und Desinfektoren der Marke Dirschl. Im nächsten Schritt startet noch in diesem Jahr die eigene Produktion von Sterilisatoren für niedergelassene Ärzte und den Dentalbereich. Der Umsatz von Miele Professional wuchs zuletzt um 2,7 Prozent auf inzwischen 294 Millionen Euro weltweit. Insgesamt schaffte Miele im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro Umsatz einen neuen Rekord.

06. August 2010

Betreiber "evergreen" startet in den Pflegemarkt: In Bergneustadt/NRW entsteht die erste Einrichtung der evergreen-Gruppe aus Hohenpeißenberg, ein Pflege- und Betreuungszentrum mit 80 Plätzen. Kornelia Oswald-Diesel führt diese neue Betreibergruppe als geschäftsführende Gesellschafterin.

06. August 2010

Die Helios Kliniken Gruppe übernimmt ein weiteres Krankenhaus in Niedersachsen , das Kreiskrankenhaus in Helmstedt. Mit dem Kreiskrankenhaus St. Marienberg übernimmt der private Klinikbetreiber ein 267-Betten-Haus mit 600 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 32 Millionen Euro. Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung des Kartellamtes. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

02. August 2010

Baden-Württemberg investiert 50 Millionen Euro in Pflegeheime: Insgesamt 50 Millionen Euro stellt Baden-Württemberg in diesem Jahr für Neubau, Sanierung und Modernisierung von Pflegeheimen zur Verfügung. Das teilte das Ministerium für Soziales und Gesundheit in Stuttgart mit. Damit soll "gezielt die Weiterentwicklung einer modernen, leistungsfähigen und bedarfsgerechten Infrastruktur" gefördert werden.

29. Juli 2010

Die Fuest-Unternehmensgruppe investiert 12 Millionen Euro in den viergeschossigen Neubau. Neun Monate nach dem Spatenstich ist der Rohbau des Seniorenwohnparks in Pinneberg, Schleswig-Holstein, auf dem ehemaligen Bauernmühle-Gelände fertig gestellt.

27. Juli 2010

Sana übernimmt Krankenhaus Rummelsberg: Das diakonische Krankenhaus Rummelsberg im bayerischen Schwarzenbruck wird an die Sana Kliniken AG zu 100 Prozent veräußert. Das 400-Betten-Krankenhaus bietet Fachbereiche für Orthopädie/Unfallchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Rehabilitation. Mit dem Kaufvertrag garantiert Sana den Erhalt des Fachkrankenhauses sowie der rund 470 Arbeitsplätze. Die Beschäftigungsgarantie gilt bis Ende 2013. Neue Arbeitsplätze sollen im Zuge des Ausbaus der medizinischen, pflegerischen und rehabilitativen Leistungsangebote entstehen. Darüber hinaus werden in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen getätigt. Sana investiert mindestens 18 Millionen Euro in den Medizinstandort Schwarzenbruck. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

25. Juni 2010

BFS legt Mezzanine Fonds II auf
In Form von Genussrechten mit Nachrangigkeitsstatus soll der zweite Mezzanine Fonds der Bank für Sozialwirtschaft mittelständischen sozialwirtschaftlichen Unternehmen jetzt echtes Eigenkapital für die Erweiterungs- und Wachstumsfinanzierung zur Verfügung stellen.

25. Juni 2010

Ameos übernimmt Krankenhaus Alfeld
Der private Betreiber von Krankenhäusern, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen Ameos mit Sitz in Zürch hat das Krankenhaus Alfeld im niedersächsischen Landkreis Hildesheim übernommen. Das Haus mit rund 200 Betten, 6.800 stationären Behandlungen pro Jahr und einem Umsatz von zuletzt 22 Millionen Euro, soll nach Angaben von Ameos einen neuen somatischen Schwerpunkt im konzerneigenen Netzwerk bilden und die Präsenz in der Region Niedersachsen stärken.

25. Juni 2010

RENAFAN baut für 17 Mio. Euro in München
Die RENAFAN AG baut nach eignen Angaben mitten in München-Trudering auf zwei Grundstücksarealen eine Senioren-Wohnanlage mit insgesamt 49 seniorengerechten Eigentumswohnungen sowie ein Pflegeheim für über 17 Mio. Euro. Erstmals erfolgt eine Förderung von Betreutem Wohnen für Senioren im Rahmen des München Modells.

17 Juni 2010

Immac: Neuer Österreichfonds investiert 31 Mio. Euro
Der Fondsinitiator Immac hat für seinen neuen Pflegezentren-Fonds Austria VIII rd. 31 Mio. Euro in vier Einrichtungen im österreichischen Bundesland Kärnten investiert. Alle Häuser sind langfristig fest vermietet, unterstreicht das Emissionshaus aus Hamburg.

16. Juni 2010

Celesio und Phoenix verschmelzen ihre Aktivitäten in den Niederlanden. Celesio bringt sein Kettengeschäft in die Phoenix-Tochter Brocacef ein und erhält im Gegenzug 45 Prozent der Anteile. Die Apothekenketten Lloyds und Escura sollen zusammengeführt werden; insgesamt betreibt das Gemeinschaftsunternehmen künftig 115 eigene Apotheken. Dazu kommen rund 40 Franchise-Partner von Escura sowie der Großhandel von Brocacef. Stimmen die Kartellbehörden der Fusion zu, summiert sich der Umsatz auf rund 1,2 Milliarden Euro.   

11. Juni 2010

IMMAC Ostseeklinik Renditefonds in Rekordzeit platziert
Der IMMAC Pflegezentren Ostseeklinik Schönberg ist knapp 6 Wochen nach dem offiziellen Platzierungsstart vollständig gezeichnet. Der Fonds hat ein Investitionsvolumen von rund EUR 21,7 Mio. wovon gut EUR 9,7 Mio. Eigenkapital (ohne Agio) von den Anlegern eingesammelt werden konnte.

03. Juni 2010

INP startet den fünften Pflegeimmobilienfonds. Oliver Harms, Vorstand der INP Holding AG, Hamburg, hat den Vertriebsstart des 5. INP Seniorenzentrum SÜD angekündigt.

26. Mai 2010

Scribona übernimmt Catella
Die schwedische Scribona hat die Catella-Gruppe für 417 Mio. Schwedische Kronen (43 Mio. Euro) übernommen. An der neuen Gesellschaft, die in Catella umbenannt werden soll, beteiligen sich auch bisherige Catella-Manager, so z.B. Andreas Kneip, Sprecher der Kapitalanlagegesellschaft Catella Real Estate in München.

21. Mai 2010

Buy-and-Build-Strategie: Neue Reha-Gruppe entsteht aus Ex-Marseille-Reha Sparte
RICHTER, eine fachübergreifende Kanzlei von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten, hat die von der AUCTUS Capital Partners AG betreuten Private Equity-Fonds beim Erwerb der Reha-Kliniken-Sparte von Marseille beraten. Hier soll eine neue Reha-Gruppe entstehen.

11. Mai 2010

KerVita expandiert und sucht weitere Standorte
Das Pflegeunternehmen KerVita expandiert erfolgreich: Eröffnung in Reppenstedt, Baustart in Hamburg und Richtfest für zweites Senioren-Zentrum in Rostock. Das Hamburger Unternehmen teilt mit, dass weitere Standorte in Norddeutschland gesucht werden.

11. Mai 2010

DPF steigt in den Pflegeheim-Markt ein
Neuer Player im Pflegeheim-Markt: Felix von Braun, zuvor Geschäftsführer der Savills Immobilien Beratungs-GmbH, gründet die "DPF AG - Deutsche Pflegeheim Fonds" mit Sitz in Berlin und will Investitionen in das wachsende Segment der Sozialimmobilie tätigen und privaten sowie institutionellen Investoren eine Beteiligungsmöglichkeit schaffen.

21. April 2010

Die Produkte der NanoRepro AG werden ab sofort von der ProPharm AG im Rahmen einer Kooperation über Amazon-Marketplace vertrieben. Die ProPharm AG ist mit ihrem Label medicamo nach eigenen Angaben führender Anbieter von Drogerie-, Wellness- sowie Gesundheitsprodukten auf der deutschen Website des Online-Einzelhändlers Amazon. Die Produkte der NanoRepro AG sind somit ab sofort prominent auf einem der größten Internetmarktplätze vertreten.

08. April 2010

Gesundheitsausgaben erneut gestiegen - Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, sind die Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2008 erneut um 3,9 Prozent angestiegen und beliefen sich auf insgesamt 263,2 Mrd. Euro. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt betrug 10,5 Prozent. Angesichts des Rückgangs der Wirtschaftsleistung im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise sei aber bereits abzusehen, dass der Anteil im Jahr 2009 vermutlich auf über elf Prozent anwachsen werde. Größter Ausgabenträger 2008 war die GKV mit 151,5 Mrd. Euro. Überdurchschnittlich hoch nahmen die Ausgaben bei den Leistungen für Prävention und Gesundheitsschutz zu; sie stiegen um 600 Mio. Euro. Ungebremst stark legten die Ausgaben für Arzneimittel zu.

26. März 2010

MediFox und BFS bieten neuen Abrechnungsservice - Ab sofort erweitert die Bank für Sozialwirtschaft AG ihr Angebot für Pflegedienste und Sozialstationen. Über die BFS Abrechnungs GmbH können Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen jetzt Abrechnungsdienstleistungen und echtes Factoring in Anspruch nehmen. Gemeinsam mit der Bank für Sozialwirtschaft gründete MediFox die BFS Abrechnungs GmbH. Die MediFox GmbH & Co. KG sieht sich als Marktführer für ambulante Pflegesoftware für Pflegedienste und Sozialstationen in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten heute bundesweit über 4.500 Pflegeeinrichtungen und viele Zehntausend Anwender täglich mit MediFox.

23. März 2010

Pflegebranche braucht 77.000 zusätzliche Fachkräfte - Schon heute existiert ein gravierender Fachkraftmangel in Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg, das wird bundesweit in absehbarer Zeit so sein. "Allein in den kommenden zehn Jahren brauchen wir 77.000 zusätzliche Pflegefachkräfte in Deutschland", unterstrich Friedhelm Fiedler, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Pflege auf der ALTENPFLEGE 2010 in Hannover. Die Auswirkungen des akuten Fachkraftmangels bremsen auch in Österreich die Auslastungsquoten und hebeln damit die Businesspläne aus: In Linz ging kürzlich ein neues städtisches Seniorenheim in Betrieb, kann aber nur zur Hälfte belegt werden.

18. März 2010

Der Ulmer Generikahersteller Ratiopharm wird laut Finanzkreisen an den weltgrößten Generikahersteller Teva verkauft. Das israelische Unternehmen sei kurz davor, für 3,5 Mrd. Euro den bislang zur Merckle-Gruppe gehörenden Generikahersteller aus Ulm zu übernehmen. Neben Teva sollen bis zuletzt Pfizer und Actavis im Rennen gewesen sein. Bis 2015 will Teva den Konzernumsatz von 13,9 Mrd. US-Dollar auf 31 Mrd. Dollar steigern. In Europa sollen sich die Umsätze sogar auf 9,2 Mrd. Dollar nahezu verdreifachen. In Deutschland ist das Unternehmen nur mit einem Marktanteil von deutlich unter 5 Prozent vertreten. Mit Ratiopharm würde Teva in Europa zum Marktführer.

15. März 2010

Sana übernimmt Mehrheit in Hameln - Der Kreistag in Hameln hat den Verkauf weiterer Krankenhaus-Anteile beschlossen. Die Sana Kliniken AG hält nun 51 Prozent an den Einrichtungen Kreiskrankenhaus und Seniorenheim "Zur Höhe" (127 Plätze). Der Landkreis Hameln-Pyrmont hält weiterhin 49 Prozent.

12. März 2010

Wohnen im Alter: Investitionsbedarf 39 Mrd. Euro - Allein bis 2013 sind für die Wohnungsanpassungen von mobilitätseingeschränkten Senioren Investitionsmittel in Höhe von 39 Mrd. Euro notwendig - und das betrifft nur 2,5 Mio. von 11 Mio. Wohnungen, die von Älteren bewohnt werden, teilte das KDA mit. Gerade einmal fünf Prozent aller Altershaushalte, also rund 550.00 Wohnungen, seien barrierefrei oder barrierearm. Hinzu kommt, dass auch das Wohnumfeld, in dem die älteren Menschen leben, viele Mängel aufweist. Rund zwei Drittel der älteren Menschen lebten nicht im Zentrum, sondern in Randlagen. Damit sei die selbstständige Haushaltsführung vielfach gefährdet. Weil die konkrete Nachfrage nach solchen Wohnangeboten in Zukunft ganz rapide steigen wird, bieten sich vor allem für öffentliche wie auch für private Träger, für Architekten, Handwerk, Stadt- und Quartiersplaner neuartige Marktchancen.

12. März 2010

XING-Gruppe "Pflegemarkt" gestartet - Um einen regen Austausch zu Entwicklungen des Pflegemarktes zwischen den Akteuren aus Pflege-, Finanz- und Immobilienwirtschaft zu forcieren, hat die Redaktion CARE INVEST die Gruppe "Pflegemarkt" im XING-Netzwerk gestartet.

09. März 2010

Die Fitnessstudiokette easy Sports, Reutlingen, hat den Private Equity Fonds "EquiVest" als Investor neu an Bord. Ambitioniertes Ziel ist die Marktführerschaft in Deutschland. Dazu will das Unternehmen, mit 16 Mio. EUR Jahresumsatz in 2009, seine Präsenz in den kommenden drei Jahren von heute 37 auf bundesweit 150 Standorte ausdehnen. easy Sports startete jüngst das Projekt "Schulsport im Fitness-Club". Geplant sind auch weiterführende Kooperationen mit Ärzten und Krankenkassen. Nach Mitgliedern rangiert derzeit Mc Fit an der Spitze der Fitnessketten, Fitness First an zweiter Stelle.

05. März 2010

Die Residenz-Gruppe Bremen übergibt sieben Pflegeeinrichtungen an die Fondsgesellschaften des luxemburgischen Investors Corpus Sireo. Diese hatten die Bauvorhaben vor gut einem Jahr als Projekte erworben. Verkaufsvolumen: rund 50 Mio. Euro. Die Häuser, die durch die Residenz Baugesellschaft erstellt wurden, sind inzwischen bezogen und werden von unterschiedlichen Betreibern geführt.

03. März 2010

Merck übernimmt US-Biotechnologiefirma für 5,3 Mrd. Euro - Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat die Neuausrichtung seines Chemiegeschäfts mit der Übernahme der US-amerikanischen Biotechnologiefirma Millipore vorangetrieben. Dem Unternehmen zufolge entsteht durch den Zusammenschluss ein weltweit führender Partner für die Life-Science-Industrie mit einem Umsatzvolumen von rund 2,1 Mrd. Euro. Nach dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, werde man nun gemeinsam in der Lage sein, die gesamte Wertschöpfungskette für Pharma- und Biopharma-Kunden abzudecken. Nach eigenen Angaben zahlt Merck rund 5,3 Mrd. Euro für den Geräte- und Materialhersteller von Biotechnologie.

12. Februar 2010

Die Private-Equity-Branche ist wieder im Kommen: Laut der Deloitte-Umfrage "Private Equity Survey Q4 2009" stieg der Stimmungsindikator seit der letzten Befragung im Sommer 2008 um 23 Prozent. Besonders positiv werden die Aussichten für die Healthcare-Branche gesehen. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer können sich ein Investment in diesem Bereich vorstellen. Besonders die demografische Entwicklung wird als Chance, als größtes Risiko dagegen die staatliche Regulierung gesehen. Investoren halten vor allem Medizintechnik-, Labor- und Diagnostik- sowie Biotech-Unternehmen für attraktiv.

08. Februar 2010

Microsoft und Siemens IT Solutions and Services haben eine Lizenzvereinbarung zur Einführung der Gesundheitsplattform Health Vault in Deutschland geschlossen. In HealthVault können Bürger ihre relevanten Daten etwa zu Impfungen, Krankheiten oder Medikamenten online in einem persönlichen "Gesundheitstresor" hinterlegen. Ziel ist es, dass sich diese Informationen mittels spezieller Anwendungen mit den IT-Systemen von Ärzten, Kliniken als auch Fitnesseinrichtungen austauschen lassen. Siemens wird die Plattform betreiben und vermarkten.

08. Februar 2010

Das bislang zum Merckle-Imperium gehörende Unternehmen Mepha wurde für 622,5 Mio. Schweizer Franken an den US-Konzern Cephalon verkauft. Die Amerikaner zahlen damit das 1,5-fache des Umsatzes in Höhe von 408 Mio. Franken. Die Marke Mepha soll erhalten bleiben, kündigte das Management an. Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen Cephalon hat mehr als dreißig Arzneimittel auf dem Markt.

20. Februar 2010

100 Mio. Euro Investment: Der Gesundheitskonzern Fresenius hat mit dem Ausbau seines hessischen Standorts Friedberg begonnen. Es wurde nun der Startschuss für die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Logistikzentrums und der Produktionsstätte freigegeben. Bis zur Fertigstellung in voraussichtlich drei Jahren will der Unternehmensbereich Fresenius Kabi hier bis zu 100 Mio. Euro investieren. Nach eigenen Angaben reagiert das Unternehmen damit auf die weiter steigende Nachfrage nach Infusions- und Ernährungsprodukten.

21. Januar 2010

Die Amedrix GmbH gibt bekannt, dass der High-Tech Gründerfonds sowie der Life Science Fonds Esslingen gemeinschaftlich insgesamt 700.000 Euro in die neu gegründete Firma investieren. Die Amedrix GmbH entwickelt und produziert auf der Basis einer Kollagen Typ I Matrix azelluläre Implantate als Medizinprodukte für unterschiedliche Applikationen in human- und veterinärmedizinischen Bereichen. Der große Vorteil dieser Implantate für die vorgesehenen Anwendungen ist die Variabilität bei der Herstellung, sowohl in Bezug auf Größe und Form als auch bezüglich der Konsistenz. Hinzu kommt, dass sich die Kollagenmatrices durch eine sehr gute Bioverträglichkeit auszeichnen. Die neue Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen nun, die notwendigen Schritte zur Zulassung der ersten Produkte zu machen und in der Folge eine eigene Produktion aufzubauen.

19. Januar 2010

Die LipoFIT Analytic GmbH erhält eine Wachstumsfinanzierung von 4 Mio. Euro, um eine von Wissenschaftlern der Universität Regensburg entwickelte Analysetechnologie in diagnostische Produkte umzusetzen. Der Fonds des Tübinger Wachstumsinvestors SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement, die KfW Bankengruppe (ERP-Startfonds) sowie Bayern Kapital beteiligen sich mit knapp 50 Prozent an dem Regensburger Unternehmen. LipoFIT ist spezialisiert auf die Analyse hunderter Inhaltsstoffe in vielfältigen biologischen Flüssigkeiten, insbesondere auch im Hochdurchsatzbetrieb. Daneben bietet LipoFIT ein breites Spektrum an hochmodernen Analytik-Service- Dienstleistungen im medizinisch-pharmakologischen Bereich an.

19. Januar 2010

Die Helios Kliniken Gruppe investiert nach eigenen Angaben konzernweit 13 Mio. Euro in hochmoderne Strahlentechnik für die Radiotherapie. Neun Linearbeschleuniger der neuesten Generation und eine einheitliche Softwarebasis sollen Patienten mit der Diagnose Krebs eine individuelle, hocheffektive und schonende Therapie ermöglichen. Durch die bessere Vernetzung soll zudem die deutschlandweite Nutzung von Expertenwissen optimiert werden. Geplant ist auch die Ausstattung der Kliniken Bad Saarow und Wuppertal mit den neuen Geräten.

14. Januar 2010

Die Gründung der Deutsche Healthcare Property AG soll in den kommenden Wochen erfolgen. Das Unternehmen wäre die erste deutsche Immobilien-AG mit Fokus auf Gesundheitsimmobilien, die den Gang aufs Börsenparkett wagt. Fokus auf Gesundheitsimmobilien Der Fokus des Unternehmens soll auf Ärztehäusern und barrierearmen bzw. -freien Mehrfamilienhäusern liegen. Das Geschäftsmodell sehe weiterhin vor, Büros und Bürohäuser zu Arztpraxen bzw. Ärztehäusern umzubauen. Mittelfristig sei die Erweiterung des Geschäfts um Seniorenheime über Asset Deals und Share Deals geplant. Erste Zielmärkte sollen Berlin sowie die Metropolregionen Rhein-Neckar/Stuttgart-Region sein.

23. Dezember 2009

ProPharm Vorstand Claudius Goetz wird auf dem Deutschen Apothekenkongress 2010 am 23. und 24. März 2010 im Sheraton Airport Hotel Frankfurt einen Vortrag halten. Der Kongress ist das Top-Jahres-Event der Branche. Das Motto der Veranstaltung lautet: "Vertriebsstrukturen im Wandel - Erfolgreiche Positionierung im kettenähnlichen Apothekenmarkt". Die SANEMUS AG ist als Beteiligungsgesellschaft seit Dezember 2007 an der ProPharm AG beteiligt. Die Mitgliedsapotheken der ProPharm treten unter dem gemeinsamen Markennamen medicamo auf.

20. Dezember 2009

Die Gesundheitssparte des US-amerikanischen Mischkonzerns General Electric (GE) übernimmt die britische Living Independently Group. Diese ist unter anderem Anbieter eines funkgestützten Systems zur Fernüberwachung von Senioren. Mit dem Zukauf verstärkt GE Healthcare seinen Geschäftsbereich Home Health. GE Healthcare hat vor, mit dem Unternehmen die QuietCare-Technologie gemeinsam weiterzuentwickeln und weltweit zu vermarkten. QuietCare ist ein passives System zur Fernüberwachung, bei dem mithilfe von Funksensoren der Tagesablauf von Senioren überwacht werden kann. Betreuer können so Abweichungen, die auf mögliche Veränderungen des Gesundheitszustands oder Notfallsituationen schließen lassen, erkennen und frühzeitig reagieren.

20. Dezember 2009

Der offene Immobilienfonds "Focus Healthcare" der Catella Real Estate hat für 9 Mio. Euro ein Pflegezentrum in Bremen-Arsten von der Residenz Baugesellschaft mbH erworben. Betrieben wird die Einrichtung durch die Senioren Wohnpark Weser GmbH.

04. Dezember 2009

Der GE Healthymagination Fonds soll Investitionen in viel versprechende Technologie-Unternehmen im Gesundheitswesen tätigen. Der Fonds investiert weltweit in innovative Technologieunternehmen, ausgerichtet an den strategischen Zielen von GE Healthcare. Der Fonds zielt auch auf Healthcare-Unternehmen, die innovative und einzigartige Gescjäftsmodelle und Dienstleistungen entwickeln. Der Fonds hat ein Volumen von 250 Mio. US-Dollar und fokussiert drei Zielbranchen: Diagnostika, IT im Gesundheitswesen und Life Sciences.

03. Dezember 2009

Die Bayer MaterialScience-Sparte des Chemiekonzerns Bayer hat nach eigenen Angaben einen Vertrag zum Erwerb der britischen PolyBioMed Limited abgeschlossen und baut so sein Produktportfolio für die Medizintechnikindustrie aus. PolyBioMed ist auf polymere Beschichtungen, Oberflächenbehandlungen und Biomaterialien für die Medizintechnikbranche spezialisiert. Bayer MaterialScience erhält so Zugang zu Anwendungsgebieten wie medikamentenbeschichteten Stents oder Kathetersystemen für die interventionelle Kardiologie, Urologie und Neurologie. Zum Know-how und den Schutzrechten, die Bayer MaterialScience erworben hat, gehören auch die Rechte an mehr als 75 Patenten und Patentanmeldungen.

30. November 2009

Der Fonds für Gesundheitsimmobilien der Catella Real Estate hat einen rasanten Start hingelegt. Der offene Fonds ist der erste dieser Art in Europa - und schwemmte bereits in der ersten Woche nach dem Start Mitte Oktober rund 20 Mio. Euro in die Kassen. Wem die nötigen Kenntnisse über die Branche fehlen, geht bei der Anlage jedoch ein hohes Risiko ein.

17. November 2009

Die Investmentfirmen TPG Capital und Canada Pension Plan Investment Board (CPP) haben das Unternehmen IMS Health für 5,2 Mrd. Dollar gekauft. Mit dem Verkauf wird es von der Börse gelöst. Die Aktionäre erhalten 22 Dollar pro Aktie. IMS ist Marktführer in den Segmenten Informationen und Dienstleistungen im Pharma- und Gesundheitsbereich. Das Unternehmen ist in 100 Ländern aktiv und setzte 2008 als weltweit führender Datenlieferant im Gesundheitswesen 2,3 Mrd. Dollar um.

12. November 2009

Nur wenige Tage nach dem Nein zur Übernahme der Kreiskliniken Rottal-Inn per Bürgerentscheid hat die Rhön-Klinikum AG überraschend die Mehrheitsbeteiligung an der Medigreif-Betriebsgesellschaft für Krankenhäuser und integrative Gesundheitszentren mbH verkündet. Mit der Übernahme von 94 Prozent der Anteile zum 1. Januar 2010 erweitert der private Klinikkonzern sein Versorgungsnetz um fünf akutstationäre Einrichtungen und zwei Medizinische Versorgungszentren in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

11. November 2009

Der Finanzinvestor Advent International vergrößert sein Portfolio im deutschen Gesundheitsmarkt und hat die Median-Gruppe, einen großen privaten Betreiber von Reha-Kliniken in Deutschland, erworben. Advent übernimmt Median zusammen mit dem Londoner Immobilien-Finanzinvestor Marcol. Median mit Sitz in Berlin wurde 1972 gegründet und verfügt über insgesamt rund 6.000 Betten in 27 Kliniken an 19 Standorten. Advent International ist ein weltweit führendes Private Equity-Haus und engagiert sich mit zahlreichen weiteren Investments im Gesundheitssektor, darunter Casa Reha, einer der größten deutschen Betreiber von Pflegeheimen, und Craegmoor Healthcare, der größte private Spezialklinikbetreiber für Erwachsene und Jugendliche in Großbritannien. Der Erwerb der Median-Kliniken ist die bislang größte Private-Equity-Transaktion in Deutschland im laufenden Jahr.

19. OKTOBER 2009

WIR SIND UMGEZOGEN: Nach 7 Jahren am Platzl in München befinden sich unsere neuen Geschäftsräume nun direkt am Münchner Viktualienmarkt. Unsere neue Adresse lautet SEIT DEM 19. OKTOBER: Frauenstraße 12, 80469 München. Die Ihnen bekannten E-Mail-Adressen, Telefon- und Faxnummern behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

12. OKTOBER 2009

Sunrise Senior Living wird 21 eigene "senior living communities" für 204 Mio. US-Dollar an den Wettbewerber Brookdale Senior Living Inc. veräußern. Die Börse honorierte den Deal mit steigenden Kursen für beide Unternehmen. Der Verkauf dürfte dem Unternehmen nun genügend frisches Geld in die Kassen spülen, um weitere Verbindlichkeiten bei den finanzierenden Banken zurück zu führen und somit die Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigt voran zu treiben.

09. OKTOBER 2009

Deboka kündigt Pflegeheim-Fonds an: Das in Düsseldorf ansässige Emissionshaus Deutsche Grund und Boden Kapital will im Markt für Pflegeimmobilien angreifen: Der Initiator der WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung kooperiert künftig mit der auf Pflegeeinrichtungen spezialisierten Avia Rent Capital Management aus Luxemburg und kündigt seinen ersten Pflegeimmobilienfonds an. Deboka und Avia wollen ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam ein Beteiligungsangebot konzipieren, das in den kommenden Monaten auf den Markt gebracht werden soll. Der Pflegeimmobilienfonds soll ein Volumen von etwa 20 Mio. Euro erreichen und in Objekte in den alten Bundesländern investieren.

09. OKTOBER 2009

Der weltweite Pharmamarkt wird in den kommenden Jahren stärker wachsen als bislang erwartet. Der Branchendienst IMS Health prognostiziert ein Wachstum von vier bis sechs Prozent auf 825 Mrd. Dollar. In vier Jahren könne der globale Pharmamarkt ein Volumen von 975 Mrd. Dollar erreichen. Als Grund nennt das Institut insbesondere die verstärkte Nachfrage nach Arzneimitteln für den weltgrößten Pharmamarkt, die USA, sowie einen breiteren Zugang zu Arzneimitteln für die Bevölkerung in den Schwellenländern. Für China sagt IMS Health bis 2013 gar ein jährliches Wachstum des Pharmamarktes um 20 Prozent voraus. Für den deutschen Markt geht IMS Health von 3,2 Prozent durchschnittlichem Wachstum bis 2013 aus. Im nächsten Jahr wird nur mit einer Steigerung von 2,3 Prozent gerechnet. In Deutschland steige der Bedarf an Medikamenten zwar infolge der demografischen Entwicklung, jedoch sei dieses Wachstum geringer als in neuen Märkten. Zudem dürfte sich die größer werdende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung auswirken.

24. SEPTEMBER 2009

Catella Real Estate AG startet als Fondsmanager mit dem ersten Offenen Immobilienfonds, der sich als Publikumsfonds auf Gesundheitsimmobilien spezialisiert. Die drei ersten Startinvestments (53 Mio. Euro) stehen bereits fest. Mehr zu diesem neuen Anbieter kurz hier im Volltext - und in weiteren Ausgaben von CARE INVEST.

24. SEPTEMBER 2009

Die ILG führt mit dem ILG Fonds Nr. 35 die neue Produktlinie "Pflegeheime" fort. Seit 7. September ist der zweite Pflegeheimfonds der ILG nun auf dem Markt, schon ist er platziert worden. Aufgrund des großen Interesses wird ILG nun auch einen dritten Pflegeheimfonds auf den Weg bringen.

10. SEPTEMBER 2009

Der IMMAC Pflegezentren Austria IV Renditefonds ist rund zwei Wochen nach dem offiziellen Platzierungsstart vollständig gezeichnet. Der vierte IMMAC-Fonds des Jahres investiert in ein Pflegeheim bei Wien.

10. SEPTEMBER 2009

Einen "weiterhin hohen Fachkräftebedarf im Gesundheits- und Sozialwesen" proklamierte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, bei Vorstellung des Monatsberichts im August. Die Nachfrage nach Altenpflegern, Sozialarbeitern und Erzieherinnen hat gegenüber dem vergangenem Jahr um 22.000 Stellen (+41%)zugenommen.

28. AUGUST 2009

Der IMMAC Pflegezentren Austria IV Renditefonds ist ab sofort im freien Vertrieb. Der vierte IMMAC-Fonds des Jahres und der dritte Österreich-Fonds investiert in ein Pflegeheim bei Wien. Das Investitionsvolumen des Fonds ohne Agio beträgt knapp 26 Mio. Euro, davon werden knapp 10 Mio. Euro durch Eigenkapital finanziert. Das erworbene Objekt besteht aus drei Häusern in der Gemeinde Purkersdorf. Die Pflegeeinrichtung verfügt über insgesamt 178 Betten in Einzel- und Doppelzimmern. Der Hamburger Initiator prognostiziert Ausschüttungen von insgesamt 193,38 Prozent in 25 Jahren Laufzeit. Pächterin der Immobilie ist die "Rosmarin" Seniorenbetreuungsgesellschaft, ein Unternehmen der KräuterGarten-Gruppe, Die steirische KräuterGarten-Unternehmensgruppe wurde 1997 gegründet, sie betreibt mittlerweile sieben Pflegeheime mit insgesamt 634 Betten.

28. AUGUST 2009

Die Private-Equity-Gesellschaft Advent International und der Immobilieninvestor Marcol aus London haben den Rehabilitationsklinikenbetreiber Median übernommen. Die beiden Gründer Dr. Erich Marx und Axel Steinwarz haben ihre Anteile verkauft. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Die kartellrechtliche Genehmigung der Transaktion steht noch aus. Median ist in Deutschland nach eigenen Angaben der größte private Betreiber von Rehabilitationskliniken. Daneben betreibt die Gruppe zwei weitere Geschäftsfelder, MEDIAN Akutkrankenhäuser und MEDIAN Fortbildungen. Die Gruppe hat ihren Sitz in Berlin und hat an 19 Standorten insgesamt 27 Einrichtungen mit mehr als 6.000 Betten.

10. AUGUST 2009

Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH übernimmt rückwirkend zum 1. August 2009 90 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH (CSH). Verbunden mit der Überleitung ist eine Gehaltsabsenkung von bis zu 13 Prozent analog einer Notlagenregelung. Damit leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen erheblichen Beitrag zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze und zur Sanierung der CSH. Mit der Übernahme seien nun die Voraussetzungen geschaffen, die geplanten Investitionen des Johannesstifts in Höhe von 8,3 Mio. Euro an den Immobilien der CSH durchführen zu können.

10. AUGUST 2009

Das Versandhaus Otto kooperiert mit der Versandapotheke Mycare. Nach ausführlichen Marktanalysen habe sich Otto für einen Partner entschieden, der durch Service und Qualität gleichermaßen überzeuge. Otto-Kunden erhalten mit ihrem Katalog oder ihrer Bestellung den Katalog von Mycare. Außerdem darf die Versandapotheke aus Wittenberg mit speziellen Angeboten auf Internetseiten für Otto-Kooperationspartner werben. Schließlich bietet Mycare Otto-Kunden einen Einkaufsgutschein über 5 Euro an.

07. AUGUST 2009

Der private Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum AG hat sämtliche der kürzlich neu ausgegebenen Aktien platziert und dadurch wie geplant rund 460 Mio. Euro neues Kapital aufgenommen. Danach wurden 99,9 Prozent der neuen Aktien von Bezugsrechts-Inhabern gezeichnet, die verbliebenen Papiere in einer internationalen Privatplatzierung veräußert. Mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung will Rhön weitere Krankenhäuser der öffentlichen Hand übernehmen. Von 2010 an rechnet das Unternehmen mit einer neuen Privatisierungswelle. Das Grundkapital wurde durch die Kapitalerhöhung um 86,38 Mio. auf 345,58 Mio. aufgestockt. Insgesamt wurden gut 34,5 Mio. Stückaktien ausgegeben.

07. AUGUST 2009

Die Askepios Kliniken GmbH hat erste Schritte getan, um ein interdisziplinäres Gesundheitszentrum in Hamburg aufzubauen. Laut der auf Gewerbeimmobilien spezialiserten PropertyOne Gmbh aus Frankfurt hat die Asklepios MVZ Nord GmbH, eine Tochter des privaten Klinikkonzerns, eine erste Fläche von 1.300 qm in einer Immobilie am Herzog-Karl-Friedrich-Platz angemietet. Ein Vorvertrag sichert Asklepios auch alle weiteren frei werdenden Flächen zu, sodass der Konzern nach und nach zum Alleinnutzer des Büro- und Geschäftsgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 4.000 qm wird.

03. AUGUST 2009

Das Emissionshaus ILG aus München bringt mit einem Pflegeheimneubau in Traunstein/Oberbayern in Kürze den zweiten Pflegeheimfonds an den Markt, nachdem der erste innerhalb von fünf Wochen platziert werden konnte. Der erste Pflegeheimfonds investierte in ein Pflegeheim in Geretsried/Oberbayern, welches für 20 Jahre an den Pflegeheimbetreiber Compassio vermietet ist.

03. AUGUST 2009

Die 65 stationären Altenpflegeeinrichtungen der Johanniter sind nun unter einem Dach vereint worden: der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Von diesem weitreichenden Schritt erwarten die Beteiligten deutliche Synergieeffekte sowie einen zusätzlichen Wachstumsimpuls durch eine verbesserte Marktstellung.

20. JULI 2009

Die Berliner Apothekenkooperation Gesine will in Kürze mit einem eigenen Großhandel an den Start gehen. Gesellschafter der Genossenschaft können Apotheker werden, die das Unternehmen als Hauptlieferanten wählen. Laut Gesine-Vorstandschefin Susanne Lorra hätten bereits 80 Mitglieder eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die offizielle Gründung ist für Anfang September geplant, nach einer Testphase soll das Projekt schon im kommenden Jahr unter Volllast laufen. Mit einem avisierten Umsatz von mehr als 150 Mio. Euro könnte der Gesine-Großhandel aus dem Stand zu einigen privaten Großhändlern aufschließen. Rund 200 Apotheken sollen von Anfang an dabei sein. Kerngebiet sind zunächst die neuen Bundesländer und Berlin.

20. JULI 2009

74,9 Prozent der Anteile der Regio-Klinik gGmbH sollen an den privaten Sana-Konzern gehen. Der viertgrößte private Krankenhauskonzern Sana befürwortet die bestehenden Versorgungskonzepte der Regio-Kliniken und garantiert die Erhaltung der Standorte Wedel, Pinneberg und Elmshorn für die kommenden 20 Jahre. Von den insgesamt 62,5 Mio. Euro sollen 25 Mio. sofort als Kapitalrücklage in den Klinikverbund fließen, weitere 35 Mio. innerhalb der nächsten zehn Jahre in die Standorte investiert werden. Der Kreis Pinneberg erhält für den Verkauf 2,5 Millionen Euro und wird von seinen Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von 25 Mio. Euro befreit.

10. JULI 2009

General Electric (GE) und die Asklepios Kliniken Gruppe kooperieren, um ein Projekt für mehr Nachhaltigkeit im deutschen Gesundheitssystem gemeinsam zu realisieren. Unter dem Projektnamen "Green Hospital" wird der Um- und Neubau der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg als erster Pilot in Europa vollständig unter ökologischen Gesichtspunkten geplant und gestaltet. Bis 2013 soll das Projekt fertig gestellt sein. Asklepios-Vorstandschef Dr. Tobias Kaltenbach will den Wirkungsgrad der geplanten, eigenen Energieerzeugung um 30 Prozent steigern, zugleich den Energieverbrauch um 30 Prozent senken und den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix auf bis zu 30 Prozent ausbauen.

10. JULI 2009

Die australisch-britische Software-Firma Isoft will in den nächsten Jahren im deutschen Gesundheitswesen kräftig expandieren und bei den Krankenhausinformationssystemen führendes Unternehmen in Deutschland werden. Nach einer Umfrage 2008 unter deutschen Krankenhäusern lag das australische Unternehmen in Deutschland auf Platz vier hinter den Wettbewerbern Agfa, Siemens und SAP im Bereich Klinik-Informationssysteme. Isoft stattet derzeit das Klinikum Saarbrücken mit seiner Lösung Clinic Centre aus. Diese bündelt alle patientenrelevanten Informationen in einer individuellen Patientenakte, mit der dann sämtliche Behandlungsabläufe gesteuert werden können. Mit den neuen Softwarelösungen sollen Patienten ihre Krankenakten nicht länger von Arzt zu Arzt tragen müssen und zudem gewährleistet werden, dass die CD mit den Daten aus dem Krankenhaus beim weiter behandelnden Arzt eingelesen werden kann.

10. JULI 2009

Die Rhön Klinikum AG will rund eine Milliarde Euro in den Kauf und die Umstrukturierung kommunaler Kliniken investieren, wie Vorstandschef Wolfgang Pföhler kürzlich in einem Interview ankündigte. Resultat seien Arbeitsplätze vor allem im medizinischen Bereich. Arbeitsabläufe sollen optimiert werden, indem geeignete bauliche Strukturen geschaffen werden. Rhön plant außerdem, auf dem Land mit geringer Bevölkerungsdichte zusammen mit den niedergelassenen Ärzten Versorgungszentren aufzubauen. Zudem präferiere Pföhler die Rationalisierung statt Rationierung von medizinischen Leistungen, indem vorhandenes Einsparpotenzial genutzt werden soll. Dies könne allerdings in vielen Fällen nur von privaten Gesundheitsversorgern geleistet werden, da diese, anders als die öffentliche Hand, in der Lage seien, Investitionen über den Kapitalmarkt zu finanzieren.

03. JULI 2009

Der Report der Admed GmbH, des Institute for Health Care Business GmbH (HCB) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) geht davon aus, dass sich die Art der Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verändern wird. Konstatiert wird bereits ein Rückgang der Pflege durch Angehörige. Dieser Trend werde sich auf Grund der demographischen Entwicklung und anderer gesellschaftlicher Entwicklungen weiter verstärken. Bei konstanten Pflegequoten wird ein Anstieg der stationären Fälle um 36% im Jahr 2020 erwartet. Um 57 % könnte die Zahl dann bis 2030 steigen. Der Anteil von Pflegebedürftigen in privaten Heimen nimmt zu. Ein Grund ist möglicherweise der im Vergleich niedrigere Preis. Die Autoren gehen davon aus, dass die Auslastung bis 2010 weiter sinken wird. Ab 2013 werde sich wieder ein Bedarf an neuen Plätzen ergeben. Bis 2020 rechnen sie dann mit einem Mehrbedarf von 155.000 Plätzen, bis 2030 mit 312.000 Plätzen.

03. JULI 2009

Die Vatas Holding hat sich von ihrer Beteiligung am Senioren- und Pflegeheimbetreiber Curanum vollständig getrennt. Der Stimmrechtsanteil habe bereits am 23. Oktober 2008 null Prozent betragen. Schon zu Beginn des Jahres hatte Vatas Holding, die Berliner Beteiligungsgesellschaft von Lars Windhorst, Antrag auf Insolvenz gestellt.

03. JULI 2009

Der größte kommunale Krankenhauskonzern gründet mit der Gegenbauer Health Care Services ein Gemeinschaftsunternehmen. Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH hat zum 1. Juni 2009 die Gegenbauer Health Care Services GmbH mit umfangreichen Dienstleistungen beauftragt. Gegenbauer wird für das Management und die Durchführung der Unterhaltsreinigung, der Bettenaufbereitung sowie für Sonderleistungen in zwölf Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie vier Krankenhäusern verantwortlich sein

22. MAI 2009

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat entschieden, dass das deutsche und italienische Fremdbesitzverbot EU-rechtskonform ist. Damit bleiben Handelsketten verboten. Weiterhin dürfen nur Pharmazeuten (maximal vier) Apotheken besitzen und betreiben. Allerdings steht es den Mitgliedstaaten frei, Apothekenketten als Franchisesysteme zuzulassen. Vom Urteil des EuGH nicht betroffen sind also Unternehmen wie beispielsweise die Versandapotheke DocMorris oder so genannte Pick-up Stellen, wie Drogeriemarktkette dm, die mit der Europa Apotheek mit Sitz in Venlo/Niederlande kooperiert. Der EuGH begründet sein Urteil damit, dass die Beschränkung der Niederlassungsfreiheit durch das Ziel des Gesundheitsschutzes gerechtfertigt ist, so dass kein Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht vorliegt. Zwar stelle der Ausschluss von Nicht-Apothekern vom Betrieb einer Apotheke bzw. das Verbot der Beteiligung von Kapitalgesellschaften an Apotheken eine Beschränkung der Niederlassungsfreiheit und des freien Kapitalverkehrs dar. Diese Beschränkung lasse sich jedoch mit dem Ziel rechtfertigen, eine sichere und qualitative hochwertige Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

22. MAI 2009

Ein Eintritt in den Apothekenmarkt stand bei der Drogeriemarktkette dm laut einem Sprecher wohl nicht zur Debatte. Diese werde sich weiter auf die Kooperation mit der Europa Apotheek Venlo konzentrieren. Bis zum Jahresende sollen die Pick-up-Stellen der niederländischen Versandapotheke in fast allen Filialen der Drogeriekette installiert werden. Angst vor einem Angriff seitens der Politik auf das Konzept hat dm nicht. Es gebe wohl aktuell keinen Grund, Veränderungen vorzunehmen. Die Rechtslage wäre eindeutig.

18. MAI 2009

Der erste ILG Pflegeheimfonds, nach laufender Reihenfolge der geschlossenen ILG-Fonds nun der ILG Fonds Nr.34, wird in Kürze auf den Markt kommen - eine Beteiligung an einem neu zu errichtenden Pflegeheim in Geretsried/Oberbayern. Damit startet die ILG Fonds GmbH, München, neben dem traditionellen Segment der "strategischen Handelsimmobilien" als Investitionsprojekt eine neue Produktlinie.

12. MAI 2009

Nach DHL und der Bertelsmann-Tochter Arvato bringt sich nun auch der Logistikdienstleister UPS bei Pharmaherstellern und Biotechunternehmen in Stellung. Soeben eröffnete im niederländischen Roermond, direkt an der deutschen Grenze, ein Logistikzentrum speziell für Medikamente und Medizinprodukte. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr 3,9 Mrd. Pakete ausgeliefert und 51,5 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Seit Jahrzehnten werden bereits Gesundheitsprodukte ausgeliefert. In den USA übernimmt das Unternehmen bereits heute die Zwischenlagerung und liefert die Produkte an Großhandel, Apotheken oder direkt an den Endverbraucher. Der Vorteil für die Unternehmen ist, sie können den kompletten Logistikbereich auslagern. Erst Anfang des Jahres hatte UPS zwei Vertriebszentren des Pharmakonzerns Merck übernommen. Jetzt besitzt der Konzern in Nordamerika 23 Niederlassungen, die auf den Gesundheitsbereich spezialisiert und entsprechend zertifiziert sind.

12. MAI 2009

Die Unternehmen der Gesundheitsbranche könnten in diesem Jahr ein attraktiver Partner für Beteiligungsunternehmen sein. Dies ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Rödl & Partner, für die rund 300 Private-Equity-Firmen befragt wurden. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) plane für dieses Jahr drei bis fünf neue Engagements. Die Herausgeber der Studie bekundeten, dass davon vor allem die Branchen Medizin und Pharma/ Biotechnologie profitieren könnten.

30. APRIL 2009

Die Asklepios Kliniken Gruppe hat ihren Anteilsbesitz an der MediClin AG von 10,7 auf rund 20,2 Prozent erweitert. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Mit dem Schritt will das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Position im deutschen Krankenhausmarkt festigen. Asklepios zählt neben Rhön-Klinikum und den zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörenden Helios Kliniken zu den drei größten privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland. Den Anteil an Mediclin sieht das Unternehmen als Finanzbeteiligung. Asklepios war im Dezember 2008 bei MediClin eingestiegen und hatte dem Konkurrenten eine Zusammenarbeit angeboten. Größter Anteilseigner bei MediClin ist derzeit der Versicherungskonzern Ergo mit gut 35 Prozent.

30. APRIL 2009

TLG Immobilien (Niederlassung Süd) wird rund 10 Mio. Euro in ihre siebte Seniorenimmobilie investieren. Das Ostdeutsche Unternehmen errichtet ein viergeschossiges Pflegeheim mit 130 Plätzen in Bautzen. Nach Fertigstellung wird das Objekt von der bundesweit tätigen Vitanas GmbH & Co. KGaA betrieben. Der Bestand der Niederlassung Süd umfasst bisher rund 920 Objekte mit ca. 15.200 Mieteinheiten und einem Anlagevermögen von rund 810 Mio. Euro. Bisher verwaltet die Niederlassung Süd sechs Senioren- und Pflegeimmobilien, die u. a. von der Diakonie, von Kursana, Marseille Kliniken und hesena betrieben werden. Im Portfolio befinden sich auch 148 Einheiten für betreutes Wohnen und 35 behindertengerechte Wohnungen in Dresden.

30. APRIL 2009

Die Rhön-Klinikum AG besitzt nun mittlerweile 20 MVZ mit 78 Kassenarztsitzen. Gegen den Widerstand der Niedergelassenen können Klinik-Konzerne nicht in die ambulante Versorgung vordringen. Der Rhön-Konzern geht deshalb mit Kooperationsangeboten auf die Ärzte zu. In den nächsten Jahren will der Konzern die Zahl seiner Kliniken (derzeit 48) erhöhen und parallel dazu die Zahl seiner aufgekauften Kassenarztsitze von derzeit 78 auf 200 steigern. Bis das Übernahmegeschäft von Kliniken wieder boomt, setzt Rhön auf die "gezielte Akquise von Kassenarztsitzen". 2008 hatte der Konzern einen Gesamtumsatz von 2,13 Mrd. Euro zu verzeichnen.

24. APRIL 2009

Die zur Edeka-Gruppe gehörenden Discounter Netto und Plus kooperieren mit dem tschechischen Arzneimittelversender Volksversand-Apotheke. Auf Postwurfsendungen sowie im Internet werben die Lebensmittelhändler derzeit für die Angebote der Versandapotheke aus dem nordböhmischen Liberec. Volksversand verspricht unter dem Motto "Apothekenpreise? Nicht mit uns!" Preisvorteile von bis zu 55 Prozent. Volksversand gehört zur Unternehmensgruppe des Elektronikgroßhändlers Herlinghaus & Weil aus Hagen. Einer der beiden Geschäftsführer arbeitete früher als Logistikchef für die niederländische Versandapotheke DocMorris. 2007 lag der Nettoumsatz bei rund 1,6 Mio. Euro.

24. APRIL 2009

GlaxoSmithKline kauft für bis zu 3,6 Mrd. Dollar den auf Hautmedikamente spezialisierten Anbieter Stiefel. Damit setzt sich in kleinerem Maßstab die Übernahmeserie in der internationalen Pharmaindustrie fort. In den vergangenen Monaten haben bereits die Branchenriesen Merck & Co, Pfizer und Roche zweistellige Milliardenbeträge in Zukäufe gesteckt. Die Medikamentenhersteller sind weniger konjunkturabhängig und kommen deshalb sehr viel besser durch die weltweite Wirtschaftskrise als andere Branchen. Der britische Konzern GlaxoSmithKline wird nach der Übernahme von Stiefel mit einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. Dollar acht Prozent am Weltmarkt für verschreibungspflichtige dermatologische Medikamente kontrollieren - rund dreimal so viel wie bisher.

24. APRIL 2009

Das Siemens-Werk für Medizintechnik im oberfränkischen Forchheim ist in einem Wettbewerb zur besten Fabrik Deutschlands und Europas gekürt worden. Das Werk habe in allen Kriterien wie Strategie, Effizienz, Wertschöpfung, Service, Produkt- und Prozessentwicklung Bestnoten erhalten. "In dem Siegerwerk passt jedes Teil zum anderen", lobte Insead-Professor und Jury-Mitglied Christoph Loch. "Das Management verfolgt eine klare Strategie, ergreift jede sich bietende neue Geschäftschance und versteht es vorzüglich, die gesamte Belegschaft bis hinunter zu den Werkern an den Montageplätzen auf die gemeinsamen Ziele einzuschwören."

09. APRIL 2009

Am 19. Mai entscheidet der Europäische Gerichtshof über das Fremdbesitzverbot für Apotheken. Dabei soll geurteilt werden, ob das Fremdbesitzverbot für Apotheken eine ungerechtfertigte Einschränkung der Grundfreiheiten des Gemeinschaftsrechts darstellt oder nicht. Am 16. Dezember hatte Generalanwalt Yves Bot seine 93 Punkte umfassenden Schlussanträge vorgelegt, in denen er das Fremdbesitzverbot ohne Einschränkungen für zulässig erklärt hatte. Laut Bot stellen die deutschen und italienischen Vorschriften zwar eine Behinderung der Niederlassungsfreiheit dar. Diese sei jedoch mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar, da sie keine diskriminierenden Maßnahmen enthalte und dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung diene.

08. APRIL 2009

Die kommunalen Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (KU) verhandeln über einen Managementvertrag mit Sana, dies melden Zeitungsberichte. Bis Ende April soll Sana ergänzend ein medizinisches Grobkonzept für die fünf Häuser des KU vorlegen. Der Verwaltungsrat sei der Auffassung, er könne die Zusammensetzung des Vorstandes bestimmen. Ferner gehe es um die Aufgabenverteilung zwischen Management und Verwaltungsrat. Klar sei für den Verwaltungsrat, dass die Bestellung von Chefärzten oder die Schließung von Hauptabteilungen in seine Kompetenz falle. Ob das Sana genauso sieht, ging aus dem Bericht nicht hervor. Über eine Beteiligung der Sana AG, die Teilhaberin vieler kommunaler Kliniken ist, werde nicht gesprochen.

07. APRIL 2009

Die Ausgaben für Gesundheit wachsen weiter. Insgesamt wurden 2007 in Deutschland 252,8 Mrd. Euro für Güter und Leistungen im Gesundheitswesen ausgegeben. Das waren 7,8 Mrd. Euro oder 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Davon gaben die gesetzlichen Krankenkassen über die Hälfte, insgesamt 145,4 Mrd. Euro (+ 4,0 %), aus. Auf die privaten Krankenkassen entfielen 23,5 Mrd. (+ 4,3 %) und auf private Haushalte 34,1 Mrd. Euro (+ 1,8 %). Fast die Hälfte der Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im Gesundheitswesen sind 2007 in ambulanten Einrichtungen angefallen. Dabei waren Arztpraxen (38,4 Mrd. Euro) und Apotheken (36,4 Mrd. Euro) die bedeutsamsten ambulanten Einrichtungen.

05. APRIL 2009

Die Unternehmen der Medizintechnologie trotzen der Wirtschafts- und Finanzkrise und werden auch in diesem Jahr wachsen, neue Produkte und Verfahren einführen und Arbeitsplätze schaffen. Nach dem "Branchenreport Medizintechnologie" des Bundesverbandes Medizintechnologie (BV Med) erwarten 62 Prozent der befragten MedTech-Unternehmen, dass der Umsatz 2009 im Vergleich zum Vorjahr steigen werde. 70 Prozent der MedTech-Unternehmen werden in diesem Jahr neue Produkte oder Verfahren einführen. Davon sollen 50 Prozent im stationären Bereich eingeführt werden. Der Report beruht auf 103 persönlichen Interviews mit der Vorstands- und Geschäftsführerebene von Med-Tech-Unternehmen.

05. APRIL 2009

Der israelische Weltmarktführer für Nachahmermedikamente (Generika) Teva will seine letzte bedeutende regionale Lücke schließen. Wie der Geschäftsführer von Teva Deutschland, Sven Dethlefs, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ankündigte, soll der Marktanteil auf dem deutschen Generikamarkt, der zurzeit nur bei einem Prozent liegt, bis 2012 auf fünf Prozent steigen. Den Sprung nach vorn will Teva zumindest im laufenden Jahr noch ohne Zukäufe schaffen. Neben dem Generikageschäft bietet Teva inzwischen auch Originalmedikamente der Radebeuler AWD an, die der Konzern mit der Übernahme des amerikanischen Barr-Konzerns 2008 mit erwarb.

03. APRIL 2009

GE und Intel greifen in der Medizintechnik an. Der größte Chiphersteller der Welt und der führende Medizintechnikkonzern wollen in den nächsten fünf Jahren 250 Mio. Dollar in die Entwicklung neuer Geräte stecken. Es geht dabei um Apparate zur Fernüberwachung des Gesundheitszustands oder zur Selbstkontrolle zum Beispiel für Senioren. GE sichert sich durch die Zusammenarbeit einen Technologievorsprung gegenüber der Konkurrenz. Intel hingegen bekommt einen Vertriebskanal in einem Bereich, der für den Halbleiterproduzenten strategisch enorm wichtig ist. Gleichzeitig setzt GE die Konkurrenz aus Europa unter Druck, dies betrifft vor allem Siemens in Erlangen und Philips aus den Niederlanden.

03. APRIL 2009

Der belgische Pharma- und Chemiekonzern Solvay erwägt offenbar, sich von seiner Pharmasparte zu trennen. Solvay bewerte offenbar verschiedene Optionen für das Pharmageschäft. Neben Sanofi-Aventis wurden in Medienberichten als mögliche Interessenten die deutschen Unternehmen Bayer und Merck, der amerikanische Konzern Abbott Laboratories sowie die britisch-schwedische Gesellschaft Astra Zeneca genannt. Zum Gesamtumsatz von 9,5 Mrd. Euro des Solvay-Konzerns im Jahr 2008 trug das Pharmageschäft mit 28 Prozent bei. Übernahmen sind derzeit auf dem Pharmamarkt keine Seltenheit. Zuletzt haben die amerikanischen Konzerne Pfizer und Merck & Co. die Konkurrenten Wyeth und Schering-Plough gekauft.

03. APRIL 2009

Die dänische Euro Ejendomme A/S, Kopenhagen, hat den "Care Fund K/S" aufgelegt, der in nachhaltige Investments im Bereich Pflege- und Gesundheitsimmobilien in Deutschland investiert. Der geschlossene Fonds mit einem Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro und einem geplanten Eigenkapital von 100 Mio. Euro ist für institutionelle Kapitalanleger aus Skandinavien konzipiert.

30. MÄRZ 2009

Der im Herbst 2005 gestartete Spezialfonds Health Care I der seinerzeitigen DB Real Estate (heute: Rreef Investment) ist mittlerweile in neun Pflegeheime investiert. Damit hat das Investitionsvolumen des Fonds die 100 Mio. Euro überschritten - und soll sich noch fast verdreifachen.

30. MÄRZ 2009

Für einen Kaufpreis von 15 Mio. Euro übernimmt der Schweizer Roche-Konzern das Zellanalytik-Unternehmen Innovatis aus Bielefeld. Das teilte das Pharmaunternehmen heute in Basel mit. Laut Roche ist Innovatis, das bisher im Besitz von zwei Finanzinvestoren war, weltweit führend in der automatisierten Zellanalyse. Es hatte in den 90er Jahren das erste vollautomatische System zur Zählung von Zellen entwickelt. Innovatis soll die Position von Roche als Anbieter von Zellanalyselösungen in der Forschung stärken. Der Kauf soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Erst vergangene Woche hatte Roche nach langen Verhandlungen die Komplettübernahme des kalifornischen Biotech-Unternehmens Genentech perfekt gemacht.

30. MÄRZ 2009

Der Anteil privater ambulanter Pflegedienste steigt auf 45 Prozent. Nach neuester Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Rahmen der Pflegestatistik ist der Anteil der privaten Pflegedienste gegenüber der erstmaligen Erhebung im Jahr 1999 um knapp zehn Prozentpunkte gestiegen; im Jahr 2005 betrug der Anteil noch 43 Prozent.

30. MÄRZ 2009

Das kommunale Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt übernimmt zum 1. Januar 2010 die Helios Klinik Dresden-Wachwitz. Darauf haben sich das Sächsische Staatsministerium für Soziales, die Stadt Dresden sowie die Helios Kliniken Gruppe geeinigt. Die "Internistische Onkologie" von Wachwitz werde mit 90 Planbetten im Klinikum Friedrichstadt integriert. Das städtische Krankenhaus übernehme den Versorgungsauftrag und die 100 Helios-Mitarbeiter. Es handele sich weder um eine klassische Fusion noch um einen Kauf. Insofern fließe auch kein Kaufpreis, denn die Stadt übernehme weder die Immobilie noch das Grundstück. Das bleibt Eigentum der Helios GmbH.

26. MÄRZ 2009

Mit Kunststoff ist derzeit kein Geld zu verdienen. Mit Gesundheit schon. Weil die Nachfrage in der Automobil- und Baubranche zurückgeht, macht auch die Kunststoffsparte von Bayer derzeit Verluste. Die Sparten Gesundheit und Pflanzenschutz jedoch retten das Ergebnis des Konzerns. Im Krisenjahr 2009 setzt Bayer auf den internen Ausgleich, den die Ausrichtung auf drei verschiedene Geschäfte, die Sparten Gesundheit, Pflanzenschutz und Kunststoffe, ermöglichen kann. Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff hat Bayer in der Gesundheitssparte 2008 die Ziele übertroffen und in dieses Segment wieder kräftig investiert: 1,7 Mrd. Euro steckte der Konzern in die Entwicklung neuer Medikamente, 649 Mio. Euro flossen in die Entwicklung neuer Pflanzenschutz-Präparate, dagegen nur 221 Mio. Euro in den Ausbau des Geschäfts mit Kunststoffen.

26. MÄRZ 2009

Der finnische Pharmahandelskonzern Oriola hat den schwedischen Großhändler Kronans Droghandel (KD) komplett übernommen. Für einen unbekannten Kaufpreis erwarb das Unternehmen die Anteile des Pharmaherstellers Organon in Höhe von knapp 2 Prozent des Aktienkapitals. Erst im Juli hatten die Finnen ein 12,5-prozentiges Aktienpaket des US-Pharmakonzerns Merck Sharp & Dohme (MSD) gekauft, die damit ihre Beteiligung auf 98 Prozent erhöht hatten. Organon, die schwedische Tochter des US-Konzerns Schering-Plough, hatte zunächst ihre Anteile behalten. Oriola ist seit 2002 Mehrheitseigner von KD. Das Unternehmen teilt sich den schwedischen Großhandelsmarkt derzeit exklusiv mit Phoenix-Tochter Tamro. Mit der Abschaffung des staatlichen Apothekenmonopols dürfte ab Juli auch in den Großhandelsmarkt Bewegung kommen.

26. MÄRZ 2009

CORPUS SIREO expandiert weiter, investiert ca. 29 Mio. Euro und erwirbt im Norden drei Pflegeheime der KerVita-Gruppe, einem inhabergeführten Familienunternehmen mit Sitz in Hamburg.

20. MÄRZ 2009

Der schweizerische Pharmahandelskonzern Galenica, Betreiber der größten schweizerischen Apothekenkette Amavita, kauft Sun Store, den zweitgrößten Pharmazie- und Drogerie-Filialisten in der Schweiz. Damit betreibt der Konzern, an dem Alliance Boots gut ein Viertel der Anteile hält, jede sechste der insgesamt 1700 Apotheken im Land. Der Kettenmarkt hat sich damit innerhalb weniger Monate stark bereinigt. Die Sun Store Drogerien gehören die Drogerien zu den bekanntesten Einzelhandelsmarken in der Schweiz. Erst Ende vergangenen Jahres hatte die Kette die 100. Filiale eröffnet. Sun Store hatte bereits in der Vergangenheit mit Galenica als EDV-Anbieter zusammengearbeitet, war bis Mai 2006 allerdings Großhandelskunde der Phoenix-Tochter Amedis-UE gewesen. 2008 erwirtschafteten die 1800 Angestellten von Sun Store 270 Mio. Euro; die Einzelhandelssparte von Galenica lag bei umgerechnet 380 Mio. Euro.

20. MÄRZ 2009

Das erste deutsche Ärztehaus in Abu Dhabi, das unter dem Namen "Al Rawdah German Medical Center" firmiert, wurde am 2. März eröffnet. Das Ärztehaus wird von dem Immobilienfonds Shedlin aus Nürnberg finanziert und von Managern des Klinikums Offenbach geführt. Mit dem Betrieb des Ärztehauses in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate wird dem hohen Bedarf nach qualifizierter medizinischer Versorgung nachgekommen. Bereits während der Bauphase des Krankenhauses erwirtschaftet das "Al Rawdah German Medical Center" erste Erträge für den Fonds durch die ambulante Versorgung vor Ort und die Vermittlung von Patienten an Spezialisten nach Deutschland. Das hochmoderne Ärztehaus verfügt über drei Stockwerke und eine Gesamtfläche von rund 1000 qm. Neben der ambulanten Versorgung finden hier auch die Nachsorge sowie Betreuung in den vier Fachbereichen Radiologie, Orthopädie, Pädiatrie und Innere Medizin statt. Die Behandlung der Patienten in den jeweiligen Disziplinen erfolgt durch vier deutsche Ärzte sowie deutsches medizinisches Personal.

17. MÄRZ 2009

Der Impfstoffhersteller Novartis Vaccines baut die Produktionskapazitäten in Deutschland aus und investiert 170 Mio. Euro für ein Impfstoff-Werk in Marburg. 300 Beschäftigte sollen Impfstoffe gegen Tollwut und Hirnhautentzündung herstellen. Das Gebäude soll bis Ende 2010 fertig sein. Bis Ende nächsten Jahres will die deutsche Tochtergesellschaft des schweizerischen Arzneimittelkonzerns Novartis die neue Produktionsanlage in der Stadt an der Lahn fertig haben. Während andere Unternehmen von der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen werden, hängt die Nachfrage nach Impfstoffen nicht vom Konjunkturzyklus ab, sondern im Falle von Hirnhautentzündung durch Zeckenbisse vielmehr von der Jahreszeit. Die Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG, mit derzeit 1.200 Mitarbeitern, verdiente im vergangenen Jahr rund 6,5 Mrd. Euro.

17. MÄRZ 2009

Apotheken als Gesundheitszentren: Mit einem neuartigen Konzept wollen die unter dem Namen "360 Grad Apotheken" firmierenden Initiatoren in den Kooperationsmarkt einsteigen. Die einzelnen Bausteine - gemeinsamer Einkauf, betriebswirtschaftliche Prüfung, Dach- und Eigenmarke - sind hinlänglich bekannt, sollen aber nur die Basis für einen größeren Wurf sein. Als erster Verbund will "360 Grad" über Aktionen die Mitgliedsapotheken beim Endverbraucher als Gesundheitszentren etablieren und ihnen so langfristige Wettbewerbsvorteile verschaffen. Hinter dem Konzept stehen verschiedene Steuerberater der Koblenzer Kanzlei "Dr. Schmidt und Partner", die mit einem dreiköpfigen Team neuen Wind in den Dienstleistungsmarkt für Apotheken bringen wollen.

13. MÄRZ 2009

Die CompuGROUP Holding AG erwirbt die französische Gesellschaft Avenir Télématique, die Akteur im Bereich Informationssysteme für alle Beteiligten im Gesundheitswesen ist. Die 1987 in Bourges gegründete Firma hat sich in 20 Jahren eine stabile Basis von Anwendern aufgebaut, die von den Qualitäten der Software überzeugt sind. Dies betrifft sowohl das Arztinformationssystem als auch die Fernübertragung der Online- Krankenkassenabrechnungen. Mit dem Erwerb der Avenir Télématique steht der CompuGROUP ein breiterer Zugang zu den ambulant tätigen Ärzten zur Verfügung.

13. MÄRZ 2009

Die LINDA Apotheken, mit 1.400 angeschlossenen Apotheken Deutschlands größte und bekannteste Dachmarke inhabergeführter Apotheken, und der ADAC e.V. kooperieren. Ab März erhalten ADAC Mitglieder in allen teilnehmenden LINDA Apotheken einen Einkaufsvorteil von 10 Prozent auf alle nicht rezeptpflichtigen Arzneimittel ab einem Einkaufswert von mindestens 20 Euro. Hierfür muss nur die ADAC Mitgliedskarte sowie der LINDA Coupon aus dem Mitgliedermagazin ADAC-Motorwelt beim Einkauf vorgelegt werden. Der ADAC e.V. ist mit 16,4 Mio. Mitgliedern Europas größter Automobilclub und sein Magazin ADACmotorwelt mit einer monatlichen Auflage von 13,8 Mio. Stück Europas auflagenstärkstes Medium.

13. MÄRZ 2009

In Berlin hat die Reha-Klinik "Medical Park Berlin Humboldtmühle" eröffnet. Das Haus selbst bezeichnet sich als eine der modernsten Kliniken für Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung in Deutschland. Die Fachklinik mit den Schwerpunkten Neurologie, Orthopädie und Kardiologie sowie einem weltweit einzigartigen Schlaganfallzentrum ist Kooperationspartner der Charité. Die Klinik schließe eine Lücke in der medizinischen Versorgung Berlins. Knapp 300 Betten, fast ausschließlich in Einzelzimmern, stehen privat und gesetzlich versicherten Patienten zur Verfügung. Über 300 neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden.

05. MÄRZ 2009

Das schwedische Parlament wird sich in den kommenden Wochen mit der Freigabe des Apothekenmarktes beschäftigen. Demnach sollen ab Juli Ketten zugelassen werden. Gesundheitsminister Göran Hägglund hofft auf mehr Apotheken, kürzere Warteschlangen und längere Öffnungszeiten. Bis Ende April soll nun in Ausschüssen und im Plenum über die Vorlage beraten werden. Dass die Pläne noch grundlegend geändert werden, ist trotz des Widerstands der Sozialdemokraten nicht zu erwarten. Nach Hägglund liege Schweden hinsichtlich der pharmazeutischen Versorgung weit hinter anderen Ländern und sei eines von wenigen Ländern weltweit mit staatlichem Apothekenmonopol.

05. MÄRZ 2009

Mit kleineren, eher unscheinbaren Zukäufen und Kooperationen will der Merck-Konzern sein Pharmageschäft ausbauen. Im Zuge dieser Strategie legte der Konzern ein Übernahmeangebot in Höhe von umgerechnet knapp 44 Mio. Euro für die kleine dänische Medizintechnikfirma Medicult vor, einen Hersteller von Nährlösungen und Analyseverfahren für die künstliche Befruchtung mit zuletzt rund 27 Mio. Euro Umsatz. Merck zielt mit dem Angebot darauf, das eigene Geschäft mit Bereich der Unfruchtbarkeitsbehandlung zu ergänzen. Merck ist nach der Übernahme der schweizerischen Serono seit zwei Jahren der weltweit führende Medikamentenanbieter in diesem Spezialbereich.

05. MÄRZ 2009

Nachdem Klinik-Ketten bereits ihren Siegeszug angetreten haben, treiben branchenfremde Kapitalgeber nun auch niedergelassene Ärzte in die Enge - politisch gewollt und von den Krankenkassen unterstützt. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) könnten die ärztliche Betreuung in Deutschland grundlegend verändern. Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Professor Dr. Norbert Klusen, setzt auf Ballungsraumangebote. Die TK besitzt bereits MVZ der Marke "Atriomed" in Köln, Hamburg, Leipzig und Berlin. Die Kasse verspricht kurze Warte- und erweiterte Öffnungszeiten, eine schnelle Terminvergabe und andere Vorteile, die offenbar mit niedergelassenen Medizinern bislang nicht auszuhandeln waren. Die TK hält dabei keine Anteile an der Holding, alleiniger Gesellschafter ist Andreas Heyer, Geschäftsführer der Managementgesellschaft HCM Health-Care Managers GmbH.

23. FEBRUAR 2009

Das insolvente evangelische Martins-Krankenhaus in Lilienthal bei Bremen soll durch die private Bremer "Residenz-Gruppe" in Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft der Klinik übernommen werden. Die Residenz-Gruppe wolle zusammen mit den Chefärzten des Martins-Krankenhauses den Betrieb aufrechterhalten sowie in Millionenhöhe investieren. Die Unternehmensgruppe zählt zu den 20 größten privaten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und ist bisher auf die Planung, Realisierung und den Betrieb von Senioren-Wohnparks spezialisiert.

23. FEBRUAR 2009

Gerhard Leibfried, der 64-jährige Gründer und Eigentümer der Haus Edelberg-Unternehmensgruppe, hat seine Geschäftsanteile an die Silver Care Holding GmbH mit Sitz in München verkauft. Die Übergabe sei zum 30. Januar dieses Jahres erfolgt. Die Haus Edelberg-Unternehmensgruppe, zu der auch das Senioren-Zentrum Haus Edelberg auf dem Reinhardshof gehört, betreibt insgesamt 14 Seniorenzentren in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

13. FEBRUAR 2009

Die "Hochtief Projektentwicklung" hat drei Pflegeimmobilien an den Lebensversicherer Swiss Life verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die neuen Einrichtungen befinden sich in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Betreiber ist BeneVit.

13. FEBRUAR 2009

Die Nummer vier der privaten Klinikbetreiber in Deutschland ist auf ambitioniertem Expansionspfad: Laut Sana-Chef Michael Philippi soll der Umsatz in den nächsten Jahren auf rund 2 Mrd. Euro bis 2012 verdoppelt werden. Neben weiteren Klinikzukäufen steht auch der Aufbau einer eigenen Pflegeheim-Sparte auf der Prüfagenda. Die bisher erworbenen 12 Pflegeheime im Sana-Verbund wären dann erst der Grundstock für ehrgeizige Wachstumspläne.

10. FEBRUAR 2009

Die Caritas Trägergesellschaft West (CTW), mit Sitz in Düren, übernimmt das Wohn- und Pflegeheim "Maria Hilf Burg Setterich" bei Aachen in professionelle Strukturen und will in einen zeitgemäßen Ausbau 5,3 Mio. Euro investieren.

06. FEBRUAR 2009

Der Schweizer Pharma-Konzern Roche will die restlichen Anteile seiner US-Tochter Genentech kaufen. Nachdem das Genentech-Management den Kauf der noch ausstehenden rund 44 Prozent zum Preis von 89 US-Dollar je Aktie 2008 abgelehnt hatte, will Roche den Minderheitsaktionären nach eigenen Angaben jetzt 86,5 US-Dollar je Titel in bar anbieten. Roche besitzt seit 1990 eine Mehrheit an Genentech und verfügt gegenwärtig über 55,8 Prozent. Das Unternehmen hatte im Juli 2008 angekündigt, die Genentech-Anteile für insgesamt 44 Mrd. US-Dollar übernehmen zu wollen.

06. FEBRUAR 2009

Zu einem gemeinsamen Unternehmen werden die insgesamt fünf Kliniken der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land fusioniert. Die Rechtsform einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) wurde von beiden Kreistagen am Wochenende beschlossen. Der neu entstehende Klinikkonzern wird in seinen fünf Kliniken über insgesamt 1.200 Betten verfügen und fast 3.000 Mitarbeiter haben. In den Kliniken werden pro Jahr rund 47.000 stationäre Patienten behandelt. Der formale Zusammenschluss soll bis zur Jahresmitte erfolgt sein.

06. FEBRUAR 2009

Sind die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren bald unter Sana-Management? Das Kommunalunternehmen Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren steht in Verhandlungen mit der Sana Kliniken AG. Grund ist, das Management des Klinkverbunds, zu dem die Kreiskrankenhäuser in Marktoberdorf, Füssen, Buchloe und Obergünzburg zählen, neu auszurichten. Noch sei aber nicht entschieden über die neue Unternehmensführung. So werde auch eine Kombination von Managementunternehmen und Vorstandsvorsitzendem für Konsolidierung und Führung der Kliniken mit insgesamt 1.600 Mitarbeitern nicht ausgeschlossen. Dem Dienstleistungsanbieter im Gesundheitswesen und privaten Krankenhausgruppe Sana gehören insgesamt 38 Akut-, Fach- und Rehabilitationskliniken an.

03. FEBRUAR 2009

Ende vergangenen Jahres hatte Helios einen Kaufvertrag für die beiden kommunalen Krankenhäuser mit Standorten in Hettstedt, Eisleben und Sangerhausen unterzeichnet. Im Zuge der Vertragsfreigabe mit der Helios Kliniken Gruppe liegt Presseberichten zufolge nun auch die kartellrechtliche Genehmigung vor. Zudem liefen Gespräche mit den beiden betrieblichen Zusatzversorgungskassen, in denen die rund 1.600 Beschäftigten Mitglied sind. Jetzt fehle nur noch die Zustimmung durch das Landesverwaltungsamt. Noch im kommenden Monat soll es erste Gespräche über die Verwendung des Verkaufserlöses von 75 Mio. Euro geben, kündigte der Landrat des Landkreises Mansfeld Südharz, Dirk Schatz, an.

03. FEBRUAR 2009

Das Versandhaus Quelle bietet ab sofort auch Arzneimittel über seinen Online-Shop an. Dazu kooperiert das Unternehmen mit Apotheke.biz, einer neuen Versandapotheke von Sanicare-Chef Johannes Mönter. Das Portal wird von der Filiale am Klinikum Osnabrück aus betrieben. "Der Kunde soll auf quelle.de immer finden, was er sucht - das ist unsere Zielsetzung", begründet Jens Kirchner von der Quelle-Geschäftsleitung die Kooperation. Zum Service gehöre eine 24-Stunden-Beratungs- und Bestellhotline. Quelle ist laut Apotheke.biz exklusiver Kooperationspartner. Die Versandapotheke ist nach Sanicare und Aliva der dritte Versandkanal für Mönter.

03. FEBRUAR 2009

Der Hamburger Fonds-Initiator IMMAC bietet seinen nächsten Renditefonds im Markt der Pflegeimmobilien an: Der Fonds investiert 19,8 Mio. Euro in ein Pflegezentrum im Ostseebad Grömitz, davon rund 9 Mio. Euro Eigenkapital (inkl. Agio).

29. JANUAR 2009

Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen L'Oréal verkauft Produkte der Marke "The Body Shop" seit Dezember 2008 jetzt auch über Apotheken. Das Modellprojekt in 20 Partnerapotheken ist zunächst auf sechs Monate begrenzt und umfasst nur einen Teil des Gesamtsortiments. Bislang ist der französische Kosmetikkonzern mit Marken wie Vichy, La Roche-Posay und Skinceuticals in Apotheken vertreten.

29. JANUAR 2009

Das Aus- und Umbauprogramm für Pflegeheime in Niederösterreich sieht vor, dass bis zum Jahr 2010 insgesamt 205 Mio. Euro investiert werden, unter anderem für zusätzliche 725 Heimplätze. "Damit kommen wir wieder ein großes Stück auf unserem Weg zu einer sozialen Modellregion weiter", erklärte dazu Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner in St. Pölten.

29. JANUAR 2009

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterstützt die Gesundheitswirtschaft. Der Präsident des DIHK, Ludwig Georg Braun, lädt die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ein, sich mit Engagement in die Industrie- und Handelskammern einzubringen. Die Kammerorganisation werde noch in diesem Frühjahr einen eigenen Ausschuss für die Gesundheitswirtschaft bilden, der mit etwa hundert Vertretern zu besetzen sei. Braun ist zugleich Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG. Der DIHK wolle den regionalen Initiativen der Gesundheitswirtschaft einen Rahmen geben, damit diese flächendeckend entstehen. Schon heute seien Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in den Kammern organisiert, und der DIHK unterstütze das Entstehen neuer Berufe in der Gesundheitswirtschaft.

26. JANUAR 2009

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer übernimmt den amerikanischen Konkurrenten Wyeth für 52 Mrd. Euro. Pfizer bezahlt den Kauf aus einer Kombination aus Bargeld und Aktien. Es ist eine der größten Firmenübernahmen seit Jahren und eine der bedeutensten seit Ausbruch der Finanzkrise. Pfizer steht wie auch andere Pharmariesen schwer unter Druck durch Generika. Mit dem Kauf von Wyeth bekommt Pfizer erstmals seit längerem wieder Zugang zu neuen Mitteln und Geschäftsfeldern. Während Pfizer mit 116,05 Mrd. Dollar bewertet wurde, brachten es Wyeth-Papiere auf eine Marktkapitalisierung von 51,70 Mrd. Dollar.

26. JANUAR 2009

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) sichert sich beim belgischen Wettbewerber UCB für 515 Mio. Euro die Vermarktungs- und Vertriebsrechte für verschiedene UCB-Arzneimittel im Nahen und Mittleren Osten sowie Lateinamerika und Afrika. Darunter sind die umsatzstarken Antihistaminika Xusal (Levocetirizin) und Zyrtec (Cetirizin) sowie das Epilepsiepräparat Keppra (Levetiracetam). Der Zukauf beschert GSK zusätzliche Einnahmen in 50 Ländern. UCB trennt sich von diesen Marken, da sie nach eigenen Angaben nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören. Künftig will der belgische Konzern mehr Geld in seine Schlüsselmärkte investieren. Mit dem Deal sichert sich GSK ein geschätztes Umsatzvolumen von rund 3 Mrd. Euro. Die Transaktion soll bis Ende März abgeschlossen sein.

21. JANUAR 2009

Der Duisburger Familienkonzern Haniel hat seine Anteile am Stuttgarter Pharmahändler Celesio aufgestockt. Der Anteil lag zum Jahreswechsel bei 55,81 Prozent. Damit hat sich der Haniel-Anteil an Celesio gegenüber dem 31. Dezember 2007 um knapp 3 Prozentpunkte erhöht. Celesio ist die größte Sparte bei Haniel, daneben gehören zum Duisburger Mischkonzern der Büroversandhändler Takkt, der Metallverwerter ELG sowie der Hygiene- und Berufskleidungs-Spezialist CWS-boco. Außerdem hält Haniel eine Beteiligung an Metro. Celesio-Chef Dr. Fritz Oesterle kaufte seit März für insgesamt rund 770.000 Euro zu, auch andere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder haben Aktien am Unternehmen erworben.

21. JANUAR 2009

Die Grundlage für die weitere Expansion wurde in diesen Tagen mit einem "Management-Buy-out" gelegt. Durch eine gegründete Beteiligungsgesellschaft hält jetzt das langjährige und hoch motivierte Management-Team mit 60 Prozent die Mehrheit an dem in Hannover ansässigen Unternehmen.

16. JANUAR 2009

Der Private Equity Fonds Baigo Capital, der ausschließlich auf den Gesundheitssektor fokussiert ist, hat sich an der Vanguard AG beteiligt, dem europäischen Marktführer für Sterilisations- und OP-Dienstleistungen für Krankenhäuser. Zudem kaufte sich das Unternehmen bei Euro Eyes GmbH ein, einer europäischen Augenklinik-Kette. Baigo Capital wolle durch die finanzielle Begleitung des Wachstums in den Kernmärkten die nationale und internationale Expansion von Vanguard unterstützen, außerdem ist ein Börsengang geplant. Euro Eyes hat elf Kliniken mit Niederlassungen in Deutschland und Nordeuropa. Das noch junge Private Equity Unternehmen schließt mit diesen Transaktionen ihr erstes Geschäftsjahr ab.

16. JANUAR 2009

Die Versandapotheke mycare kooperiert mit der Drogeriemarktkette Müller. Seit Jahresbeginn liegen in einigen Müller-Filialen Kataloge der Versandapotheke aus, im Internet wirbt Müller für mycare. Mycare erlässt allen Müller-Kunden die Versandkosten. In die Fußstapfen von dm/Europa Apotheek oder Schlecker/Vitalsana wollen die Partner aber nicht treten: "Die Kooperation ist ein klares Signal gegen so genannte Pick-up-Stellen", so mycare-Chef Christian Buse. Müller betreibt mehr als 500 Filialen in Deutschland, Österreich, Kroatien, der Schweiz, Slowenien, Spanien, Ungarn und beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter.

16. JANUAR 2009

Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 haben die Schön Kliniken das Neurologische Krankenhaus München übernommen. Die Klinik hat 133 Betten, 270 Mitarbeiter und setzte 2007 rund 15 Mio. Euro um. Als einziges Krankenhaus in München bietet sie die gesamte Behandlungskette der Neurologie sowie eine Tagesklinik unter einem Dach. Seit drei Jahren führen die Schön Kliniken die neurologische Klinik bereits im Managementauftrag. Synergien entstünden vor allem durch die Vernetzung mit den anderen Schön Kliniken. In den insgesamt fünfzehn Kliniken in Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen und Hamburg verfügen die Schön Kliniken über rund 4.200 Betten und beschäftigen rund 5.000 Mitarbeiter.

12. JANUAR 2009

Der Generikakonzern Ratiopharm soll nicht überstürzt verkauft werden. Ein Grund ist unter anderem das derzeit schlechte Marktumfeld, heißt es aus Unternehmenskreisen. Die Gläubigerbanken hatten den Verkauf zur Auflage für den Überbrückungskredit gemacht. Damit könnte die Zerschlagung des verzweigten Firmengeflechts eingeläutet worden sein. Zwar würden viele Banken Ratiopharm am liebsten sehr schnell verkaufen, solange der Erlös zumindest ausreiche, um ihre Kredite abzudecken, hieß es. Die Merckle-Gruppe werde den Hersteller aber auf keinen Fall verschleudern und deshalb ein besseres Marktumfeld für den Verkauf abwarten. Das sei erst im nächsten Jahr zu erwarten.

12. JANUAR 2009

Der US-Pharmakonzern Wyeth will den niederländischen Impfstoff-Spezialisten Crucell übernehmen. Die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss sind jedoch noch in einem sehr frühen Stadium. Nach Berichten des Wall Street Journals könne der Kaufpreis für den Biopharma-Konzern bei mehr als 1,35 Mrd. Dollar liegen. Allerdings seien auch noch Konkurrenzgebote von Wettbewerbern wie Novartis oder Sanofi-Aventis möglich. Wyeth mit Sitz in Madison, New Jersey, erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von über 22 Mrd. US-Dollar. Crucell kam im selben Jahr auf einen Umsatz von etwas mehr als 200 Mio. Euro.

07. JANUAR 2009

Die NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, hat sich an dem Betreiber für Altenpflegeheime, der SIC Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Tarmstedt, still beteiligt. SIC betreibt derzeit zehn Altenpflegeheime in der Region zwischen Bremen und Hamburg mit insgesamt etwa 600 Pflegeplätzen. Aufgrund der jeweiligen Heimgröße von 40 bis maximal 80 Pflegeplätzen ermöglicht SIC eine optimale, altersgerechte Pflege in persönlicher Atmosphäre. Die Stille Beteiligung der NORD Holding dient dem Unternehmen zum Erwerb eines weiteren Heimbetriebes in Sittensen, sowie dem Neubau eines Pflegeheimes in Nordenham. Weiterhin möchte SIC ihre Aktivität im Bereich des ambulanten Pflegedienstes verstärken. Die NORD Holding zählt zu den führenden Anbietern bei der Strukturierung und Finanzierung von Unternehmensnachfolgen im Mittelstand. Gegenwärtig ist die Gesellschaft bei über 50 Unternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland beteiligt.

07. JANUAR 2009

Der weltweit führende Pharmakonzern Pfizer erwägt die Übernahme eines großen Konkurrenten, um seine Wettbewerbsposition zu stärken. "Das Ziel ist letztlich, den Umsatz zu steigern", so Pfizer-Chef Jeff Kindler. Diese Ankündigung könnte eine neue Runde von Großfusionen in der Pharmaindustrie einläuten. Die heutigen Branchenschwergewichte Pfizer, AstraZeneca, GlaxoSmithKline und Sanofi-Aventis seien alle durch Zusammenschlüsse entstanden. Seit diesen Fusionen hätten sich die meisten Wettbewerber auf kleinere Übernahmen und Partnerschaften konzentriert. Sollte Pfizer zu einer großen Übernahme ansetzen, könnte eine neue Konsolidierungsrunde beginnen.

06. JANUAR 2009

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eröffnet im Februar 2009 eine Doc-Morris-Apotheke. Es ist die erste Apotheke der Celesio-Tochter in einem Klinikum. Die Arzneimittelversorgung auf den Stationen wird nach wie vor von der Krankenhausapotheke gedeckt, zu der Patienten der Ambulanz und Besucher keinen Zutritt haben. "Ich bin sicher, dass Apotheken unter einer starken Marke wie Doc Morris in der Zukunft bessere Marktchancen haben als Einzelapotheken. In Doc Morris sehen wir einen professionellen Partner, von dessen Qualitäts- und Innovationsoffensiven auch die öffentliche Apotheke am UKE künftig profitieren wird", sagte Prof. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

05. JANUAR 2009

Die HELIOS-Kliniken-Gruppe übernimmt die Kliniken im Landkreis Mansfeld-Südharz zum 01. Januar 2009. Der Kreistag in Sangerhausen hat dem Verkauf der drei Krankenhäuser des Landkreises an die Klinikgruppe HELIOS zugestimmt. Nach dem Beschluss wird der Landkreis 5,1 Prozent an zwei Klinik-Gesellschaften mit Standorten in Sangerhausen, Eisleben und Hettstedt behalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen hat HELIOS bis 2011 ausgeschlossen. Die drei Akutkliniken verfügen über insgesamt 834 Betten und beschäftigen 1.600 Mitarbeiter. In Hettstedt befinden sich außerdem zwei Seniorenpflegeeinrichtungen. Der Gesamtumsatz belief sich in 2007 auf rund 86 Mio. Euro. Die Klinikgruppe, die damit auch in Sachsen-Anhalt vertreten ist, beschäftigt in 57 Krankenhäusern 30.000 Mitarbeiter. HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 1,8 Mrd. Euro.

05. JANUAR 2009

Die Schwesternschaft München vom BRK übernimmt das Städtische Klinikum Wertheim. Mit einer Beteiligung von zunächst 74,9 Prozent steigt die Rotkreuz-Schwesternschaft, die bereits Häuser in München, Würzburg und Lindenberg (Allgäu) betreibt, zum 1. Januar 2009 in den Gesundheitsmarkt am Untermain ein. Die Klinik stellt für den freigemeinnützigen Träger einen attraktiven Standort dar, da dieser dort von Synergieeffekten mit der bestehenden Rotkreuzklinik in Würzburg profitieren kann. Das Krankenhaus Wertheim wurde 1957 erbaut und benötigt in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen, die vor allem in einen Neubau fließen werden. Um die Akutversorgung vor Ort weiter zu gewährleisten, entschied sich der kommunale Träger für die Zusammenarbeit mit einem externen Partner. Die 408 Mitarbeiter des 220-Betten-Hauses der Grund- und Regelversorgung, betreuen 8.000 Patienten pro Jahr.

02. JANUAR 2009

Im Dezember 2008 haben die Asklepios Kliniken 10,6 Prozent der Aktien der Mediclin übernommen, so Asklepios in einem Bericht gegenüber der Finanzaufsicht Bafin. Nach dem Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung, Dr. Tobias Kaltenbach, ist diese Beteiligung ein folgerichtiger Schritt zur Festigung der führenden Position im Krankenhausmarkt. Asklepios biete Mediclin "eine partnerschaftliche Zusammenarbeit" an. Mediclin betreibt bereits 34 Kliniken, acht Pflegeeinrichtungen und drei Medizinische Versorgungszentren in Deutschland mit 8.100 Betten und 7.700 Beschäftigten. Die erste Einrichtung wurde im Jahre 1974 eröffnet.

02. JANUAR 2009

Der Hamburger Initiator IMMAC hat seinen Renditefonds Pflegezentren Austria I nach nur drei Wochen Emission im Dezember 2008 geschlossen. Trotz weit verbreiteter Krisenstimmung zeichneten die Anleger über 9 Mio. Euro, rund 30 Prozent mehr als den geplanten Eigenkapitalanteil. Aufgrund dieser Erfahrung reagiert IMMAC prompt mit neuem Fonds auf die große Nachfrage der Anleger.

23. DEZEMBER 2008

Die Münchener Großhandelsgenossenschaft Sanacorp übernimmt zum 1. Januar 2009 den privaten Pharmagroßhändler von der Linde. Die operative Tochter befindet sich im Besitz des Gemeinschaftsunternehmens Millennium, an dem neben der französischen Genossenschaft Cerp Rouen die Sanacorp Pharmaholding AG 50 Prozent der Anteile hält. Sanacorp erwirbt von der Eigentümerfamilie sämtliche Anteile an der von der Linde GmbH & Co. Immobilienverwaltung KG, die ihrerseits alleinige Gesellschafterin der operativen v.d.Linde Arzneimittel GmbH ist. Diese vertreibt aus Niederlassungen in Düsseldorf und Herne Arzneimittel an die Apotheken und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 mit 848 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 890 Mio. Euro erzielt. von der Linde beliefert mehr als 2.000 Apotheken schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen und ist dort mit etwa 20 Prozent Marktanteil einer der Marktführer. Die Sanacorp rechnet für 2008 mit einem Umsatz von 2,7 Mrd Euro und einem Jahresüberschuss von rund 12 Mio. Euro.

23. DEZEMBER 2008

Der zum Bertelsmann-Imperium gehörende Dienstleistungskonzern Arvato drängt mit offensiven Angeboten für Pharmahersteller in den Arzneimittelvertrieb. Laut dem Geschäftsführer der Arvato Distribution GmbH, Dr. Thorsten Winkelmann, ist der Konzern bereit, gegen Gebühr alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten inklusive Lagerhaltung, Kundenbetreuung und Rechnungslegung für Pharmahersteller zu übernehmen. Als Experte in Sachen Customer Relation Management (CRM), geht bietet der Konzern anhand der Daten aus den Apotheken eine gezielte Ansprache der Patienten an. Man führe bereits Gespräche mit Apothekern, Ärzten und Patientenvertretern.

19. DEZEMBER 2008

Die Begründung des Generalanwalts Yves Bot in seinem Schlussantrag beim EuGH am 16. Dezember 2008, eine Aufhebung des Fremdbesitzverbotes würde eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung bzw. den Gesundheitsschutz der Bevölkerung gefährden, kann die SANEMUS AG mit Sitz in München, die an dem Apothekendienstleister ProPharm AG beteiligt ist, nicht nachvollziehen. "Dass nur Apotheker berechtigt sein sollen, eine Apotheke zu besitzen und zu füh-ren, ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Blickt man in andere Branchen, so ist klar ersichtlich, dass Krankenhaus- und Pflegeheimketten bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich von Kapitalgesellschaften geführt werden. Von Qualitätseinbußen kann hier nicht die Rede sein - im Gegenteil, diese Konzerne stehen, aufgrund der gemeinsamen Nutzung von Synergien, qualitativ und damit oftmals auch wirtschaft-lich besser da als einzelne Unternehmen, die diese Möglichkeiten nicht haben", sagt Michael Thiess, Vorstand der SANEMUS AG. (Siehe Stellungnahme unter der Rubrik "PRESSE")

17. DEZEMBER 2008

Als eine "Von Apothekern für Apotheker" geführte Systemzentrale mit mittlerweile 82 unabhängigen und vollkommen eigenständigen Mitgliedsapotheken begrüßt die ProPharm AG den Schlussantrag des Generalanwalts Yves Bot zum Fremdbesitzverbot für Apotheken. Mit ihrem Konzept der inhabergeführten und -gelenkten sowie großhandelsunabhängigen Apotheke, die eine flächendeckende, beratungsintensive und qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sieht sie sich weiterhin bestätigt. Laut Bot will der Gesetzgeber mit dem Fremdbesitzverbot gerade die Unabhängigkeit der Apotheker, u.a. von von Pharmaherstellern oder -großhändlern, gewährleisten. Diese Meinung teilt auch der aus ausschließlich Apothekern bestehende Vorstand der ProPharm AG: "Was uns auszeichnet, ist die vollkommene Unabhängigkeit unserer Mitgliedapotheken von Herstellern und Großhändlern. Und nicht nur das: Unsere Apotheken profitieren von einer starken Gemeinschaft, das bedeutet unter anderem attraktive Einkaufskonditionen und ein gemeinsamer Markenauftritt. Nach dem Plädoyer des Generalanwalts sehen wir uns jetzt umso mehr bestärkt, unser Konzept nach diesen Grundsätzen weiterzuentwickeln und auszubauen", so der Apotheker Werner Byliza, Vorstandsvorsitzender der ProPharm AG. (Siehe Stellungnahme unter Rubrik "PRESSE")

17. DEZEMBER 2008

Am gestrigen Dienstag bestätigte Generalanwalt Yves Bot in seinem Schlussantrag das Fremdbesitzverbot für Apotheken, nach welchem nur Apotheker eine Apotheke besitzen und betreiben dürfen. Eine solche Regelung sei durch das Ziel gerechtfertigt, "eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen". Bot erkannte in dieser Einschränkung zwar eine "Behinderung der Niederlassungsfreiheit", diese sei jedoch mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar. Auch enthalte das deutsche Fremdbesitzverbot "keine diskriminierenden Maßnahmen". Generalanwalt Bot sieht mit dem Fremdbesitzverbot vor allem die Unabhängigkeit der Apotheker vor Pharmaherstellern und Großhändlern sichergestellt. Die Schlussanträge des Generalanwalts werden in 80 Prozent der Fälle von den Richtern am EuGH befolgt, ein abschließendes Urteil wird in 2009 erwartet.

15. DEZEMBER 2008

Am kommenden Dienstag, den 16. Dezember, stellt Generalanwalt Yves Bot seine Schlussanträge in Sachen Fremdbesitzverbot für Apotheken. An diesem Tag wird eine ganze Branche wie paralysiert nach Luxemburg blicken. Aus gutem Grund, denn in rund 80 Prozent der Fälle entscheiden die Richter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) entsprechend der Empfehlungen des Generalanwaltes. Der EuGH wird eine grundsätzliche Entscheidung zum europäischen Apothekenmarkt treffen: Müssen die EU-Mitgliedstaaten Konzernen erlauben, Apothekenketten zu betreiben? Oder sollen die Nationalstaaten selbst entscheiden, wie die aus ihrer Sicht beste Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln gewährleistet ist? Zwar gilt das Urteil nicht unmittelbar für alle EU-Staaten, sondern nur für Italien und Deutschland - streng genommen für die DocMorris-Filiale in Saarbrücken. Doch die Strahlkraft eines EuGH-Urteils ist unbestritten.

15. DEZEMBER 2008

Der isländische Generikakonzern Actavis hat sein bulgarisches Tochterunternehmen Balkanpharma-Razgrad AD verkauft, will aber zwei weitere Werke in Dupnitsa und Troyan behalten. Das Unternehmen, das als Teil des bulgarischen Generikaherstellers Balkanpharma zu den Gründungsbausteinen von Actavis zählt, betreibt eine Produktionsanlage für Tabletten, Kapseln, Injektionen und sterile Arzneiformen sowie halbfeste Arzneimittel. Das Werk ist das kleinste des Konzerns in Bulgarien. Die anderen Werke in Dupnitsa und Troyan haben strategische Bedeutung und sind von dem Verkauf nicht betroffen. Käufer des Werks ist ein neu gegründetes Unternehmen namens Antibiotic-Razgrad AD.

08. DEZEMBER 2008

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft stellte kürzlich ein neues Online-Verzeichnis deutscher Krankenhäuser vor, welches als einziges Krankenhausverzeichnis Daten von Krankenhäusern selbst biete. Dem zunehmenden Informationsbedürfnis mit dem Wunsch nach Transparenz können die deutschen Krankenhäuser mit dem Online-Angebot nun nachkommen. An den Daten über die Krankenhausversorgung in Deutschland seien neben den Patienten vor allem niedergelassene Ärzte, Angehörige der Heilberufe, Entscheidungsträger der Verbände, Behörden, Universitäten und Medien interessiert.

08. DEZEMBER 2008

Die zur Beiersdorf-Gruppe zugehörige Tesa AG aus Hamburg übernimmt die Labtec Gesellschaft für technologische Forschung und Entwicklung mbH. Künftig wird das Unternehmen als 100-prozentige Tochtergesellschaft geführt. Labtec ist unter anderem auf arzneimittelhaltige Pflasterprodukte spezialisiert, die den Wirkstoff über die Haut in das darunter liegende Gewebe und die Blutgefäße abgeben. Tesa war schon zuvor im Healthcare-Bereich tätig. So entwickelte das Unternehmen Spezialklebemassen, die zur Optimierung von Diabetiker-Teststreifen dienten.

08. DEZEMBER 2008

Die Drogeriemarktkette Schlecker will mit ihrer Versandapotheke Vitalsana künftig mit Eigenmarken punkten. Die eigene Linie soll in 2009 eingeführt werden. Laut Presseberichten laufen derzeit abschließende Verhandlungen mit mehreren Pharmafirmen. Schlecker werde sich auf den OTC-Bereich konzentrieren und alle wichtigen Indikationsbereiche wie Magen-Darm, Grippe- und Schmerzmittel abdecken. Zu erwarten ist, dass Schlecker künftig noch stärker auf den Preis setzen wird.

04. DEZEMBER 2008

Die GRE Global Real Estate AG kommt dem vorhandenen Bedarf an Pflegeplätzen jetzt mit einem besonderen Vermarktungskonzept nach. Angeboten wird ein Pflegeheim in Passau mit 72 Zimmern und 96 Betten, größtenteils im Bereich Pflege mit vier Wohneinheiten sowie Betreutes Wohnen. Dabei hat die GRE Global Real Estate AG für Anlageberater ein ganz besonderes Konzept umgesetzt, mit dem diese gezielt auch Kapitalanlageinvestoren ansprechen können: Das Eigenheim zur Reduzierung der künftigen monatlichen Belastung oder als Kapitalanlage. Vorteilhaft dabei ist, dass das angebotene Konzept den Gedanken der individuellen finanziellen Vorsorge mit der gesellschaftlichen Verantwortung einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung verbindet und hieraus besondere Chancen entwickelt.

04. DEZEMBER 2008

Die LINDA Apotheken bauen ihre führende POsition im Aothekenmarkt weiter aus - 32 Prozent der Bevölkerung kennen die LINDA Apotheken. Damit ist der Bekannheitsgrad Deutschlands größter Dachmarke selbstständiger Apotheker mit heute mehr als 1.450 Apotheken um 11 Prozent gestiegen. Durch einen bundesweit flächendeckenden professionellen Aussenauftritt, verbunden mit hoher Wiedererkennbarkeit, Kundennähe sowie einem umfangreichen und serviceorientierten Marketingpaket ist es gelungen, den LINDA Apotheken nicht nur im Markt, sondern auch in der Öffentlichkeit ein deutliches Markengesicht zu geben.

04. DEZEMBER 2008

Der Fresenius-Konzern sieht seine Kliniksparten Helios und Vamed gegenüber dem globalen Konjunkturabschwung abgesichert. Der Bedarf an medizinischer Versorgung steige aufgrund der demografischen Entwicklung in den Industrie- und Entwicklungsländern. Dei beiden Sparten steuern gut ein Fünftel zum Konzernumsatz bei. Für den Klinikbetreiber Helios peilt Fresenius für 2010 nach wie vor einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro an, wozu auch Zukäufe beitragen sollen. Fresenius Vamed befasst sich mit der Planung, Errichtung und dem Management von Gesundheitseinrichtungen. Diese Tochter soll ihren Umsatz mittelfristig aus eigener Kraft um jährlich fünf bis zehn Prozent steigern. Der Gesundheitskonzern hatte Anfang November nach kräftigen Erlössteigerungen im dritten Quartal in den Sparten Kabi und Helios seine Umsatzprognose für 2008 angehoben.

03. DEZEMBER 2008

Die Helios-Gruppe will drei kommunale Krankenhäuser mit 1.600 Beschäftigten im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt übernehmen. Dem Landkreis gehören das Krankenhaus am Rosarium in Sangerhausen sowie die Klinikum und Pflege Mansfelder Land GmbH mit den beiden Standorten Lutherstadt Eisleben und Hettstedt. Im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung soll dem Landkreis ein Vetorecht bei Entscheidungen eingeräumt werden. Ein unterschriftsreifer Vertrag soll Mitte Dezember vorliegen.

03. DEZEMBER 2008

Der seit mehr als zwei Jahren überfälligen Einführung der elektronischen Gesundheitskarte steht nun nichts mehr im Weg. Den Durchbruch dazu sieht das Bundesgesundheitsministerium darin, dass die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein sowie die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen die Pauschalbeträge für die Anschaffung der Lesegeräte bekannt gegeben haben. Ärzte und Zahnärzte wüssten nun genau, wie viel Geld ihnen die Krankenkassen für die Anschaffung der Lesegeräte bezahlen. Dem Vernehmen nach gibt es für die Anschaffung des Lesegerätes 430 Euro, dazu kommen eine Investitionspauschale von 215 Euro und im Bedarfsfall noch 375 Euro für ein mobiles Lesegerät. Das Ministerium geht davon aus, dass nun auch die anderen Regionen folgen.

03. DEZEMBER 2008

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline kauft die skandinavische OTC-Sparte seines Mitbewerbers Astra Zeneca. Der Kaufpreis liegt bei 253 US-Dollar. Zum Portfolio der vor allem in Schweden verkauften Produkte gehören die Schmerzmittel Alvedon und Reliv (Paracetamol), die Nasensprays Nezeril/Nasin (Oxymetazolin), das Magenmittel Minifom (Dimeticon) sowie das Eisenpräparat Duroferon. Der Jahresumsatz der Produkte lag 2007 bei 48 Mio. US-Dollar. Die Behörden müssen dem Verkauf noch zustimmen.

02. DEZEMBER 2008

Die Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden beginnen als eine der ersten mit dem Aufbau einer eigenen Zusatzversicherung. Kunden sollen für einen Beitrag von 15 bis 30 Euro im Monat besondere Dienstleistungen genießen. "Wir wollen Menschen dann ansprechen, wenn sie noch gar nicht Patienten sind", sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) Rhein Main, Holger Strehlau. Das Kundenbindungsprogramm solle unter dem Namen "McPlus" ab Januar 2009 allen Bürgern der Rhein-Main-Region angeboten werden. Anreize seien kürzere Wartezeiten, ein jährlicher Gesundheits-Check, Hilfe bei der Suche nach Fachärzten und die Nutzung einer persönlichen Online-Gesundheitskarte.

01. DEZEMBER 2008

Ergebnisse der diesjährigen Residencia, der Konferenz für exklusives Seniorenwohnen in Dresden: Der Highend-Bereich der Pflegewirtschaft wird von Experten der IKB als "extrem stabiles Segment" angesehen. Die Branche gibt sich ebenfalls unbeeindruckt von den Auswirkungen der Finanzkrise. Branchenanalysten der IKB Deutsche Industriebank AG räumen den Fünf-Sterne-Einrichtungen im Residenzsegment ab 150 Plätzen weiterhin gute Chancen im Wettbewerb ein - und zwar abgekoppelt vom aktuellen konjunkturellen Abschwung. Herr Dr. Helmut Braun, Aufsichtsratsvorsitzender der ProCurand AG, verspricht allerdings auch kleineren Einrichtungen im Unternehmensverbund gute Chancen.

01. DEZEMBER 2008

Der Schweizer Pharmakonzern Roche kauft weiter kleinere Spezialfirmen zu. Für rund 39 Mio. Euro in bar soll die US-amerikanische Biotechnik-Firma Memory Pharmaceuticals vollständig übernommen werden. Das Unternehmen mit Sitz in Montvale entwickelt Medikamente für die Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Alzheimer oder Schizophrenie.

01. DEZEMBER 2008

Die Celesio-Tochter DocMorris bringt nach längerer Ankündigung die ersten beiden Eigenmarkenprodukte auf den Markt. Ab sofort sind sowohl im Versandhandel als auch in den DocMorris-Apotheken ein Ibuprofen-Produkt sowie ein Oberarm-Blutdruckmessgerät erhältlich. Das Messgerät ist mit 29,99 Euro gelistet, online liegt der Preis bei 29,95 Euro. Die 30er-Packung "DocMorris Schmerztabletten" kostet 4,49 Euro, im Versandhandel 4,45 Euro. Hersteller ist die Hannover Firma Secura Pharma GmbH, ein Tochterunternehmen des AOK-Rabattpartners Quisisana Pharma Deutschland GmbH (Marke: Q-Generics). Im kommenden Jahr sollen weitere Produkte folgen.

28. NOVEMBER 2008

Die Drogeriemarktkette dm will den umstrittenen Versandhandel mit Arzneien weiter ausbauen. Bis Mitte 2009 sollen in allen rund 1.000 Filialen eine Pick-up-Stelle für Arzneimittel eingerichtet werden. Der bundesweite Roll-out werde zum Jahreswechsel starten. Derzeit verfügen 215 dm-Filialen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg über so genannte Pharma Punkte. Bei dem Bestell- und Abholservice arbeitet dm mit der Versandhandelsapotheke Europa Apotheek im niederländischen Venlo zusammen. Rechtliche Bedenken bezüglich eines Pick-up-Verbots hat man in Karlsruhe offenbar nicht: Durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei das eigene Modell höchstrichterlich abgesegnet.

28. NOVEMBER 2008

Die Rhön AG übernimmt zum 1. Januar 2009 die Wesermarsch-Klinik in Nordenham in Niedersachsen. Unter dem Dach der Rhön AG bekomme die Wesermarsch Klinik, die seit einigen Jahren tiefrote Zahlen schreibt, die Chance auf einen Neuanfang. Die Rhön AG zahlt einen Kaufpreis von 1 Mio. Euro und verpflichtet sich, bis 2012 die Summe von 20 Mio. Euro in den Standort zu investieren. Die Hälfte dieses Investitionsbetrages muss der Landkreis Wesermarsch aufbringen. In dem Bieterverfahren hatten sich auch die katholische Hospital-Gesellschaft Jade-Weser und das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide um das Nordenhamer Krankenhaus bemüht.

26. NOVEMBER 2008

Das IT-Unternehmen Agfa Health Care wird die 37 Krankenhäuser der französischen Klinikgruppe der l'Assistance Publique-Hôpitaux de Paris (AP-HP) mit seinem Krankenhaus-Informationssystem (KIS) Orbis ausstatten. Der Auftrag hat ein Finanzvolumen von 95 Mio. Euro und wird als eines der ambitioniertesten KIS-Projekte in Europa betrachtet. Die Klinikgruppe AH-HP verfügt über etwa 23.000 Betten. In der Region Ile-de-France und an einigen Standorten außerhalb dieser Region gewährleistet AP-HP jedes Jahr die stationäre Behandlung von mehr als einer Million Patienten und die ambulante Versorgung von fünf Millionen Patienten. Weitere an dem Projekt beteiligte Unternehmen sind Cap Gemini, HP und Oracle.

26. NOVEMBER 2008

Tschechien will den Markt für Deutsche Medizintechnik-Hersteller öffnen. Viele tschechische Krankenhäuser stehen vor grundlegenden Überholungen, Erweiterungen und technischer Neuausstattung. Während in den vergangenen Jahrzehnten oftmals nur das Notwendigste modernisiert werden konnte, investieren der Staat und die Regionen jetzt in großem Stil. Tschechien hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe von EU-Fördermitteln das Gesundheitswesen zu modernisieren und mit hochwertiger Medizintechnik auszustatten, um Sterblichkeit, Invalidität und Teilinvalidität sowie die Länge der Krankenhausaufenthalte zu verringern und Gesundheitsrisiken vorzubeugen. Die technische Infrastruktur der staatlichen Gesundheitseinrichtungen wird derzeit mit 213 Mio. Euro über das Integrierte Operationelle Programm (IOP) gefördert. In der Folge kommt es verstärkt zu Ausschreibungen im Bereich Medizintechnik; siehe auch unter http://www.isvzus.cz.

24. NOVEMBER 2008

IMMAC, Spezialist für Pflegeinvestments, hat vorzeitig den erst vor wenigen Monaten aufgelegten Fonds für Pflegezentren in Niedersachsen jetzt bereits aufgrund großer Nachfrage bei Anlegern "trotz eines schwierigen Marktumfeldes" geschlossen.

21. NOVEMBER 2008

Die Finanzkrise beeinträchtigt die Gesundheitswirtschaft bislang kaum. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Wirtschaft unterscheiden sich von Branche zu Branche erheblich. Die Stimmung der Unternehmen hat sich zwar insgesamt in den vergangenen Monaten massiv verschlechtert, sie ist in einzelnen Sektoren aber immer noch gut. Das zeigt ein so genannter Branchenindikator des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Das Barometer basiert auf der Herbstumfrage des Verbandes unter rund 25.000 Unternehmen.

21. NOVEMBER 2008

Die Fresenius SE sieht sich bei den geplanten Zukäufen von Krankenhäusern bei ihrer Tochter Helios auf Kurs. Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Bad Homberger Unternehmens, Ulf M. Schneider, sei man auf dem Weg, bis 2010 einen Umsatz von insgesamt 800 Mio. Euro dazuzukaufen. In den vergangenen neun Monaten hat Fresenius Helios ein organisches Wachstum von fünf Prozent erzielt; und in den bestehenden Klinken habe sich die EBIT-Marge um 140 Basispunkte auf 9,6 Prozent verbessert.

14. NOVEMBER 2008

Mit der Eröffnung des 9 Mio. Euro-Domizils Oststeinbeck (Großraum Hamburg) hat Kursana seine Position ausgebaut. In 108 Einrichtungen werden jetzt 12.600 Senioren betreut und gepflegt.

14. NOVEMBER 2008

Nach Aussagen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat sich die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland seit 2007 auf 1.088 verdoppelt. 4.800 von insgesamt rund 120.000 Kassenärzten in Deutschland arbeiteten in MVZ, drei Viertel von ihnen auf Angestelltenbasis. Die meisten MVZ seien in Bayern und Berlin gegründet worden, rund 57 Prozent aller MVZ befänden sich in Städten, 36 Prozent in ländlichen Regionen. Im Durchschnitt habe ein Zentrum vier Ärzte, wovon die meisten Hausärzte oder Internisten seien. Gut 56 Prozent aller MVZ sind in der Trägerschaft von niedergelassenen Ärzten, 37 Prozent werden von Krankenhäusern betrieben.

03. NOVEMBER 2008

Die ins Stocken geratenen Klinikprivatisierungen in Deutschland könnten 2009 wieder in Gang kommen. Experten erwarten, dass die Finanznot der deutschen Hospitäler und die klammen staatlichen Kassen den Druck auf die öffentliche Hand, mehr Kliniken zu privatisieren, deutlich erhöhen werden. Angeheizt werden könnte die Bereitschaft des öffentlichen Sektors zur Klinikprivatisierung dabei zusätzlich durch die erwartete Abschwächung der Konjunktur im Zuge der Finanzkrise. Die Steuereinnahmen dürften geringer ausfallen und notwendige Kredite, um Krankenhäuser bezuschussen zu können, seien zusehends schwieriger zu bekommen. Profitieren könnten von dieser Entwicklung vor allem große private Klinikbetreiber wie Rhön-Klinikum, die Fresenius-Tochter Helios oder die nicht börsennotierten Asklepios Kliniken. Der Marktanteil der privaten Klinikbetreiber - derzeit erst bei drei bis vier Prozent - könnte damit deutlich zulegen.

03. NOVEMBER 2008

Nach Aussagen des Landkreises Hameln-Pyrmont übernehmen die Sana Kliniken AG 49 Prozent der Gesundheitseinrichtungen Hameln-Pyrmont GmbH. Sana verpflichtete sich, in den kommenden fünf Jahren auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und weitere 70 Arbeitsplätze zu schaffen. Zu den Gesundheitseinrichtungen mit einem Jahresumsatz von 75 Mio. Euro gehören die Krankenhäuser "An der Weser" und "Wilhelmstraße". Weitere zwei Prozent der Anteile kann Sana nach Unternehmensangaben auf Grundlage einer Call-Option im Jahr 2010 erwerben.

27. OKTOBER 2008

Novartis will mit dem Kauf der Lungensparte des amerikanischen Herstellers Nektar seine Pipeline für Atemwegstherapeutika stärken. Wie Novartis mitteilte, sein die Kaufvereinbarung über 115 Mio. US-Dollar bereits unterschrieben. Das Know-how von Nektar soll die Pipeline für Medikamente gegen chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Asthma sowie cystische Fibrose erweitern. Bei der Entwicklung eines inhalativen Tobramycin-Pulvers arbeitet das Unternehmen bereits mit Novartis zusammen.

27. OKTOBER 2008

Das Wiener Biotech-Unternehmen Affiris erhält von dem britischen Pharma-Riesen GlaxoSmithKline für die exklusiven Rechte an seinen in Wien entwickelten Alzheimer-Impfstoffen bis zu 430 Mio. Euro und mögliche Tantiemen in Milliardenhöhe. Sollte der Impfstoff zur Marktreife kommen, erhält das erst 2003 gegründete Unternehmen eine Umsatzbeteiligung. Die Entwicklung und Projektleitung erfolgt durch die belgische GSKbio und Affiris gemeinsam.

20. OKTOBER 2008

Der britische Pharmahandelskonzern Alliance Boots steigt als Mehrheitseigner beim deutschen Spezialgroßhändler Megapharm ein. Rund 90 Prozent der Anteile sollen an Europas drittgrößten Pharmahändler gehen. Alliance Boots ist abgesehen von seiner Beteiligung an der Anzag sowie einigen kleineren Investments bislang nicht in Deutschland vertreten. Megapharm hat sich auf den Vertrieb von onkologischen Produkten spezialisiert und beliefert eigenen Angaben zufolge rund 400 Apotheken. Das Unternehmen erwirtschaftete in 2007 knapp 290 Mio. Euro.

20. OKTOBER 2008

Der internationale Tragwerksplaner und Projektsteuerer wagt sich in den Pflegemarkt. Mit 50 Mio. Euro aus dem neu aufgelegten "Personal Care Fund" wird nach einem ersten Heim in Berlin vorrangig in Bestandsobjekte im Süden Deutschlands investiert. Gespräche mit interessierten Betreibern laufen.

13. OKTOBER 2008

Das amerikanische Biotechnologieunternehmen Imclone Systems Inc. hat ein Kaufangebot des Pharmakonzerns Eli Lilly & Co. für rund 6,5 Mrd. Dollar angenommen. Konkurrent Bristol-Myers Squibb, der bereits 17 Prozent der Imclone-Anteile hält, wurde damit ausgestochen. Der Konzern hatte im vergangenen Monat zunächst 60 Dollar je Aktie für den Rest des Unternehmens geboten. Imclone vertreibt das Krebsmittel Erbitux bisher gemeinsam mit Bristol-Myers in den Vereinigten Staaten. Imclone kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 1,3 Mrd. Dollar mit Erbitux. Eli Lilly verspricht sich von der Übernahme nun eine Stärkung der Angebote im Bereich Krebsmedizin und Biotechnologie.

13. OKTOBER 2008

Der Chef der Parfümerie-Kette Douglas Henning Krekef denkt laut über einen Einstieg ins Apothekengeschäft "mit einem geeigneten Partner" nach. Als Mindestvoraussetzung für ein solches Projekt müsse der Markt jedoch liberalisiert werden, damit "flächendeckend filialisiert werden kann. Eine Apotheke in Douglas-Besitz müsse, so Krekef, etwas größer als normale Apotheken sein, mit mehr Beratung und vielen Zusatz-Dienstleistungen rund um das Thema Gesundheit und Wellness.

07. OKTOBER 2008

Dertour hat zum 1. Oktober 75,1 Prozent der Dr. Holiday AG erworben. Das Unternehmen bietet Präventionsreisen für die meisten großen Krankenkassen an, wie "TK-Aktivwochen", "Weg & Relax-Programm" der Taunus-BKK etc. In der Regel erstatten die Kassen etwa 160 Euro je Teilnehmer. Die Dr. Holiday AG ist Marktführer für Gesundheitsreisen mit Krankenkassenzuschuss und Reisen mit "GesundheitsExtra". Laut Dertour Geschäftsführer Frese ist der Gesundheitstourismus der Reisemarkt mit dem höchsten Wachstumspotenzial. Strategisches Ziel von Dertour ist die Marktführerschaft im Gesundheitsreisebereich und damit mittelfristig die Erschließung neuer Märkte und der Aufbau neuer Produktangebote.

26. SEPTEMBER 2008

Die Sodexo-Gruppe, weltweit größter Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung und Dienstleistungen für Industrieunternehmen und Behörden, wird neuer Mehrheitsgesellschafter der Zehnacker-Gruppe. Für das aus Frankreich stammende Unternehmen ist die Beteiligung an der Zehnacker-Gruppe, einem Familienunternehmen mit 75-jähriger Tradition, eine sinnvolle Ergänzung seiner Leistungspalette in Deutschland. Die Aussage des Kartellamtes wird noch erwartet. Das bisherige Management Board der Zehnacker-Gruppe wird dem Unternehmen auch weiterhin zur Verfügung stehen und den Ausbau der Angebotspalette auch für zusätzliche Kundengruppen national und international unterstützen. Zehnacker beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter und erzielte mit über 700 Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Polen einen Konzernumsatz von ca. 250 Mio. Euro.

24. SEPTEMBER 2008

Siemens erhält einen der größten Aufträge für Medizin-Geräte. Das Klinikum Catholic Medical Center in Seoul, Korea, hat bei Siemens Healthcare insgesamt 70 medizinische Geräte bestellt. Der Auftrag hat einen Wert von rund 28 Mio. Euro und ist einer der größten seiner Art in der Medizin-Branche weltweit. Siemens wird in den acht Krankenhäusern des Catholic Medical Center die Abteilungen für Radiologie, Nuklearmedizin, Onkologie, Kardiologie und Notfallmedizin ausrüsten. Zusätzlich hat das Klinikum mit Siemens einen Service-Vertrag für Wartung, Pflege und ständige Überwachung der Geräte geschlossen. nach seiner Fertigstellung 2009 soll das Seoul St. Mary's Hospital das größte Krankenhaus Koreas sein.

16. SEPTEMBER 2008

Die Bayer HealthCare AG erwirbt die deutsche DIREVO Biotech AG aus Köln. Mit der Akquisition des auf Protein-Engineering spezialisierten Biotech-Unternehmens verstärkt Bayer die Biologika-Forschungskompetenz in seiner pharmazeutischen Division Bayer Schering Pharma. Der Geschäftsbereich "Industrielle Biotechnologie" der DIREVO Biotech ist dabei nicht Gegenstand des Kaufvertrags. Die Transaktion hat ein Volumen von 210 Mio. Euro und soll Ende September 2008 abgeschlossen sein.

05. SEPTEMBER 2008

Der Luxemburger Sireo Immobilienfonds No. 5 SICAV-FIS, ein von der Corpus Sireo Investment Management S.a.r.l. gemanagter Pflegeheimfonds, hat sieben noch zu errichtende Pflegeheime des Pflegeheimbetreibers Residenz-Gruppe Bremen, erworben. Die Objekte werden von der 1988 gegründeten Bremer Gruppe realisiert und langfristig von ihr zurückgemietet. Die Standorte liegen überwiegend in Nordrhein-Westfalen. Beide Unternehmen streben weitere Kooperationen an. Mit der Residenz-Gruppe und einem weiteren Heim erhöht der Spezialfonds sein verwaltetes Vermögen auf mehr als 350 Mio. Euro. Mit weiteren Zukäufen will der Corpus Sireo Pflegeheimfonds seine Marktführung als größter Spezialfondsanbieter ausbauen, das Fondszielvolumen liegt bei 750 Millionen Euro.

05. SEPTEMBER 2008

Die Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann, die mit dem Verkauf des Generikaherstellers an den Schweizer Pharmakonzern Novartis Chart zeigen 2005 über 5,6 Milliarden Euro erzielt haben, wollen insgesamt 500 Millionen Euro in die deutsche Biotechindustrie investieren. Laut den beiden Investoren sei dies eine der Schlüsseltechnologien der nächsten Jahre und der schlechte Ruf, den die Unternehmen zum Teil haben,hilft, da sie zurzeit meist unterbewertet sind. Bisher sind die Zwillingsbrüder an 10 BioTech-Firmen beteiligt, die vor allem in der Krebsforschung aktiv sind.

29. AUGUST 2008

Die Euro Ejendomme AG, der deutsch-dänische Investor in Gewerbeimmobilien, hat seine Investments bei Pflege- und Sozialimmobilien mit dem Kauf eines Pflegeheims in Wertheim, Baden-Württemberg, ausgebaut. Der Kaufpreis für das Pflegeheim mit 107 Zimmern beträgt gut 9 Mio. Euro. Betreiber des Senioren-Zentrums ist "Haus Edelberg", mit bereits 13 Häusern in Baden-Württemberg und zwei in Rheinland-Pfalz. Die Euro Ejendomme AG ist die deutsche Tochter der dänischen Euro Ejendomme A/S. Die erworbenen Gewerbeobjekte werden neben dem Verbleib im eigenen Portfolio auch als geschlossene Fonds oder im Zuge von Private Placements dänischen Anlegern angeboten. Seit 2003 wurde in Deutschland ein Portfolio von Gewerbeobjekten im Wert von rund 700 Mio. Euro erworben. Für 2008 ist ein weiteres deutliches Wachstum mit Investments in Höhe von gut 200 Mio. Euro geplant.

29. AUGUST 2008

Nach der Drogeriekette dm steigt nun auch Schlecker in das Pick-up-Geschäft mit Arzneimitteln ein. So können in teilnehmenden Filialen von Schlecker, Ihr Platz und drospa Vorbestellungen der Versandapotheke Vitalsana abgeholt werden. Zusammen verfügen die drei Ketten, die wie Vitalsana zur Firmengruppe Anton Schlecker gehören, über ein Netz von mehr als 11.000 Filialen.

22. AUGUST 2008

Die HGA Capital, eine Tochter der HSH Real Estate, und Colonia Fonds Management GmbH starten den Vertrieb für den geschlossenen Pflegeimmobilienfonds HGA/Colonia Care Concept I. Der Fonds investiert in ein Portfolio aus sechs Pflegeheimen, verteilt auf vier Standorte in Deutschland. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 75 Millionen Euro, davon 36 Millionen Euro Eigenkapital. Die prognostizierte Ausschüttung beginnt mit 6 Prozent p.a. mit einer Steigerung auf 7 Prozent p.a. ab 2021. Anleger können sich ab einem Betrag von 10.000 Euro zuzüglich 5 Prozent Agio an dem Fonds beteiligen.

22. AUGUST 2008

Die B. Braun Melsungen AG entwickelt und produziert künftig in einer neuen Fertigungsstätte mit angeschlossenem Forschungslabor innovative Ernährungslösungen für den Weltmarkt. Dabei werden auch 80 neue Mitarbeiter-Stellen geschaffen. Die neuen Einrichtungen haben ein Investitionsvolumen von rund 190 Mio. Euro. Der Sektor "LIFE Nutrition" soll damit die Position als Anbieter von innovativen Ernährungslösungen weiter stärken. Die hohen Investitionen am Standort Deutschland tragen wohl auch dazu bei, in Zukunft auf dem sich schnell wandelnden Weltmarkt bestehen zu können.

22. AUGUST 2008

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, wurde im Jahr 2006 etwa die Hälfte der Gesamtkosten im Gesundheitsbereich für Erkrankungen älterer Menschen ab 65 Jahren ausgegeben. Die Gesundheitsausgaben für Senioren betrugen damit 110 Mrd. Euro. Der Anstieg war um 1/8 höher als in der Gesamtbevölkerung.

14. AUGUST 2008

Die Malysse Sterima Gruppe und Vanguard wollen mit einer Kooperation größter Full-Service-Dienstleister im Gesundheitssektor in den Beneluxstaaten - vor allem mit den Schwerpunkten Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen - werden. Die neue Gruppe bietet Produkte und Dienstleistungen und Konzepte für Wäschereileistungen, Sterilisations- und Logistiklösungen an. Die Gruppe ist nun auch in der Lage, Hightech-Dienstleistungen wie die Aufbereitung von medizinischen Instrumenten und Prozess-Management anzubieten.

14. AUGUST 2008

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens erwirbt die ATOS Praxisklinik Heidelberg die Münchner ALPHA-Klinik. Ab sofort übernimmt die ATOS Praxisklinik den kompletten Klinikbetrieb mitsamt der bestehenden Arbeitsverhältnisse. Schwerpunkt der in diesem Zuge neu gegründeten ATOS Privatklinik bleibt die Spezialisierung auf die Orthopädie, allerdings werden neben Knie, Wirbelsäule und Schulter künftig auch Operationen im Bereich Hüfte, Sprunggelenk und Fuß durchgeführt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Behandlung von Früharthrosen und dem Einsatz minimal-invasiver Techniken. Geplant ist, die Bettenzahl von derzeit 18 auf künftig 48 Betten zu erhöhen. Die Klinikleitung übernehmen Viktor Wohlmannstetter und Professor Peter Habermeyer.

14. AUGUST 2008

Die NEXUS AG hat 100 Prozent der Anteile der MEDOS AG zum 1. August erworben. Mit diesem Schritt erweitert NEXUS die Kunden-Basis für die Bereiche Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin und führt ihre Expansionsstrategie in diesem Marktsegment fort. Der vorhandene NEXUS-Standort Frankfurt wird weiter ausgebaut und gewinnt an Bedeutung. Zukünftig wird das Unternehmen unter dem Namen NEXUS/MEDOS am Markt als Anbieter für hochmoderne radiologische Lösungen auftreten. Damit fügt es sich nahtlos in den Unternehmensbereich Diagnostische Informationssysteme ein.

08. AUGUST 2008

Nach eigenen Angaben plant der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum AG weitere Übernahmen. Die Gesellschaft konnte im ersten Halbjahr 2008 bei Umsatz und Ergebnis zulegen und hat ihre Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Rhön-Klinikum AG hat sich auf die Übernahme und Sanierung von öffentlichen Kliniken spezialisiert und zählt neben Asklepios und Helios zu den drei großen Krankenhausbetreibern in Deutschland. Derzeit arbeiten in den 46 Konzernkliniken 32.385 Menschen.

08. AUGUST 2008

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis plant die Übernahme des US-amerikanischen Impfstoffherstellers Acambis für rund 363 Mio. Euro. Mit dem Deal kann Sanofi-Aventis seine führende Position im Impfstoffmarkt weiter ausbauen. Acambis' Hauptprodukt, der Pockenimpfstoff ACAM2000, ist Hauptbestandteil des US-Vorrats gegen Pocken. Die Impfsparte Sanofi Pasteur hat Unternehmensangaben zufolge im letzten Jahr mehr als 1,6 Mrd. Dosen Impfstoffe verkauft und einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro generiert. Dies seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

01. AUGUST 2008

Die HSH Real Estate AG und das börsennotierte australische Investmentunternehmen Mariner Financial Limited haben ein Joint Venture gegründet. Ziel ist, Portfolios mit deutschen Pflege- und Gesundheitsimmobilien zu erwerben und zu managen. Mariner wird hierbei in Australien eine Fondsstruktur etablieren, um Fondsanteile bei australischen institutionellen Investoren zu platzieren sowie das Management der Fonds übernehmen und als Treuhänder fungieren. Die HSH Real Estate wird die Fonds über eine eigens hierfür gegründete 100-prozentige Tochtergesellschaft beim Ankauf der Immobilien beraten und zudem Dienstleistungen in den Bereichen Asset Management und Property Management erbringen. Für Investitionen in deutsche Pflegeheime wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 500 Mio. Euro angestrebt.

01. AUGUST 2008

Bristol-Myers Squibb will seine BioTech-Beteiligung Imclone vollständig übernehmen. Der US-Arzneimittelkonzern bietet 4,5 Mrd. US-Dollar für die restlichen 83 Prozent der Anteile. Ähnlich war der Diagnostikkonzern Roche vor eineinhalb Wochen vorgegangen, der seine Tochter Genentech ebenfalls komplett schlucken möchte. Imclone und Genentech sind direkte Konkurrenten im Geschäft mit den Krebsmitteln Erbitux und Avastin. Imclones Erbitux ist ein Schlüsselprodukt für den Darmstädter Merck-Konzern, der die Lizenzen dafür 1998 eingekauft hatte und das Mittel seit der Markteinführung vor wenigen Jahren exklusiv außerhalb Nordamerikas vertreibt. Bristol-Myers bietet 60 Dollar je Imclone-Aktie. Bristol-Myers hält bisher gut ein Sechstel der Anteile.

22. JULI 2008

Der IMMAC Pflegezentren Niedersachsen Renditefonds GmbH & Co. KG, der vom Hamburger Fonds-Initiator IMMAC angeboten wird, investiert knapp 22,7 Mio. Euro in zwei Pflegeheime im niedersächsischen Peine, davon gut 10 Mio. Euro Eigenkapital. Beide Heime zusammen verfügen über 200 Betten in Einzel- und Doppelzimmern. Eines der beiden Objekte bietet zusätzlich 22 Appartements für Betreutes Wohnen. Die Einrichtungen sind auf 25 Jahre fest an den Betreiber, die "ARTEMED Seniorenzentren" verpachtet. IMMAC-Fonds schütten monatlich aus, von 6 Prozent p.a. in den Anfangsjahren steigend auf 11,5 Prozent p.a. in den letzten Jahren. Die Mindestbeteiligungssumme beträgt 20.000 Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen von IMMAC hat mit dieser Beteiligung die Grenze von 360 Mio. Euro überschritten.

21. JULI 2008

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will seine amerikanische Tochtergesellschaft Genentech für rund 28 Mrd. Euro vollständig übernehmen. Der Konzern erwarte Synergien von 750 bis 850 Mio. US-Dollar pro Jahr. Roche hält seit 1990 eine Mehrheitsbeteiligung von derzeit 55,9 an dem US-Biotechnologieunternehmen. South San Francisco bleibe Standort des unabhängigen Genentech-Forschungszentrums innerhalb der Roche-Gruppe, das sich weiterhin auf die Entwicklung neuer Arzneistoffe konzentrieren soll. Genentech hat unter anderem den in dem Roche-Medikament Avastin enthaltenen Wirkstoff Bevacizumab entwickelt.

18. JULI 2008

Der weltgrößte Generikahersteller Teva will den amerikanischen Konkurrenten Barr Pharmaceuticals für 7,46 Mrd. Dollar übernehmen; dabei sollen auch Schulden in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar übernommen werden. Durch die Übernahme der weltweiten Nummer 4 baut Teva die eigene Führungsposition weiter aus. Im Sommer 2005 war der Konzern in Folge der Hexal-Übernahme kurzfristig durch die Novartis-Tochter Sandoz von der Spitze verdrängt worden. Doch mit dem kurz darauf folgenden Kauf des US-Rivalen Ivax für 7,4 Mrd. Dollar eroberte Teva seine ursprüngliche Position zurück. Bis 2012 will Teva seinen Umsatz auf 20 Mrd. Dollar verdoppeln. Barr setzte 2007 etwa 2,5 Mrd. Dollar um, Teva 9,4 Milliarden Dollar. Der neue Konzern wird nun weltweit rund 37.000 Mitarbeiter beschäftigen und in mehr als 60 Ländern vertreten sein.

18. JULI 2008

Der Gesundheitskonzern Fresenius ist weiter auf Akquisitionstour und verstärkt sein zweitgrößtes Standbein Kabi durch die Übernahme der amerikanischen APP Pharmaceuticals. Der Barkaufpreis für alle ausstehenden Aktien von APP Pharmaceuticals einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt rund 2,4 Mrd. Euro. Durch die geplante Übernahme von APP steigt Fresenius Kabi in den US-Pharmamarkt ein und übernimmt eine führende Rolle im weltweiten Geschäft mit intravenös verabreichten patentfreien Medikamenten. Der Abschluss der Akquisition wird Ende 2008 oder Anfang 2009 erwartet.

18. JULI 2008

Die Apothekergenossenschaft Noweda übernimmt den Familienbetrieb W. Kapferer KG mit Sitz im baden-württembergischen Mosbach. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Die beiden Brüder Claus und Wolfgang Kapferer, die das 1884 gegründete Unternehmen in der vierten Generation leiten, bleiben als Geschäftsführer im Unternehmen. Kapferer beschäftigt 380 Mitarbeiter und beliefert rund 1.700 Apotheken. Noweda, im Eigentum von über 6.500 Apothekerinnen und Apothekern und insgesamt zehn Niederlassungen, hofft, ihren Umsatz nach der Übernahme von 2,5 auf mehr als 3 Mrd. Euro zu steigern. Damit dürfte die Noweda die Münchener Genossenschaft Sanacorp überrunden, deren Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr bei 2,73 Mrd. Euro lag und die 15 Niederlassungen betreibt.

18. JULI 2008

Die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) übernimmt nach eigenen Angaben 92% der Aktien des pharmazeutischen Großhändlers JSC Armila in Litauen. Das bestehende Management werde auch weiterhin das litauische Unternehmen führen. Die in Vilnius ansässige Armila ist mit 13% Marktanteil und knapp 62 Mio. Euro Umsatz einer der größten pharmazeutischen Großhändler in Litauen. Mit 105 Mitarbeitern beliefere Armila rund 1.500 Kunden, vorwiegend Apotheken und Kliniken. 2006 hat Armilla ein Apothekenkooperationssystem gegründet, das zurzeit 70 Apotheken zählt. Die ANZAG gehört mit rund 2.500 Mitarbeitern, 158 Auszubildenden, zwei Auslandsbeteiligungen sowie einem Umsatz von 3,7 Mrd. Euro in 2007 zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern.

16. JULI 2008

Die DAIICHI SANKYO DEUTSCHLAND GmbH plant, ab Anfang August den größten Teil des Primary Care Außendienstes für niedergelassene Ärzte in Deutschland von der Merck Pharma GmbH zu übernehmen und diese in die bestehende Vertriebsstruktur zu integrieren. Für DAIICHI SANKYO ist die Vereinbarung mit Merck die vierte große Transaktion innerhalb eines Jahres: Im Juli 2007 wurde bereits der zentrale europäische Produktionsstandort im bayerischen Pfaffenhofen für 25 Mio. Euro erweitert. Im Februar wurde die Kooperation mit dem Biotech-Unternehmen Morphosys verlängert und im Mai erwarb DAIICHI SANKYO in einer viel beachteten Transaktion das Biotech-Unternehmen U3 Pharma. Hinzu kommt das Übernahmeangebot für Ranbaxy, dem größten indischen Pharmahersteller. Der Konzern will bis 2015 auch in Europa zu den führenden Pharmaunternehmen gehören.

10. JULI 2008

Die Axel-Springer-Tochter GoFeminin.de kauft das Onvista-Media-Gesundheitsportal Onmeda für 5,4 Mio. Euro. Onmeda ist mit 9,1 Mio. Seitenabrufen pro Monat und knapp 1,6 Mio. Website-Besuchern sowie rund 740.000 einzelnen Nutzern pro Monat das führende Gesundheitsportal in Deutschland. Die Internetseite bietet detaillierte und wissenschaftlich fundierte Informationen. Die Axel Springer AG ist mit 74 Prozent an AuFeminin.com beteiligt.

10. JULI 2008

Boehringer Ingelheim übernimmt die US-Biotech-Firma Actimis Pharmaceuticals mit Sitz in San Diego (Kalifornien) für 515 Mio. US-Dollar. Der Wirkstoffkandidat von Actimis bietet eine innovative Ergänzung zu Boehringer Ingelheims Entwicklungskandidaten-Portfolio für die zukünftige Behandlung von Atemwegserkrankungen. Das biopharmazeutische Privatunternehmen Actimis wurde im November 2004 als Spin-Off der Bayer Healthcare AG gegründet und konzentriert sich ausschließlich auf die Erforschung und Entwicklung kleinmolekularer Therapeutika für schwere Atemwegserkrankungen, entzündliche Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen. Zu den Investoren gehören Sanderling Ventures und Mitsui & Co. Venture Partners.

10. JULI 2008

Merrill Lynch Global Private Equity übernimmt gemeinsam mit dem BioTech-Milliardär Ernesto Bertarelli den Budapester Gesundheitsdienstleister Euromedic für 800 Mio. Euro und gibt damit den Einstieg in den Gesundheitsmarkt bekannt. Dieser Deal ist der erste seiner Art für Bertarelli's Ares Life Sciences Fonds. Euromedic, mit insgesamt 4.000 Mitarbeitern und 153 eigenen Gesundheitszentren in 14 Ländern, ist Hersteller und Betreiber von Dialysegeräten und diagnostischen Bildgebungsverfahren für Hirn-, Brust- und Körper-Scans. Für 2008 erwartet Euromedic einen Anstieg der Jahreserlöse von 140 Mio. Euro (2007) auf 284 Mio. Euro. Das Private Equity Unternehmen Warburg Pincus, welches Euromedic vor drei Jahren gemeinsam mit GE Healthcare erwarb, wird eine geschätzte Jahresrendite von etwa 60 % aus diesem Deal ziehen.

10. JULI 2008

Durch die Übernahme des Systemhauses All for One durch den führenden europäischen eHealth-Anbieter CompuGroup sieht sich der neue Verbund als Marktführer bei Software-Lösungen für den Reha-Bereich und die sozialen Einrichtungen. Mit dem Erwerb von 90% der Geschäftsanteile der All for One-Systemhaus AG durch die CompuGROUP-Tochter systema Deutschland GmbH baut die Unternehmensgruppe ihre Position in diesem Segment signifikant aus und übernimmt mit einem guten Abstand zu anderen Anbietern die Marktführerschaft bei den Informationssystemen für Rehakliniken.

10. JULI 2008

Der US-Pharma- und Medizintechnik-Konzern Johnson & Johnson hat den schwedischen Diagnostikahersteller Amic übernommen. Der Konzern erwarte als Ergebnis des Zukaufs eine einmalige Aufwendung von circa 40 Mio. US-Dollar nach Steuern während des zweiten Quartals. Einen Kaufpreis nannte der Konzern nicht.

01. JULI 2008

Die Marseille-Kliniken AG hat zum Preis von 33,5 Mio. Euro ein Paket von sechs Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 567 Betten an Investoren abgegeben, bleibt aber Betreiber der Häuser. Zum Investoren-Konsortium gehören die IMMAC Holding AG, Hamburg, sowie RP&C International / Public Service Properties Investments Ltd., London. Das Immobilienportfolio der Marseille-Kliniken AG verteilt sich auf etwa 20 Prozent eigene und 80 Prozent verpachtete Einrichtungen. Mit der Transaktion sollen langfristig bilanzierte Finanzschulden weiter abgebaut werden. Das Unternehmen erwartet 2007 / 2008 einen Jahresumsatz von 233,5 Mio. Euro, ein EBIT von 24 Mio. Euro und ein Ergebnis nach Steuern von 18 Mio. Euro.

01. JULI 2008

Statt Ärzten in Einzelpraxen finden Patienten in Deutschland immer öfter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) vor. Nach Aussagen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stieg die Zahl der MVZ von 950 (Ende 2007) auf nun bundesweit 1023. In den MVZ arbeiten über 4400 Ärzte. Rund 58 Prozent befinden sich in der Trägerschaft niedergelassener Ärzte. Die meisten MVZ finden sich in Bayern und in Berlin.

25. JUNI 2008

Der zweitgrößte Pharmakonzern Deutschlands, Boehringer Ingelheim, will Medienberichten zufolge die amerikanische Biotechfirma Actimis Pharmaceuticals kaufen. Beide Unternehmen wollen die Transaktion über bis zu 515 Mio. Dollar bekannt geben. Für Boehringer wird dies die erste Biotech-Übernahme der 123-jährigen Firmengeschichte. Der Kontrakt sei dabei an Fortschritte bei der Entwicklung eines Atemwegpräparats von Actimis gekoppelt. Es dürfte jedoch noch weitere sechs bis acht Jahre dauern, bis der Wirkstoff auf den Markt kommt. Mit der Übernahme soll der Nachschub bei den Atemwegsmitteln ausgebaut werden. Das wichtigste Medikament, das Atemwegsmittel Spiriva, erreichte 2007 einen Umsatz von knapp 1,8 Mrd. Euro.

25. JUNI 2008

Die parmapharm, mit derzeit rund 700 Mitgliedsapotheken und einem Gesamtjahresumsatz von ungefähr 1,5 Mrd. Euro in 2007 die größte Kooperation unabhängiger Individualapotheken in Deutschland, weitet ihr erfolgreiches Eigenmarken-Sortiment auf den Bereich der rezeptfreien, apothekenpflichtigen Medikamente aus. Ab sofort sind vier "Gesund ist bunt"-Produkte in zunächst 200 Gesund-ist-bunt-Apotheken erhältlich. Die parmapharm plant, bis Ende des Jahres noch weitere Wirkstoffe unter der GIB-Eigenmarke auf den Markt zu bringen und die Zahl der teilnehmenden Apotheken weiter zu steigern.

17. JUNI 2008

Das Bedarfspotenzial für neue Pflegeheime wird auch vor dem Hintergrund der Pflegereform weiter deutlich zunehmen. Dies bestätigt die aktuell veröffentlichte Marktstudie "Pflegeheime - Spezialimmobilien der Zukunft" der hsp consult GmbH. Die Studie geht davon aus, dass allein bis zum Jahr 2020 jährlich ca. 16.640 zusätzliche Pflegeplätze in Deutschland benötigt werden. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen sei bereits jetzt ein deutlicher Bedarf an zusätzlichen Pflegeplätzen zu konstatieren. Die Trägerschaft von Pflegeheimen wird vermehrt von privaten Betreibern übernommen. Allein zwischen 2003 und 2005 sei der Anteil privater Betreiber um mehr als 10 Prozent auf ca. 40 Prozent gestiegen. Der Anteil öffentlicher Träger liegt hingegen nur noch bei etwa 7 Prozent. Gleichzeitig ging auch die öffentliche Förderung für den Neubau von Pflegeheimen deutlich zurück.

17. JUNI 2008

Der Generikakonzern Stada sieht sich in Deutschland weiter auf Wachstumskurs und nimmt Zukäufe vor allem in Osteuropa ins Visier. In dieser Region erzielte der Hersteller von Generika im vergangenen Jahr mehr als 20 Prozent seines Umsatzes. Mit einer Eigenkapitalquote von 37 Prozent könne das Unternehmen Zukäufe von einigen 100 Millionen Euro ohne jede Kapitalmaßnahme durchführen, so Vorstandschef Retzlaff. Auch ein Schritt in die pharmazeutische Wirkstoffproduktion beziehungsweise Beschaffung ist nicht ausgeschlossen. Im Bereich Produktion und Entwicklung will Stada verstärkt eigene Kompetenzen aufbauen, z.B. soll an die Stelle des Outsourcings an Lohnhersteller in den kommenden Jahren die Eigenproduktion insbesondere an Standorten in Niedrigkostenländern treten.

09. JUNI 2008

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat den Kauf des Geschäfts mit verschreibungsfreien Arzneimitteln von der US-amerikanischen Sagmel Inc. abgeschlossen. Nun ist das OTC-Geschäft von Sagmel Bestandteil von Bayer Health Care in Russland, in der Ukraine, Kasachstan, in den baltischen sowie in mehreren kaukasischen und zentralasiatischen Ländern. Das Produkt-Portfolio von Sagmel setzte im Jahr 2007 rund 80 Mio. Euro um. Gemeinsam mit den Bayer-Marken wie Aspirin und Alka-Seltzer, dem Magenmittel Rennie und verschiedenen Vitaminpräparaten wollen die Leverkusener nun ihre Marktposition in den GUS-Staaten weiter ausbauen.

09. JUNI 2008

Der TÜV Süd will in die europäische Pharmaforschung einsteigen. Dazu plant der Prüfkonzern den Kauf der Brüsseler Institutsgruppe Msource. Die Firma wurde 1994 von zwei Ärzten gegründet und ist nach mehreren Übernahmen inzwischen eines der größten unabhängigen Auftragsinstitute für die Pharmaforschung in Europa und hat nach Branchenschätzungen rund 200 Beschäftigte. Beim Bundeskartellamts ist bereits die Prüfung einer Fusion angemeldet. Für den TÜV Süd - mit knapp 1,3 Mrd. Euro Umsatz - bedeutet der Msource-Kauf ein Ausbau des Geschäfts im Gesundheitssektor. Der TÜV Süd prüft und zertifiziert bereits Medizintechnikprodukte. Zudem werden Krankenhäuser, Pflegeheime oder Laser- Augenoperationen mit einem Prüfsiegel versehen. Die Pharmaforschung ist bislang noch kein Tätigkeitsbereich der TÜV-Konzerne.

09. JUNI 2008

Das Handelsunternehmen Manufactum steigt in den Apothekenmarkt ein. Am 29. Mai 2008 hat in der neuen Kölner Niederlassung der Otto-Tochter die erste "Manufactum-Apotheke" eröffnet. Das Freiwahl-Sortiment besteht zu zwei Dritteln aus Produkten der Manufactum-Marke "Gutes aus Klöstern". Sollte sich das Konzept in Köln bewähren, könnten künftig Apotheken in weiteren Niederlassungen etabliert werden. Laut einem Mitarbeiter könnten auch außerhalb der Warenhäuser künftig Manufactum-Apotheken unabhängig betrieben werden. Neben seinem Stammsitz im nordrhein-westfälischen Waltrop betreibt das Unternehmen Warenhäuser in München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf und Köln. Das breite Sortiment umfasst u.a. Lebensmittel, Möbel, Textilien, Bücher, Kosmetik und Spielzeug. Seit 1998 ist die Otto-Gruppe über eine Tochter an Manufactum beteiligt.

02. JUNI 2008

Der New Yorker Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (BMS) kauft für 190 Mio. US-Dollar das kalifornische Unternehmen Kosan Biosciences. Damit stärkt BMS vor allem seine Zytostatiksparte. Kosan hat verschiedene Produkte in der Pipeline, unter anderem aus der Gruppe der Hitzeschockprotein-Inhibitoren und der Epothilone. Seit vergangenem Oktober hat BMS ein Produkt aus der Gruppe der Epothilone zur Behandlung des metastasierenden Brustkrebses auf dem US-Markt. Der enthaltene Wirkstoff ist von Epothilon B abgeleitet, einem Naturstoff, den Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig entdeckt und erforscht hatten.

02. JUNI 2008

Der Internet-Konzern will Patienten anbieten, ihre Krankenakte im Internet abzulegen. Für gesundheitliche Probleme haben die Nutzer von Suchmaschinen schon seit vielen Jahren im Internet nach Lösungen geforscht. Marktführer Google blieb dies nicht verborgen, der nun das seit langem erwartete Gesundheitsportal "Health" für Nutzer aus den USA freigegeben hat. "Health" ist allerdings - ebenso wie eine Reihe von Konkurrenzangeboten - nicht bloß ein Informationsangebot, auch wenn es diese dort in Hülle und Fülle gibt. Das anmeldepflichtige, aber kostenlose Angebot erfüllt darüber hinaus auch die Funktion der elektronischen Krankenakte und kann den Nutzer als eine Art elektronischer Pillendose daran erinnern, seine Medikamente einzunehmen oder Diätvorschriften einzuhalten. Zum Start präsentierte der Internet- Konzern eine Reihe von Partnern, darunter beispielsweise die Cleveland Clinic.

26. MAI 2008

Daiichi Sankyo, mit einem Jahresumsatz von etwa 5,5 Mrd. Euro (2007) Japans zweitgrößter Pharmakonzern, will eigenen Angaben zufolge für 150 Mio. Euro das deutsche Biotechnologie-Unternehmen U3 Pharma AG aus Martinried bei München komplett übernehmen. Die Akquisition bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden. U3 Pharma AG wurde 2001 von Professor Dr. Axel Ullrich, dem Geschäftsführenden Leiter des Max-Planck Instituts für Biochemie, gegründet und beschäftigt derzeit 27 Mitarbeiter. Die Forschungen des deutschen Unternehmens konzentrieren sich auf die Entwicklung von humanen monoklonalen Antikörpern zur Behandlung von Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs. Ein Wirkstoff zur Unterdrückung der Signalübertragung der Tumorzellen und des Tumorwachstums soll noch in diesem Jahr in die klinische Entwicklung gehen. Der Erwerb von U3 Pharma wäre eine ideale strategische Ergänzung für das Onkologie-Portfolio von Daiichi Sankyo.

26. MAI 2008

 Bis zum Jahr 2020 könnten im deutschen Gesundheitssektor rund eine Million neue Jobs entstehen. Dagegen werde die Automobilbranche in Deutschland zwar eine Schlüsselindustrie bleiben, ihre Rolle als Jobmotor im Inland aber verlieren. Dies ergab eine neue Studie der Unternehmensberatung McKinsey "Deutschland 2020". Demnach könnte das Gesundheitswesen einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte hierzulande werden. Dazu wären allerdings Reformen mit einer stärkeren finanziellen Eigenbeteiligung der Patienten notwendig. Empfohlen wird auch ein weitgehender Rückzug der öffentlichen Hand aus der Gesundheitsversorgung. Solche Reformen vorausgesetzt könnte die Branche überdurchschnittlich um 3,3 Prozent pro Jahr wachsen. Die Bürger, so die Studie, sollen bei der Finanzierung ihrer Gesundheit stärker als bislang in die Pflicht genommen werden.

19. MAI 2008

Der weltweit größte Hersteller von Nachahmermedikamenten, das israelische Unternehmen Teva, will in den nächsten fünf Jahren in Europa seinen Umsatz von derzeit knapp 2,3 Mrd. Dollar auf dann rund 5,7 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln. Neben Sandoz und Ratiopharm gehört Teva zu den führenden Anbietern in Europa. Die Strategie des Unternehmens ist ehrgeizig: Die geplanten jährlichen Wachstumsraten von etwa 20 Prozent liegen weit über den von Marktforschern erwarteten Zuwachsraten für den europäischen Generikamarkt. Dieser soll jährlich um durchschnittlich sieben Prozent wachsen.

19. MAI 2008

Der US-Pharmakonzern Pfizer sondiert Branchenkreisen zufolge eine Übernahme des deutschen Biotech-Unternehmens MediGene. Die MediGene-Aktie reagierte daraufhin mit einem Kurssprung von 12% auf 6,23 Euro. Es heißt, Pfizer habe bereits Gespräche mit dem MediGene-Management geführt. Das Interesse richte sich dabei auf das Unternehmen als Ganzes. MediGene wird nach dem Kursanstieg mit 211 Mill. Euro bewertet. In der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte MediGene mit Endotag kürzlich einen wichtigen Fortschritt erzielt. Für Endotag werden Umsätze von bis zu 1 Mrd. Euro erwartet. MediGene ist zudem die einzige deutsche Biotechfirma, die zwei Medikamente auf dem Markt hat: das Prostatakrebsmittel Eligard und die Geni-talwarzensalbe Verigen, mit denen erste Umsätze in den USA erzielt werden.

12. MAI 2008

Die Hamburger Wölbern Invest AG hat mit dem "Deutschland 02 Health Care" einen Fonds aufgelegt, der in Pflegeimmobilien investiert. Fondsobjekte sind sechs Pflegeheime mit über 600 vollstationären Pflegeplätzen in Einzel- und Doppelzimmern. Die Mietvertragsdauer liegt zwischen 20 und 25 Jahren. Anleger können sich ab 10.000 Euro plus 5 Prozent Agio an dem geschlossenen Immobilienfonds mit einem Investitionsvolumen von 59,5 Mio. Euro beteiligen. Die geplante Laufzeit beläuft sich auf 11 Jahre. Den Kommanditisten wird ein prognostizierter jährlicher Überschuss zwischen 5,21 und 5,58 Prozent nach Steuern in Aussicht gestellt. Voraussichtlich im Mai 2008 soll das Beteiligungsangebot in den Vertrieb gehen.

12. MAI 2008

Der SIREO Immobilienfonds "No. 5 SICAV-Health Care" sucht weiter nach Anlagemöglichkeiten für 300 Mio. Euro im deutschen Seniorenimmobilienmarkt, nachdem im vergangenen Jahr nur fünf passende Objekte zum Preis von 50-60 Mio. Euro erworben werden konnten.

05. MAI 2008

Die Fondsgesellschaft IMMAC bietet seit dem 30. April 2008 einen geschlossenen Immobilienfonds an zwei bestehenden Pflegeheimen in Rheinbrohl (Rheinland-Pfalz) und Kehl (Baden-Württemberg) zur Beteiligung an. Der Immobilienfonds erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Die Betriebsgesellschaft und Pächterin der Einrichtung in Rheinbrohl ist die Alloheim Senioren-Residenzen AG mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen wurde 1976 gegründet und firmiert seit Juni 1995 als Aktiengesellschaft mit einem gezeichneten Kapital von 1,5 Mio. Euro. Seit März 2008 hat die Private Equity Managementgesellschaft STAR Capital Partners Limited mit Sitz in London die Gesellschaftsanteile der Alloheim Senioren-Residenzen AG übernommen, deren Investitionsschwerpunkt auch der Health Care Bereich ist. Das Investitionsobjekt in Kehl betreibt die Seniorenresidenz Kinzigallee GmbH.

05. MAI 2008

Apotheken erhalten als Dienstleister von den Deutschen erneut Bestnoten. Das ermittelte das Institut für Demoskopie Allensbach in seinem aktuellen Dienstleistungsindex. Sechs Jahre nach der letzten Befragung setzten sich die Apotheken erneut an die Spitze aller Branchen und bauten die Zufriedenheitswerte noch einmal aus. In der Umfrage wurden mit Blick auf 21 Dienstleistungsbereiche 929 Deutsche ab 16 Jahren vom 5. bis 17. April 2008 nach guten und schlechten Services befragt. Den Spitzenwert des Jahres 2002 konnten die Apotheken übertreffen und landeten bei 82 positiven Prozentpunkten.

24. APRIL 2008

Der Medizin- und Pflegeprodukthersteller Paul Hartmann hat den Pharmahersteller Kneipp nun gänzlich übernommen. Pressemitteilungen zufolge hat Hartmann mit Wirkung zum 1. April die restlichen 20 Prozent der Anteile des in Würzburg sitzenden Unternehmens gekauft. Im Jahr 2001 hatte sich Hartmann bereits mit 80 Prozent an den Kneipp-Werken beteiligt und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,28 Mrd. Euro erzielt. Das operative Konzernergebnis lag bei 38,8 Millionen Euro. Die Firma Kneipp, die sich an die naturheilkundlichen Prinzipien des Namensgebers Sebastian Kneipp hält, stellt Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie Körperpflege- und Badeprodukte her.

24. APRIL 2008

Der Schweizer Pharmakonzern Roche übernimmt für rund 100 Mio. Euro die britische Biotechnologiefirma Piramed. Damit baut Roche seine Position in der Krebsbekämpfung weiter aus. Das 2003 gegründete Unternehmen Piramed erforscht und entwickelt neue Medikamente für die Behandlung von Krebserkrankungen sowie von Entzündungskrankheiten wie Arthritis. Die Genehmigung der Übernahme durch die Wettbewerbsbehörden steht noch aus.

24. APRIL 2008

Fresenius übernimmt über die Tochter Fresenius Kabi den indischen Arzneimittelhersteller Dabur Pharma und stärkt somit seine Position in der Krebstherapie bzw. bei intravenös verabreichten Medikamenten. Dabur mit Sitz in Neu-Delhi ist ein führender Hersteller von Generika und Krebsmedikamenten mit 960 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 41 Mio. Euro. Das Generikaunternehmen zählt weltweit zu den wenigen Herstellern, die über internationale Zulassungen für die gesamte Wertschöpfungskette zur Herstellung von Zytostatika verfügen. Dabur betreibt zwei Produktionsstätten in Indien und eine in Großbritannien. Fresenius zahlt für 73,3 Prozent der Aktien nach eigenen Angaben 139 Mio. Euro und gibt für weitere 20 Prozent ein öffentliches Übernahmeangebot ab. Die Übernahme soll im 3. Quartal abgeschlossen sein.

18. APRIL 2008

Nach einer neuen SPECTARIS-Studie (April 2008) besteht eine zunehmend erhöhte Zahlungsbereitschaft von Patienten für Service und Qualität. Etwa zwei drittel der Patienten und Behinderten seien bei einfachen medizinischen Hilfsmitteln bereit, 50 Prozent oder mehr auf ein Standardprodukt aufzuzahlen. Funktionalität und Service stellen die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Hilfsmittels dar: 66 Prozent der Sanitätsfachhändler erwarten, dass der Anteil der Selbst- bzw. Zuzahler in den kommenden zwei bis fünf Jahren deutlich steigen werde.

18. APRIL 2008

Marc Sommer, Chef der Arcandor-Versandsparte Primondo von Quelle, will schnellstmöglich Arzneimittel in den Katalog und auf die Homepage nehmen. Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind, soll ein Engagement in diesem Bereich geprüft werden. Sommer sieht sehr großes Potenzial in diesem Markt.

18. APRIL 2008

Der isländische Generikakonzern Actavis hat für einen unbekannten Kaufpreis einen 90-prozentigen Mehrheitsanteil an dem chinesischen Lohnhersteller Zhejiang Chiral Medicine Chemicals Company gekauft. Das Produktionswerk in Hangzhou beschäftigt 200 Mitarbeiter und verkauft seit 2001 verschiedene Wirkstoffe an internationale Pharmahersteller. Damit verfügt Actavis über einen weiteren Niedriglohn-Standort. In China sowie in Indien betreibt der Konzern, der im vergangenen Jahr von der Börse genommen wurde, weitere Werke. Insgesamt produziert Actavis in 13 Ländern Generika.

08. APRIL 2008

Für rund 25 Mrd. Euro will der Baseler Pharmakonzern Novartis die Anteile von Nestle an Alcon, dem Weltmarktführer für Augenheilkunde, übernehmen. Nestle hält derzeit etwa 77 Prozent an der Firma. Die geplante Übernahme soll in zwei Schritten erfolgen: Novartis wird unmittelbar 25 Prozent an dem Hersteller von Kontaktlinsen und chirurgischen Geräten kaufen und diese Beteiligung dann bis 2011 weiter aufstocken. Novartis erhält dazu ein Vorkaufsrecht für die restlichen Alcon-Anteile. Bereits Ende 2006 und im April 2007 hatten die beiden Konzerne vereinbart, dass Nestle für rund 8 Mrd. Dollar von Novartis die Bereiche medizinische Ernährung und das GerberBabynahrungsmittelgeschäft übernimmt.

08. APRIL 2008

Der US-Apothekenriese Medco Health Solutions steigt mit der Übernahme der Internet-Apotheke Europa Apotheek Venlo in den deutschen Markt ein. Der US-Konzern hat bereits einen Mehrheitsanteil übernommen. Medco Health Solutions ist nach eigenen Angaben die weltweit führende Versandapotheke. Im Geschäftsjahr 2007 hatte das Unternehmen einen Umsatz von rund 44,5 Mrd. Dollar. Durch die Kooperation mit Medco strebt die in den Niederlanden ansässige Europa Apotheek eine führende Position in Deutschland an. Derzeit besteht schon eine Zusammenarbeit mit der Drogeriemarktkette dm. Europa Apotheek beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter.

02. APRIL 2008

Die Infusionssparte Fresenius-Kabi will weiter wachsen. Laut Aussagen des Unternehmens will die Sparte den Umsatz bei einer verbesserten Marge bis 2010 auf 3 Mrd. Euro steigern. Im Geschäftsjahr 2007 übertraf der Umsatz von Kabi erstmals die Marke von 2 Mrd. Euro. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse um 12 bis 15 Prozent zulegen. Kabi trägt bislang 18 Prozent zum Umsatz des Gesundheitskonzerns Fresenius bei. Größte Sparte ist der im DAX notierte Dialysespezialist Fresenius Medical Care mit einem Umsatzbeitrag von 62 Prozent. Der Rest entfällt auf den Krankenhausbetreiber Helios und den Krankenhausdienstleister Vamed (ehemals Pro Serve). Der Gesamtumsatz von Fresenius soll bis 2010 auf 15 Mrd. Euro steigen.

02. APRIL 2008

Der britische Konzerns Boots firmiert seine norwegische Kette um. Der britische Pharmahandelskonzern Alliance Boots will möglicherweise seine norwegische Apothekenkette Alliance Apotek mit derzeit rund 3.000 Apotheken in die Marke Boots umfirmieren. Am 29. Januar eröffnete die erste Filiale von Boots Apotek in Lillestrom. Seitdem wurden drei weitere Filialen im Großraum Oslo sowie vier Apotheken in Bergen eröffnet. In den Boots-Filialen sollen neben Arzneimitteln auch die hauseigenen Kosmetik- und Drogeriemarken No.7, Botanics und Mediterranean vertrieben werden. Für die rund 3000 Apotheken des Konzerns, die derzeit alleine in Großbritannien unter drei verschiedenen Marken laufen, könnte Boots zum weltweiten Signet ausgerollt werden.

02. APRIL 2008

500 Mio. Euro will die Investment Tochter von General Electric in nur zwei Jahren am deutschen Pflegemarkt unterbringen. Damit würde sich das aktuelle Investitionsvolumen des Unternehmens in diesem Immobilienbereich verdreifachen. Als Kaufobjekte werden stationäre Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland anvisiert. Laut Medienberichten plant Deutschland-Chef Rainer Thaler den bisherigen Bestand mit einer 170 Mio. Euro teuren Beteiligung an 13 Pflegeheimen im Zeitraum bis 2010 entsprechend auszuweiten. Gefragt sind Betreiberübernahmen, insbesondere mit Investitionsstau. Größe und Alter sind allerdings nicht so entscheidend, wie eine wirtschaftlich erfolgreiche Heimführung. Dazu legt GE Real Estate Wert auf Transparenz.

01. APRIL 2008

Die GRE Global Real Estate AG plant den Bau eines Altenpflegezentrums. Das Unternehmen ist unter anderem spezialisiert auf die Entwicklung von Immobilien im Bereich Pflege. Das Pflegeheim mit insgesamt 84 Betten, einem Tag- und Nacht-Cafe, 2 Arztpraxen und 16 Wohneinheiten für das Betreute Wohnen soll in zentraler Lage von Salzweg, im Landkreis Passau errichtet werden. Mit Erteilung der Baugenehmigung kommt das von der GRE Global Real Estate AG geplante Projekt eines Pflegeheimes nun in die Realisierung. Das Unternehmen bietet gerade in diesem Spezialbereich alle Leistungen aus einer Hand an und verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen.

01. APRIL 2008

Die Apothekenkooperation parmapharm startet mit einem zentralem Einkaufsnetzwerk. Die parmapharm ist mit rund 700 Mitgliedsapotheken eine der größten Kooperationen unabhängiger Individualapotheken in Deutschland. Seit 2003 präsentieren sich die Mitgliedsapotheken unter der gemeinsamen Marke "Gesund ist bunt". Die angeschlossenen Apotheken erzielten im Jahr 2006 mit insgesamt ca. 6.500 Mitarbeitern einen Gesamtjahresumsatz von ungefähr 1,6 Milliarden Euro. Ab sofort besteht für Gesund-ist-bunt-Apotheken die Möglichkeit, ihren Einkauf über die von der Bielefelder Zentrale gesteuerte Plattform "parmapharm Einkaufsnetzwerk" (PEN) vornehmen zu lassen. Das Netzwerk - in Zusammenarbeit mit dem Softwarepartner ProMediSoft - ermöglicht den teilnehmenden Apotheken deutliche finanzielle und zeitliche Einsparungen.

31. MÄRZ 2008

Nach einer neuesten Studie sind die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland 2007 stark gestiegen. Wie das Marktforschungsunternehmen ACNielsen mitteilte, erhöhte sich der Gesamtumsatz im Pharmamarkt im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf rund 37 Mrd. Euro. Wachstumsmotor seien die rezeptpflichtigen Medikamente gewesen, die ein Umsatzplus von 9,1 Prozent auf fast 30 Mrd. Euro verzeichneten. Rezeptfreie Produkte konnten leicht um 1,5 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro zulegen. Mit Selbstmedikationsprodukten wurden 6,1 Milliarden Euro umgesetzt. Davon profitierten die Apotheken stärker als Drogeriemärkte und der Lebensmitteleinzelhandel. Hier haben die Apotheken einen Anteil von 87 Prozent erreicht.

31. MÄRZ 2008

Neben seinen Apotheken und bereits 146 In-Store-Kliniken will die Drugstore-Kette Walgreens künftig auch Betriebskliniken für große Konzerne betreiben. Im Konkurrenzkampf der amerikanischen Drogerie- und Supermarkt-Ketten um Marktanteile im Gesundheitssektor setzt die Apothekenkette Walgreens künftig auf Firmenkliniken. Laut Medienberichten hat Walgreens dazu den spezialisierten Klinikbetreiber I-trax für rund 278 Millionen US-Dollar übernommen. Das Unternehmen unterhält bereits rund 300 Kliniken bei Konzernen wie BMW, Toyota oder Continental Airlines.

31. MÄRZ 2008

Das BMG und das BMFSFJ schreiben einen Qualitätsvergleich für Pflegeheime aus. Damit reagiert die Politik auf öffentliche Kritik über intransparente und ineffektive Kontrollen in Pflegeeinrichtungen. In einer konzertierten Aktion wollen Ulla Schmidt und Ursula von der Leyen offenbar mehr Transparenz in den Qualitätsvergleich von Pflegeeinrichtungen bringen. Dazu dient die Ausschreibung eines Modellvorhabens. Die Ausschreibungsfrist endet am 04. April 2008.

31. MÄRZ 2008

Der dänische Pharmakonzern Nycomed will seine Krebssparte aufgeben. Der Konzern sucht einen Käufer bzw. Partner für die Onkologie-Sparte, die er vor gut einem Jahr mit dem Erwerb von ALTANA zugekauft hat. Der Presse zufolge sind die Unterlagen bereits an potenzielle Interessenten geschickt worden. Der Konzern beschäftigt über 11.500 Menschen und verzeichnete 2007 einen Jahresumsatz von 3,5 Mrd. Euro sowie einen bereinigten EBITDA von 1,2 Mrd. Euro. Laut einem Sprecher der Nycomed wird der Geschäftsbereich langfristig nicht als Kerngebiet angesehen. Das Unternehmen deckt mit seinen Produkten verschiedene Therapiegebiete ab, insbesondere Gastroenterologie, Schmerztherapie, Osteoporose, Atemwegserkrankungen und Gewebemanagement. Neue Produkte stammen aus eigener Forschung und von externen Partnern. Nycomed ist auf etwa 50 Märkten in aller Welt präsent.

31. MÄRZ 2008

Die Fresenius-Tochter VAMED verkündet die Übernahme des Medizintechnik-Dienstleisters HERMED. Als externer Dienstleister übernimmt HERMED die Instandhaltung und Bewirtschaftung der Medizintechnik in Krankenhäusern. Darüber hinaus berät das Unternehmen Krankenhausträger bei der Planung von Um-, Neu- und Erweiterungsbauten sowie bei der Medizintechnik-Ausstattung. 2007 erzielte HERMED einen Umsatz von etwa 12,4 Mio. Euro und beschäftigt 70 Mitarbeiter. VAMED Deutschland ist eine 100% Tochter der VAMED Gruppe mit Sitz in Wien. Die VAMED-Gruppe ist weltweit im Projekt- und Managementgeschäft von Krankenhäusern, Gesundheitszentren sowie Thermen- und Gesundheits-Ressorts tätig. Die Gruppe ist weltweit für über 7.000 Mitarbeiter verantwortlich.

31. MÄRZ 2008

Die Immobilien-Gruppe Conwert will in Österreich und Deutschland in die Altenbetreuung einsteigen. Wunschziel ist, mit der neu gegründeten Conwert Pflegeheim GesmbH bis zu 500 Mio. Euro in den Kauf von Altenbetreuungseinrichtungen zu investieren. Als ein erster Schritt sind Käufe von rund 100 Mio. Euro geplant. Es wird daran gedacht, die Objekte in einem eigenen Fonds einzubringen. Das Immobileinunternehmen ist vor allem im Mietwohnungsbereich tätig. Die Conwert besitzt schon seit Längerem ein Heim, es befindet sich in Linz und war Teil eines Immopakets der BA-CA Gruppe.

27. MÄRZ 2008

In Deutschland gibt es derzeit bereits rund 1000 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Immer mehr Krankenversicherte in Deutschland werden ambulant in MVZs mit mehreren Ärzten unter einem Dach versorgt. Allein im letzten Quartal 2007 stieg die Zahl der Zentren um knapp 70 an, im Vergleich zum letzten Quartal 2006 um etwa 42 Prozent. Seit dem Startschuss für diese Versorgungsform mit angestellten Ärzten durch die Gesundheitsreform 2004 wurden knapp 950 MVZ gegründet, berichtete die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in Berlin. Vorbild für die Versorgungszentren waren die Polikliniken aus der DDR. Die im Verhältnis meisten MVZs gibt es in Bayern und Berlin. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hatte dagegen mögliche Verbesserungen für Patienten betont, etwa wenn Diagnose, Laboruntersuchung und Behandlung an einem Ort geschehen können.

18. MÄRZ 2008

Der Finanzinvestor 3i kauft den Antibiotika-Anbieter Active Pharmaceutical Ingredients (API) des US-Unternehmens Alpharma für 395 Mio. US-Dollar. API entwickelt, produziert und vermarktet eine Reihe von gärung-basierten aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen und einen chemisch synthetisierten aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoff für den Generika-Markt. Das Portfolio umfasst sowohl aktive Inhaltsstoffe und fertige Darreichungsformen für eine Reihe von Antibiotika, wie Vancomycin, Bacitracin und Polymyxin, die in China, Dänemark, Ungarn und Norwegen produziert werden. API hat etwa 700 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von $ 30,7 Mio. auf einen Umsatz von 138,7 Mio. US-Dollar.

18. MÄRZ 2008

Das Medizintechnikunternehmen GE-Healthcare übernimmt Image Diagnost, einen Anbieter von Software für die Brustkrebserkennung. GE Healthcare plant, den Image Diagnost-Standort in München in ein Center of Excellence für Software zur Brustkrebserkennung zu entwickeln. Das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen Image Diagnost kann mit über 150 installierten Software-Suiten in Deutschland ein rasches Wachstum vorweisen. GE Healthcare ist ein Geschäftsbereich der General Electric Company mit einem Umsatz von 17 Mrd. US-Dollar und Hauptgeschäftssitz in Großbritannien. Weltweit beschäftigt GE Healthcare über 46.000 Mitarbeiter, die Healthcare-Anbieter und ihre Patienten in über 100 Ländern weltweit bedienen.

13. MÄRZ 2008

Für die Deutsche Post ist die Kooperation mit der Versandapotheke easyApotheke ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Anbieter verschiedenster Services. Die neue Zusammenarbeit mit der easyApotheke soll dazu beitragen, das Bild der Kunden vom traditionellen Brief- und Paketzusteller zu verändern. Sollte das Pilotprojekt gut angenommen werden, könnte die Versandapotheke von derzeit 13.500 Filialen des Konzerns profitieren. Einer Sprecherin der easyApotheke zufolge sind zunächst nur diejenigen Niederlassungen anvisiert, die von der deutschen Post selbst betrieben werden. Im nächsten Schritt könnten jedoch auch die Partnerbetriebe miteinbezogen werden.

13. MÄRZ 2008

Der britische Klinikbetreiber Spire Healthcare, der zum Finanzinvestor Cinven gehört, erwirbt die Classic Hospital Group für umgerechnet 194 Mio. Euro. Classic Hospitals ist mit 10 Kliniken im Norden und Südosten sowie insgesamt 370 Betten und rund 2000 Mitarbeitern die sechstgrößte Klinikgruppe in Großbritannien. Das Unternehmen Spire Healthcare, das erst im Juni 2007 von BUPA übernommen wurde, möchte zunächst auf insgesamt 35 Kliniken anwachsen und der zweitgrößte Anbieter des Landes werden.

04. MÄRZ 2008

Der Krankenhaus-Dienstleister VAMED Deutschland plant, das Krankenhausplanungs-, Beratungs- und Serviceunternehmen HERMED zu übernehmen. Dazu haben beide Seiten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Die Übernahme muss noch vom Bundeskartellamt gebilligt werden. HERMED übernimmt die Instandhaltung und Bewirtschaftung der Medizintechnik in Krankenhäusern. Neben Standortanalysen berät das Unternehmen Krankenhausträger bei der Planung von Um-, Neu- und Erweiterungsbauten sowie bei der Medizintechnik-Ausstattung. HERMED erzielte 2007 einen Umsatz von etwa 12,4 Millionen Euro und beschäftigt 70 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Neumünster und in den Niederlassungen Berlin und Kirchheimbolanden.

04. MÄRZ 2008

Die Marseille-Kliniken gehen mit dem bundesweit ersten Qualitätsbericht des Altenpflegesektors an die Öffentlichkeit. So soll die Qualität der Pflege in den 55 Häusern des Konzerns nach außen transparenter gemacht und damit den Angehörigen der Betreuten die Entscheidung über die jeweilige Einrichtung erleichtert werden. Ab sofort werden die besten Heime mit einem Qualitätssiegel geadelt. Vor wenigen Wochen gab der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) bekannt, dass sich die Lage in den Altenpflegeheimen Deutschlands zwar verbessert hat, aber noch immer bekommt ein Drittel der Betreuten nicht ausreichend zu essen oder zu trinken. Jeder Zehnte erleide in der Pflege sogar gesundheitliche Schädigungen. Doch der MDK veröffentlicht bisher keine Übersicht, in der die schwarzen Schafe unter den Heimen ersichtlich wären.

26. FEBRUAR 2008

Der amerikanische Milliardär Warren Buffett ist laut einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht bei den beiden europäischen Pharmakonzernen GlaxoSmithKline und Sanofi-Aventis eingestiegen. Buffet habe durch seine Holding Berkshire Hathaway am 31. Dezember 1,51 Mio. American Depository Receipts (ADR) von Glaxo mit einem Börsenwert von 76,1 Mio. Dollar und 3,6 Mio. ADRs des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Aventis im Wert von 162,5 Mio. Dollar gehalten. Das Gesamtportfolio des US-Investors beläuft sich auf insgesamt ca. 69 Mrd. Dollar.

26. FEBRUAR 2008

Im Jahr 2007 hat die IMMAC Immobilienfonds GmbH, wie aus dem Jahresabschlusses nun hervorging, vier geschlossene Immobilienfonds mit einem Investitionsvolumen von mehr als 80 Mio. Euro aufgelegt. Alle Fonds waren bis zum Jahresende platziert und investierten ausschließlich in Seniorenpflegeheime.

26. FEBRUAR 2008

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat einen Investor gefunden, der das ehemalige "Hotel am Stadtpark" in Delmenhorst nach ihren Vorstellungen umbauen soll. Die AWO plant, das Haus in eine Senioren-Wohnanlage umzuwandeln. Die in Oldenburg ansässige Gesellschaft Einsiedel & Partner, die den Titel "Norddeutsches Kompetenzzentrum für Seniorenimmobilien" als Namenszusatz trägt, soll als erfahrener Partner für die Umbaumaßnahmen zuständig sein. Geplant sind 32 Seniorenwohnungen. Das erwartete Investitionsvolumen beträgt 3,6 bis 4,1 Mio. Euro. Veranschlagt wurde eine Bauzeit von 15 bis 18 Monaten.

26. FEBRUAR 2008

Die Schlecker-Versandapotheke Vitalsana ist nun online. Ursprünglich hatte der Versender bereits am 11. Februar starten sollen; der Drogerie-Discounter hatte jedoch seinen Einstieg ins Arzneimittelgeschäft, angeblich wegen Eil-Klagen, verschoben. Heute wurde das Angebot im Newsletter von "Schlecker Home Shopping" beworben. Vitalsana liefert zunächst nur rezeptfreie Artikel aus. Rezeptpflichtige Medikamente werden zu einem späteren Zeitpunkt ins Sortiment aufgenommen. Heute wird jedoch schon mit Gutscheinen in Höhe von drei Euro geworben, die pro rezeptpflichtigem Arzneimittel ausgegeben werden sollen.

21. FEBRUAR 2008

Nach der Drogeriemarktkette Schlecker will nun auch die Supermarktkette Rewe Arzneimittel verkaufen. Wie die Medien berichten, lässt Rewe von McKinsey untersuchen, ob der Einstieg in den Apothekenmarkt sinnvoll ist. Auch wenn der Schlecker-Konzern seinen geplanten Einstieg wegen ungeklärter rechtlicher Unklarheiten verschieben musste, bleibt doch das feste Ziel, verschreibungsfreie Medikamente über die holländische Versandapotheke Vitalsana zu vertreiben. Für März wird eine Entscheidung darüber erwartet, ob das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster von 2006, das der Drogeriekette dm den Bestell- und Abholservice für Arzneimittel gestattete, Bestand hält.

21. FEBRUAR 2008

Capio Deutschland hat alle Einrichtungen der privaten Vena-Gruppe übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt. Das Bundeskartellamt hat dem Kauf bereits zugestimmt. Teil der Übernahme sind die Hofgartenklinik in Aschaffenburg, die Klinik im Park in Hilden, die Mosel-Eifel-Klinik in Bad Bertrich, die Schlossklinik Abtsee im bayerischen Laufen sowie die Hanse-Klinik in Lübeck und die Schweizer Venenklinik Kreuzlingen. Der Umsatz der Vena-Gruppe lag im Geschäftsjahr 2006 bei rund 32,7 Mio. Euro. Der neue Gesamtumsatz der Capio Deutsche Klinik GmbH, einer Tochter der schwedischen Capio-Gruppe liegt dann bei ca. 84,7 Mio. Euro.

21. FEBRUAR 2008

Kursana nimmt mit den Domizilen Bruchköbel und Vaihingen im Februar 2008 zwei weitere Häuser ans Netz, die nun zu den 87 Kursana Häusern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Estland gehören und alle Pflegeformen unter einem Dach bieten, von der Kurzzeitpflege über leichte Pflege und die Pflege Schwerstpflegebedürftiger bis hin zur Betreuung von Senioren, die an Demenz erkrankt sind. Kursana möchte pro Jahr fünf bis acht neue Einrichtungen mit insgesamt 600 bis 900 Betten realisieren, wobei eine Einzelzimmerquote von 90 Prozent und eigenem Bad in jedem Zimmer angestrebt wird.

12. FEBRUAR 2008

Der erste Spatenstich für das Senioren- und Pflegeheim im bayerischen Schöllkrippen soll für Hochtief den Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Pflegeheim-Betreiber BeneVit und gleichzeitig den Eintritt in das Produktmarktsegment Senioren- und Pflegeimmobilien darstellen. Das Unternehmen sieht in diesem Bereich erhebliches Wachstumspotenzial, denn laut Aussage des verantwortlichen Projektleiters bei Hochtief fehlt es an gut konzipierten Projekten für sich ändernde Bedürfnisse der Senioren. Die Kooperation mit BeneVit soll das Know-how von Hochtief als führendem Innenstadtentwickler mit der Expertise des renommierten Betreibers BeneVit verbinden.

12. FEBRUAR 2008

Der Ulmer Zement-Hersteller Schwenk ist neuer Mehrheitsaktionär beim Pflegespezialisten Paul Hartmann. Medienberichten zufolge hält der Ulmer Zement- Hersteller Schwenk über 50 Prozent der Anteile. Schwenk war schon zuvor Großaktionär bei der Paul Hartmann AG. Zusammen mit fünf anderen Aktionären bilden diese die Schutzgemeinschaft der Aktionäre von Paul Hartmann und halten 85 Prozent der Aktien.

12. FEBRUAR 2008

Der Drogeriediscounter Schlecker darf vorerst offenbar keine Reklame für die Versandapotheke Vitalsana machen. Medienberichten zufolge muss Schlecker seinen Einstieg ins Arzneimittelgeschäft - wahrscheinlich wegen ungeklärter Rechtsfragen - auf unbestimmte Zeit verschieben. Möglicherweise wartet man auf die für März angekündigte Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen dm/Europa Apotheek Venlo ab, bevor man den Marktauftritt durch schlagkräftige Werbemaßnahmen flankiert. Damit steigt nach dm und Rossmann auch der dritte überregional aufgestellte Drogist in den Versandhandel mit Arzneimitteln ein.

08. FEBRUAR 2008

Bei Schlecker soll der Versandhandel mit Arzneimitteln am 11. Februar starten. Dazu hat Schlecker eine eigene Versandapotheke namens Vitalsana mit Sitz im niederländischen Heerlen aufgebaut. Das Motto lautet "Apothekerpreise - nein Danke!" Im Bereich der freiverkäuflichen Präparate sollen die Kunden bei Vitalsana bis zu 45 Prozent sparen können. Die Drogeriekette will ihre Kunden künftig mit einem Bestellmagazin, das in den Filialen ausliegen soll, über ihre Produkte informieren. Rezeptsammelstellen oder pharmazeutische Beratung soll es jedoch in den Schlecker-Filialen, nach Informationen der Presse, nicht geben.

08. FEBRUAR 2008

Der Gesundheitskonzern Fresenius will mit einem neuen Modell kommunalen Krankenhausbetreibern nun auch eine Alternative zur Privatisierung einräumen. Hierbei sollen die beiden Fresenius-Töchter Helios und Vamed um sanierungsbedürftige Kliniken buhlen. Helios übernimmt seit Jahren marode Kliniken und saniert die Häuser. Die Dienstleistungssparte Vamed möchte den Krankenhäusern eine Minderheitsbeteiligung als Alternative zur Privatisierung anbieten, d.h. Vamed erwirbt höchstens 49 Prozent der Anteile und übernimmt dafür die Regie über alle oder nur über bestimmte Bereiche des Krankenhauses - je nach Höhe des Anteils. Ob das Angebot die Kommunen überzeugt und dem Konzern nützt, bleibt abzuwarten.

30. JANUAR 2008

Der niederländische Pharmahändler OPG hat den baden-württembergischen Diabetikerversorger Hahn & Hahn übernommen. Der Kaufpreis ist unbekannt. Hahn & Hahn beschäftigt 12 Mitarbeiter und beliefert vor allem Diabetiker in Süddeutschland überwiegend mit Teststreifen. Am Firmensitz in Waiblingen ist außerdem eine Diabetes-Schwerpunkt-Apotheke angesiedelt, die auch Arzneimittel versendet. Mit dem Zukauf erweitert der börsennotierte Konzern seine Präsenz auf dem deutschen Hilfsmittelmarkt. Neben seiner Großhandelssparte betreibt OPG Apothekenketten in den Niederlanden und in Polen. Der Konzern ist außerdem an der Frankfurter Anzag beteiligt und sucht bereits seit Jahren nach Möglichkeiten, weiter international expandieren zu können.

30. JANUAR 2008

Um seine Lobbyarbeit zu verstärken, will der Pharmahandelskonzern Celesio ein Berliner Büro in der Nähe der Partei- und Regierungszentralen eröffnen. Durch die Hauptstadtpräsenz erhofft sich Celesio bessere Kontakte zu Politik, Parteien, Verbänden und in die Gesellschaft. Presseinformationen zufolge soll der Politikberater Max Müller, der zuvor sechs Jahre Geschäftsführer der KPW - Gesellschaft für Kommunikation in Politik und Wirtschaft in Berlin war, das neue Büro leiten. In diesem Zusammenhang hat er u.a. für das Celesio-Tochterunternehmen DocMorris die politischen und gesellschaftlichen Kontakte gepflegt.

24. JANUAR 2008

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ergab, dass fast die Hälfte der Deutschen im kommenden Jahr gesundheitsbewusster leben möchte. "Die Erfolgsaussichten für diese guten Vorsätze hängen vor allem davon ab, ob es gelingt, Gefallen an dem neuen, gesünderen Verhalten zu finden. Planen Sie daher Aktivitäten, die Ihnen und Ihrer Familie gemeinsam Spaß bereiten", rät die Kaufmännische Krankenkasse (KKH).

24. JANUAR 2008

Kursana, das Tochterunternehmen der Berliner Dussmann-Gruppe, setzt seinen Expansionskurs fort. Binnen 12 Monaten will Kursana allein in Deutschland 1148 Pflegeplätze neu schaffen. Schwerpunkte des Wachstumskurses liegen in den alten Bundesländern, da die Häuser in den neuen Bundesländern den Bedarf bereits decken. Die Kursana Residenzen GmbH ist bundesweit der führende private Dienstleister im Bereich der professionellen Seniorenbetreuung. Derzeit betreibt das Unternehmen 87 Domizile und Residenzen, in denen rund 11.200 Senioren gepflegt und betreut werden.

18. JANUAR 2008

Die Sparte Fresenius Medical Care wird das Management von zwölf Dialysezentren im Norden Englands übernehmen. Für dieses Auswahlverfahren ist der britische staatliche Gesundheitsdienst National Health System (NHS) verantwortlich. Die Kliniken werden Dialysebehandlungen für mehr als 400 Patienten in den Regionen North East und South Yorkshire sowie Lincolnshire anbieten. Diese Kooperation ist ein wesentlicher Teil des Programms der britischen Regierung, privatwirtschaftliche Unternehmen im Gesundheitswesen stärker in die Gesundheitsversorgung einzubeziehen.

18. JANUAR 2008

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will seine biotechnologischen Forschungs- und Produktionszentren ausbauen und dabei rund 266 Millionen Euro, investieren. In den Standort Penzberg sollen hierbei rund 280 Millionen Franken in die Erforschung und Entwicklung biotechnologisch hergestellter Medikamente fließen. Für die Standorte Mannheim und Kaiseraugst in der Schweiz sind insgesamt Investitionen von rund 150 Millionen Franken geplant. "Durch diesen Schritt wird die Produktion unserer stark nachgefragten Biopharmazeutikagesichert und erweitert", erklärte Roche-Chef Franz B. Humer in einer Mitteilung.

18. JANUAR 2008

Der isländische Generikakonzern Actavis erklärte die Übernahme der italienischen Produktionsstätte des US-Konzerns Pfizer. Das Werk befindet sich in der Nähe von Mailand und ist auf Onkologie-Produkte spezialisiert. Die Fabrik beschäftigt rund 340 Mitarbeiter und produziert für 70 Länder. Mit der Übernahme baut Actavis seine Sparte der Krebsmedikamente aus. Actavis verfügt insgesamt über 21 Fabriken.

28. DEZEMBER 2007

Nach dem US-Investor Wyser-Pratt steigt nun auch die Investmentgesellschaft Audley Capital bei der CURANUM AG ein. Von Audley Capital Advisors LLP beratene Fonds haben 10,1 Prozent an dem Betreiber von Pflegeeinrichtungen erworben. Laut dem Geschäftsführenden Gesellschafter von Audley Capital, Michael Treichl, verstärkt sich der Konsolidierungstrend im Pflegemarkt und CURANUM kann dabei eine wesentliche Rolle übernehmen.

21. DEZEMBER 2007

Der Elektronikkonzern Philips übernimmt den amerikanischen Medizintechnikhersteller Respironics für 3,6 Mrd. Euro. Die Übernahme ist für das Wachstum der Medizintechniksparte des Unternehmens von großer Bedeutung. Respironics soll dabei das Kernstück des Healthcare-Geschäfts bilden. Respironics hat seinen Sitz in Murrysville (Pennsylvania) und produziert medizinische Geräte zur Behandlung von chronischen Atemwegsstörungen und Schlaflosigkeit. Das Unternehmen beschäftigt rund 5.300 Mitarbeiter. In den USA sollen allein 18 bis 29 Mio. unter dieser Krankheit leiden.

19. DEZEMBER 2007

Die Bosch-Gruppe übernimmt die Mehrheit an dem US-Softwareanbieter Health Hero Network. Das Unternehmen, mit Sitz in Kalifornien, ist Spezialist auf dem Gebiet der Telemedizin und verkauft Software zur Erfassung und Auswertung von Patientendaten. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Health Hero Network beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter, die alle von der Bosch-Gruppe übernommen werden.

15. DEZEMBER 2007

Die Drogeriemarktkette Rossmann will sein Filialnetz in Deutschland weiter ausbauen. Das Unternehmen plant, 120 weitere Filialen zu eröffnen, wofür offenbar 50 Millionen Euro investiert werden sollen. Mit 1260 Geschäften ist Rossmann nach Schlecker und dm die drittgrößte Drogeriekette in Deutschland. Presseberichten zufolge stieg der Umsatz der Gruppe 2007 um 14 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Im Dezember hatte Rossmann einen Mehrheitsanteil am norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg übernommen.

15. DEZEMBER 2007

Die zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörende Tochter Fresenius Kabi übernimmt das italienische Unternehmen Ribbon. Der Antibiotika-Hersteller zählt zu den führenden europäischen Herstellern Antibiotika-Wirkstoffgruppen, Cephalosporine und Penicilline und verfügt über zwei hochmoderne Produktionsstätten im Norden Italiens. Der Erwerb von Ribbon ist laut Fresenius ein weiterer Schritt in der Wachstumsstrategie im Bereich der intravenös verabreichten generischen Arzneimittel und stärkt die Position von Fresenius Kabi in diesem Markt maßgeblich. Ribbon beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und erwartet für das Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von rund 54 Mio. Euro.

15. DEZEMBER 2007

Der amerikanische Investor Advent International verkauft seinen Mehrheitsanteil an dem Pflegeheimbetreiber Casa Reha an den europäischen Private-Equity-Investor HgCapital. Casa Reha zählt mit 34 Seniorenpflegeeinrichtungen zu den größten privaten Trägern in der stationären Seniorenpflege in Deutschland. Im Herbst 2005 war Advent International bei Casa Reha eingestiegen. Nun steht die Transaktion nur noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Sowohl Advent International als auch das Management von Casa Reha bleiben auch in Zukunft am Unternehmen beteiligt.

15. DEZEMBER 2007

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG übernimmt die US-amerikanische Krankenversicherung Sterling Life Insurance. Dafür zahlt Presseberichten zufolge die Münchener Rück-Tochter Munich-American Holding Corp umgerechnet rund 245 Millionen Euro an den weltweit zweitgrößten Versicherungs-Broker Aon. Die Übernahme soll im ersten Quartal 2008 erfolgen und aus eigenen Mitteln des Rückversicherers finanziert werden. Damit will sich der Münchener DAX-Konzern einen Marktzugang zum rasch wachsenden Seniorensegment in den USA erschließen.

14. DEZEMBER 2007

Unicare, die irische Apothekenkette des Stuttgarter Pharmahandelskonzerns Celesio, hat Medienberichten zufolge elf Apotheken von Mitbewerber McSweeney übernommen. Unicare erweitert damit sein Netzwerk auf 72 Filialen und baut seine Position als Marktführer aus. McSweeney, die zur niederländischen Spanhoff-Gruppe gehört, betreibt in Irland nun noch 20 Apotheken. Laut Beobachtern hat die Celesio-Tochter für die elf Apotheken ca. 30 Millionen Euro bezahlt. Dies entspräche einem Investment von 2,7 Millionen Euro pro Filiale.

14. DEZEMBER 2007

Der Münchener Fondsinitiator ILG nimmt jetzt auch den Markt für Pflegeheime ins Visier. Die Investitionssumme des Fonds Nr. 32, der im ersten Quartal 2008 an den Start gehen soll, beläuft sich auf ca. 10 Mio. Euro. Der Fonds investiert in ein Pflegeheim in Oberbayern. Pächter ist ein erfahrener, privater Pflegeheimbetreiber. Der Pachtvertrag läuft 20 Jahre. Die Ausschüttung beginnt mit mindestens 6% und soll monatlich erfolgen.

14. DEZEMBER 2007

Der Füssener Altenpflegeheimbetreiber Phönix baut seine Position im Süden Deutschlands weiter aus. So gibt es ganz aktuell Planungen für einen Pflegeheimneubau mit 125 stationären Pflegeplätzen in Heidenheim. Betreiber ist die Geritas GmbH. 101 Einzel- und 12 Doppelzimmer sind dort im Neubau vorgesehen. Die Mehrheit der Phönix-Gruppe gehört seit wenigen Wochen der französischen Pflegeheimkette Korian. Die Zahl der Betten soll innerhalb der nächsten fünf Jahre von 3000 auf 8500 gesteigert werden, wobei Einrichtungen mit 1200 Betten bereits im Bau sind.

14. DEZEMBER 2007

Das Statistische Bundesamt gab kürzlich bekannt, dass jeder neunte Beschäftigte in Deutschland in der Gesundheitsbranche tätig ist. Dies entspricht einem Anstieg von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; Ende vergangenen Jahres waren demnach rund 4,3 Millionen Menschen in der Gesundheitsbranche beschäftigt. Von den 34.000 neuen Jobs sind 22.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Gesundheitsdienstberufen wie Ärzte oder Krankenpfleger. In sozialen Berufen wie Altenpfleger gab es 11.000 neue Stellen. Beim Krankenhauspersonal gab es 2006 wieder einen leichten Anstieg von 1000 Beschäftigten, nachdem sich dieses in den vergangenen Jahren verringert hatte.

07. DEZEMBER 2007

Der Münchner Pflegeheimbetreiber CURANUM AG übernimmt zum 1. Januar 2008 die ELISA Seniorenstift GmbH mit sechs Seniorenstiften von der in München ansässigen Doblinger Unternehmensgruppe. Mit insgesamt 435 Pflegeplätzen und 755 Betreuten Wohnungen mit angeschlossenen ambulanten Diensten erwirtschaften die sechs Einrichtungen einen Umsatz von 34,2 Mio. Euro im Jahr. Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf 20,6 Mio. Euro. Die räumliche Lage der ELISA Seniorenstifte erlaubt die Integration in das bestehende Clustersystem der CURANUM AG und die damit verbundenen Synergieeffekte durch Bündelung von sekundären Dienstleistungen.

07. DEZEMBER 2007

Laut DocMorris-Chef Ralf Däinghaus werde die für dieses Jahr angestrebte Zielmarke von 100 Franchisepartnern erreicht. Bei der zum Celesio-Konzern gehörenden Internetapotheke hätten sich bislang mehr als 1.000 Apotheken beworben. In diesem Jahr wird ein Umsatzplus von mindestens 22 Prozent erwartet. Das niederländische Unternehmen hat derzeit bundesweit 66 Partnerapotheken und eröffnet nun seine erste Apotheke in Sachsen-Anhalt. Mit der Übernahme von DocMorris im April 2007 hatte sich Celesio den Unmut der deutschen Apotheker zugezogen. Noch ist Celesio der Besitz einer großen Zahl von DocMorris-Apotheken verboten, da in Deutschland lediglich Apothekenketten mit vier Filialen erlaubt sind. Deshalb arbeitet DocMorris mit selbstständigen Lizenznehmern.

07. DEZEMBER 2007

Fresenius erwirbt Mehrheitsbeteiligung an den Städtischen Krankenhäusern Krefeld. Die zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörende HELIOS Kliniken Gruppe hat ihre Marktposition in Deutschland durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung (74,9 % der Anteile) an den Städtischen Krankenhäusern Krefeld gestärkt. Die beiden Kliniken erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 175 Mio. Euro.

06. DEZEMBER 2007

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care übernimmt die US-amerikanische Renal Solutions Inc. Der Kaufpreis könne wohl bis zu 190 Millionen US-Dollar betragen. FMC erwirbt mit dieser Übernahme eine wesentliche Technologie für den Ausbau der Heim-Hämodialyse. Diese Technologie stellt u.a. eine Grundlage für die Entwicklung einer tragbaren künstlichen Niere dar.

06. DEZEMBER 2007

US-Finanzinvestor TPG kauft Axcan Pharma für 1,3 Milliarden Dollar Der US-Finanzinvestor TPG Capital will den kanadischen Pharmaspezialisten Axcan Pharma für rund 1,3 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das Geschäft soll im ersten Quartal nächsten Jahres abgeschlossen werden. Der Pharmaanbieter ist auf Magen-Darm-Krankheiten spezialisiert. das Unternehmen steigerte im Geschäftsjahr 2006/2007 seinen Gewinn um mehr als 80 Prozent auf 71,5 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um knapp 20 Prozent auf 348 Millionen Dollar zu.

06. DEZEMBER 2007

Die Asklepios Kliniken haben am 1.12.2007 die Hamburger CardioCliniC Krankenhausgesellschaft mbH übernommen. In der CardioCliniC werden alle Herzoperationen bei Erwachsenen durchgeführt. Sie behandelt pro Jahr zwischen 600 und 700 Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet. Die weit über die Grenzen Hamburgs hinaus renommierte Einrichtung befindet sich seit ihrer Gründung im Jahr 1990 in privater Trägerschaft.

06. DEZEMBER 2007

Die britische Einzelhandelskooperative "The Co-operative Group" (Co-op) hat 51 Apotheken der Kette PCT Healthcare übernommen. Nach Alliance Boots und Celesio-Tochter Lloydspharmacy ist Co-op - mit mittlerweile 780 Apotheken - damit der drittgrößte Apothekenkettenbetreiber Großbritannien. Insgesamt betreibt Co-op 4500 Einzelhandelsgeschäfte, darunter Reisebüros, Schuhgeschäfte, Haushaltwarenläden, Inneneinrichter, Immobilienbüros und vieles mehr. Die Gruppe beschäftigt rund 88.000 Mitarbeiter.

28. NOVEMBER 2007

Appian Group, US-Eigner des tschechischen Maschinenbaukonzerns Skoda, hat über Prague Real Estates die private Medicon-Holding gekauft. Zu Medicon gehören rund zehn Firmen mit etwa 700 Mitarbeitern, darunter mehrere Apotheken und Kliniken in der Tschechischen Republik wie Centromed und DTC Praha. Das Volumen der Transaktion lag nach Schätzungen bei über CZK 1 Mrd. Das Kartellamt hatte keine Einwände.

27. NOVEMBER 2007

Das US-Biotech-Unternehmen Celgene will den amerikanischen Blutkrebsspezialisten Pharmion für 2,9 Mrd. Dollar übernehmen. Celgene biete den Pharmion-Aktionären 72 Dollar je Aktie. Die Übernahme von Pharmion wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem weltweit führenden Anbieter im Bereich Blutkrebserkrankungen. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2008 abgeschlossen werden. Es bedarf nur noch der Zustimmung des Kartellamtes.

27. NOVEMBER 2007

Das Private Equity Unternehmen Cinven hat vor Kurzem die insgesamt 25 Kliniken des Krankenversicherers BUPA in Großbritannien übernommen. Als Kaufpreis wurden 2,07 Mrd. Euro angegeben.

20. NOVEMBER 2007

Der Pflegeheimbetreiber KerVita will zusammen mit der Volkssolidarität weiter expandieren. Nach Abschluss einer Testphase wollen der private Betreiber und der Wohlfahrtsverband mit dem bisher einzigartigen "Social-Private-Partnership-Modell" innerhalb von 2 Jahren in 10 Pflegeheime investieren. In Bad Doberan wird noch im November ein Haus eröffnet, in Bergen auf Rügen wurde mit dem Bau eines Heimes begonnen. Weitere Projekte für die Standorte Rostock und Lüneburg befinden sich im Verhandlungsstadium.

20. NOVEMBER 2007

Die Drogeriemarktkette dm zündet die Phase zwei. Seit Dezember konnten Kunden während eines Pilotprojektes in acht Filialen Arzneimittel bestellen und abholen. Vor wenigen Wochen dehnte die Kette das Angebot nun auf 83 Filialen in NRW aus. An Bestellterminals können Drogeriekunden ihre Rezepte einwerfen und 72 Stunden später ihre Medikamente abholen. Partner für dieses Projekt ist die niederländische Versandapotheke Europa Apotheek Venlo. Ziel von dm ist, das Angebot auf 300 Filialen in NRW und dann auf 900 Niederlassungen national auszuweiten.

09. NOVEMBER 2007

Siemens übernimmt die Mehrheit an dem gemeinschaftlich geführten Hersteller für Ultraschallgeräte Mochida in Japan und gründet mit Kamda Healthinformatics Institute ein Unternehmen für Klinik-IT.

09. NOVEMBER 2007

Microsoft baut seine Abteilung für medizinische Software und Services weiter aus und kaufte die thailändische Software-Firma Global Care Solutions. Das Unternehmen stellt Management-Systeme für Krankenhäuser her und ist bereits längere Zeit international aktiv. Microsoft will die Software "Hospital 2000" nun über sein globales Distributionsnetz vermarkten. Die Software von Global Care Solutions sorgt für die Archivierung medizinischer Daten und die Rechnungsstellung in verschiedenen Sprachen sowie das Management des Personals.

30. OKTOBER 2007

Die schwedische Immobiliengesellschaft Kungsleden AB hat eine Kooperationsvereinbarung mit Merkur Development in Bezug auf den Bau von fünf Altenheimen in Deutschland unterschrieben. Die gesamte Investition beläuft sich auf rund 57 Mio. Euro, einschließlich der Transaktionskosten. Die Altenheime werden von der AWO betrieben, einer der größten deutschen öffentlichen Betreiber mit etwa 700 Altenheimen in Deutschland. Die Mietverträge mit der AWO sind für eine Laufzeit von 25 Jahren bestimmt, mit voraussichtlichen Mieteinnahmen von ca. EUR 4 Mio. Euro. Kungsleden plant die vollständige Übernahme im Januar 2009.

30. OKTOBER 2007

Der Pharmahändler Celesio will die Mehrheit an dem russischen Pharmahändler OAO Protek übernehmen. Laut Celesio seien mit dem Mehrheitsgesellschafter der OAO Protek exklusive Verhandlungen über eine wirtschaftliche Kooperation und den schrittweisen Erwerb der Anteile vereinbart worden. OAO Protek ist mit einem Marktanteil von rund 24 Prozent das führende Distributionsunternehmen im russischen Pharmamarkt. Zu OAO Protek gehört u.a. die zweitgrößte russische Apothekenkette mit 634 Apotheken (Stand 2006).

17. OKTOBER 2007

Der US-Investor Guy Wyser-Pratte steigt in den deutschen Altenpflege-Markt ein und beteiligt sich mit fünf Prozent an Curanum, einem der größten fünf Anbieter von Seniorenresidenzen und Pflegeheimen in Deutschland. Um eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erreichen, will der Amerikaner die Curanum AG mit anderen Pflegeunternehmen verschmelzen, mehrere Firmen haben bereits ihr Interesse bekundet. In Sachen Konsolidierung liegt der deutsche Pflegemarkt weit hinter der internationalen Konkurrenz, so Wyser-Pratte.

17. OKTOBER 2007

Der Mannheimer Pharmahandelskonzern Phoenix hat den zweitgrößten schweizerischen Großhändler Amedis-UE mehrheitlich übernommen. Bereits seit 2000 war Phoenix mit 49 Prozent an Amedis beteiligt. Die Amedis Holding AG befand sich im Besitz von rund 620 Apothekern sowie zweier Investoren.

11. OKTOBER 2007

Der Pharmakonzern Merck KGaA will in den kommenden Jahren das Wachstum durch Zukäufe vorantreiben. Vor allem in den Bereichen rezeptfreie Medikamente und Life Sciences will sich der Konzern bis 2010 durch Akquisitionen verstärken. Die Übernahmen sollen die Marktmacht des Unternehmens stärken, den Gewinn erhöhen und Mercks Jahresumsatz bis zum Jahr 2010 auf 10 Mrd. Euro steigern.

11. OKTOBER 2007

Immer mehr Menschen nutzen Präventionsangebote der Krankenkassen. Dies geht aus dem fünften Präventionsbericht der Kassen hervor. Fast 3,8 Millionen Menschen haben demnach 2005 an Maßnahmen der Primärprävention und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) der Kassen teilgenommen, rund 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von 2000 bis 2005 wuchsen die Gesamtausgaben für Präventionsmaßnahmen von 43 Millionen auf fast 180 Millionen Euro. 1,2 Millionen Menschen nahmen an vorbeugenden Gesundheitskursen teil.

11. OKTOBER 2007

Durch Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) wird die Gesamtzahl der Mehrgenerationenhäuser von zunächst geplanten 439 auf insgesamt 500 erhöht; die Fördersumme steigt somit auf 100 Millionen Euro. Derzeit erhalten bereits 455 Mehrgenerationenhäuser die staatlichen Fördermittel.

28. SEPTEMBER 2007

Das Hamburger Biotechnologie-Unternehmen Evotec plant die Übernahme des biopharmazeutischen Unternehmens Renovis mit Sitz in San Francisco. Laut Evotec hat die Transaktion ein Volumen von rund 109,5 Millionen Euro. Ziel des Zusammenschlusses sei es, sich bei der Wirkstoffforschung und -entwicklung breiter aufzustellen. Zudem strebt das fusionierte Unternehmen eine Notierung an der US-Technologiebörse Nasdaq an.

28. SEPTEMBER 2007

Informationen über die Qualität von Pflegeheimen sollen transparenter werden. Der Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) veröffentlichte kürzlich schwerwiegende Missstände in deutschen Pflegheimen. Gleich darauf riefen Politiker nach einem Pflege-TÜV. Bisher stellen die Kontrolleure des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen bei einem unangemeldeten Besuch fast 400 Fragen und tragen ihre Ergebnisse in einem ausführlichen Prüfbericht zusammen. Dieser Prüfbericht ist zurzeit noch geheim. Nach Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sollen die MDK-Gutachten in eine für Laien verständliche Form gebracht und als Qualitätsberichte veröffentlicht werden. Schmidt hofft, Pflegeanbieter damit im Wettbewerb um neue Kunden stärker zu Qualität zwingen zu können. Die Kranken- und Pflegekassen unterstützen dieses Vorhaben.

21. SEPTEMBER 2007

Gemessen am Transaktionsvolumen hat sich die Konsolidierung der globalen Pharma- und Healthcare-Industrie beschleunigt. Der Gesamtwert der Fusionen und Übernahmen erreichte im ersten Halbjahr 2007 in den Sektoren Pharma, Medizintechnik und Healthcare 140 Milliarden US-Dollar. Damit dürfte hochgerechnet auf das Gesamtjahr die 2006 erreichte Marke von 209 Milliarden US-Dollar übertroffen werden, so die Analyse "Pharmaceutical Sector M&A Insights 2006/2007" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

21. SEPTEMBER 2007

Der deutsche Medizintechnikmarkt rechnet in diesem Jahr mit einem deutlichen Umsatzzuwachs und zusätzlichen Arbeitsplätzen. Der neue Vorsitzende des Industrieverbands Spectaris, Josef May, geht von einem Wachstum von neun Prozent im Gesamtjahr auf 47,3 Milliarden Euro aus. Er sprach sich außerdem für eine weitere Flexibilisierung des Gesundheitssystems in Deutschland aus.

10. SEPTEMBER 2007

Die Drogeriemarktkette dm will Medikamente vertreiben. Der bundesweit zweitgrößte Drogeriebetreiber dm wird zunächst in 80 Filialen in NRW apothekenpflichtige Medikamente abgeben! Der Service ist eine Kooperation mit einer niederländischen Versandapotheke in Venlo. Ein Test in acht Filialen im Rheinland sei erfolgreich gewesen, das Angebot solle nun nach und nach bundesweit ausgedehnt werden.

10. SEPTEMBER 2007

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden 2008 voraussichtlich um 2,2 Mrd. Euro bzw. 7,9 Prozent steigen. Die Gesamtausgaben werden damit im kommenden Jahr bei ca. 28,9 Mrd. Euro ohne Impfstoffe und bei 30,5 Mrd. Euro mit Impfstoffen liegen. Der Zusammenhang zwischen Mehrausgaben und Therapiefortschritt besteht u.a. in steigenden Arzneimittelausgaben, weil der medizinische Fortschritt immer bessere Medikamente für eine immer älter werdende Gesellschaft hervorbringen wird, so der Vorsitzende des Vorstands des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Dr. Dr. Andreas Barner.

10. SEPTEMBER 2007

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler GEHE stattet seine Commitment-Apotheken mit einer einheitlichen Kundenkarte aus. Gemeinsam mit der Bertelsmann-Tochter Arvato will Gehe im ersten Quartal des kommenden Jahres flächendeckend die so genannte DeutschlandCard einführen. Denn um zu den etablierten Bonusmodellen von Mitbewerbern wie dem Phoenix-Partner MVDA (Payback) oder Parmapharm (HappyDigits) aufzuschließen, will GEHE aus dem Stand flächendeckend starten. Größte Partner bei der DeutschlandCard sind Edeka und die Deutsche Bank mit 3500 beziehungsweise 1300 Filialen.

24. AUGUST 2007

Die Apothekenkooperation ProPharm wächst auf über 70 Mitglieds-Apotheken heran. Die vor zwei Jahren gegründete ProPharm AG mit Sitz in Aitrach hat am 09. Juli 2007 ihr 72. Mitglied begrüßen dürfen und ist mit über siebzig Mitgliedern nun größer als die bekannte Franchisegruppe der DocMorris-Apotheken mit ca. 20 Markenpartnern. Ein Ende des Zuwachses an kooperierenden Partner-Apotheken ist noch lange nicht in Sicht. Mit überzeugenden, innovativen und vielseitigen Geschäftskonzepten sollen im verschärften Wettbewerb bisherige Vorteile gegenüber der Konkurrenz weiter ausgebaut werden. Ziel ist der Anschluss weiterer Apotheken an die ProPharm und die Schaffung eines flächendeckenden Netzes an kooperierenden Apotheken in Deutschland.

22. AUGUST 2007

Das Dienstleistungsunternehmen Zehnacker, einer der führenden Dienstleister im Bereich des kompletten Gebäude- und Facility Managements, plant, Krankenhausbetreiber zu werden. Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter, Nikolai Burkart, kann sich das Unternehmen Zehnacker vorstellen, Akutkrankenhäuser zu übernehmen. Große Dienstleistungsunternehmen wie z.B. Dussmann und andere haben bereits große Managementteile in den Krankenhäusern übernommen, vor einer kompletten Übernahme jedoch stets Halt gemacht.

22. AUGUST 2007

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will in Deutschland im Bereich Medizintechnik Marktanteile gewinnen und seine Position verbessern. Bislang liegen Siemens und der niederländische Konkurrent Koninklijke Philips Electronics auf den beiden ersten Plätzen. Auch nach der geplatzten Milliardenübernahme des Medizintechnikkonzerns Abbott Laboratories halte GE an seiner Strategie im Bereich Health Care fest, sagte der Deutschland-Chef.

14. AUGUST 2007

Der Koblenzer Softwarehersteller Compugroup, der u.a. Arztpraxen ausrüstet, will den britischen Konkurrenten iSoft übernehmen und damit verstärkt in den Markt mit Kliniksoftware einsteigen. Der Börsenneuling bietet für iSoft rund 400 Mio. Euro. Mit der Übernahme würde Compugroup zum drittgrößten deutschen Softwareanbieter nach SAP und Software AG aufsteigen.

14. AUGUST 2007

Siemens verstärkt seine Medizintechniksparte und wird zum weltweit größten Diagnostikanbieter. Das Unternehmen will für rund 7 Mrd. Dollar das amerikanische Unternehmen Dade Behring übernehmen, das diagnostische Produkte und Dienstleistungen für Labore anbietet. Im vergangenen Jahr hatte Siemens bereits die Diagnostiksparte von Bayer und die US-Firma Diagnostic Products erworben.

14. AUGUST 2007

Der europäische Investor Cinven kauft für 678 Mio. Euro den spanischen Gesundheitsdienstleister USP Hospitales.

14. AUGUST 2007

Die im niedersächsischen Bad Laer ansässige Sanicare-Versandapotheke legt weiterhin kräftig zu. Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr konnte eine Umsatzerhöhung von 76 Mio Euro verbucht werden. Der Versandapothekenumsatz stieg innerhalb von 12 Monaten von 80 auf 125 Mio Euro. Gleichzeitig wuchs die Mitarbeiterzahl sowie die täglichen Arzneimittelaussendungen.

31. JULI 2007

Auch im vergangenen Jahr haben die Deutschen mehr Geld für verschreibungspflichtige Arzneimittel ausgegeben. Laut dem neuen Arzneimittel-Atlas des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller wurden an den Apothekenkassen 563 Mio. Euro mehr umgesetzt als 2005. Die Mehrausgaben werden u.a. auf den gestiegenen Verbrauch zurückgeführt. Auch habe eine "Umstrukturierung in Richtung teurerer Medikamente" stattgefunden. Zwar seien die Preise für Arzneimittel generell gesunken, Ärzte aber leichter bereit, mehr zu verschreiben oder das teure Produkt zu wählen. Man rechnet damit, dass die Ausgaben für Medikamente in den kommenden Jahren noch weiter steigen.

25. JULI 2007

Heute müssen jährlich rund eine Million Patienten mehr in deutschen Kliniken medizinisch versorgt und pflegerisch betreut werden als noch 1995; jede Pflegekraft muss heute 23 Prozent mehr Patienten versorgen. Die individuelle Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit nimmt gleichzeitig zu. Zu dem Schluss kommt das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln in seiner aktuellen Studie, die den Strukturwandel im deutschen Krankenhauswesen untersucht.

25. JULI 2007

Laut einem Zeitungsbericht steht die Drogeriemarktkette Schlecker möglicherweise vor dem Einstieg in den deutschen Apothekenmarkt. Im Zuge der Liberalisierung des deutschen Apothekenmarkts wird in der Branche vermutet, dass Schlecker mit einem Discount-Konzept in den Markt für apothekenpflichtige Präparate einsteigen möchte.

05. JULI 2007

Deutsche Medizinprodukte stehen international auf Platz 2.Nach einem Bericht der Branchenverbände BVMed und Spectaris ist die Medizintechnologie eine dynamische und hoch innovative Branche. Bei Patenten und Welthandelsanteil liegt Deutschland auf Platz 2 hinter den USA. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielen die deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten, die weniger als drei Jahre alt sind. Durchschnittlich investieren die forschenden MedTech-Unternehmen rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Die Kernbranche beschäftigt insgesamt in Deutschland rund 165.000 Menschen in 11.000 Unternehmen. Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen legte in Deutschland 2006 um 8,1 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu.

05. JULI 2007

Laut einer Roland Berger Studie geben Deutsche immer mehr Geld für Gesundheit aus. Erwachsene geben durchschnittlich 900 Euro im Jahr zusätzlich zur Krankenversicherung für Gesundheit aus. Der sog. Zweite Gesundheitsmarkt, der alle privat finanzierten Gesundheitsdienstleistungen und Produkte (Vorsorgeuntersuchungen, alternative Medizin, Wellness, Sport und gesunde Ernährung) beinhaltet, umfasst heute ein Volumen von 60 Milliarden Euro im Jahr. Seit dem Jahr 2000 sind damit die privaten Gesundheitsausgaben jährlich um 6 Prozent gestiegen.

05. JULI 2007

Die Marseille-Kliniken AG konnte erfolgreich mit dem Immobilien-Investor Grosvenor House Group PLC, Großbritannien, ein drittes umfangreiches Sale-and-lease-back- Geschäft abschließen. Dabei wird die Marseille-Kliniken AG insgesamt sechs Immobilien, drei aus dem Bereich Pflege und drei aus dem Bereich Rehabilitation, mit insgesamt 1.304 Betten an den Investor verkaufen und gleichzeitig langfristig zurückpachten. Die Transaktion mit einem Volumen von 95,5 Mio. Euro bietet dem Unternehmen weiteren finanziellen Spielraum zur Realisierung der Wachstumsstrategie im Kernsegment Pflege.

26. JUNI 2007

Der Pharmakonzern Roche will das US-Unternehmen Ventana für ca. 3 Mrd. $ kaufen. Die Übernahme soll einvernehmlich über die Bühne gehen. Der Basler Konzern will durch die Übernahme von Ventana, einem führenden Unternehmen im rasch wachsenden Segment gewebebasierter Diagnostika, seine führende Stellung bei in-vitro-diagnostischen Systemen und Krebstherapien stärken.

22. JUNI 2007

Der Asiatische Pharma Markt gewinnt weiter an Bedeutung gegenüber Europa und Nordamerika. Zu dieser Einschätzung kommen nach einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) nicht nur gut 60 Prozent der asiatischen Pharmaunternehmen, sondern auch die klare Mehrheit (55 Prozent) der auf dem Kontinent aktiven multinationalen Pharmakonzerne. So will jedes dritte befragte asiatische Pharmaunternehmen durch Zukäufe wachsen. Knapp 20 Prozent erwägen auch Akquisitionen international tätiger Wettbewerber. Bislang ist erst jedes zweite befragte asiatische Unternehmen auf dem Weltmarkt präsent, doch für drei von vier Unternehmen ist der Export eines der wichtigsten Ziele und rund 65 Prozent wollen ihren Anteil am globalen Pharmamarkt steigern.

15. JUNI 2007

Der Umsatz der Pharmaindustrie wird sich bis 2020 weltweit verdoppeln und zwar auf rund 1,3 Billionen US-Dollar. Zu diesem Schluss kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in der Studie "Pharma 2020: The Vision - Which Path will you take?". Insbesondere der demographische Wandel und der Wirtschaftsaufschwung in den Ländern sind Gründe dieses Wachstums. Allerdings sind die Wachstumschancen mit erheblichen Herausforderungen für die Branche verbunden. "Die Pharmaindustrie muss sich verstärkt an den Bedürfnissen und Anforderungen der Patienten in den aufstrebenden Märkten orientieren. Statt einige wenige Blockbuster weltweit zu vermarkten, sollten Unternehmen künftig eine differenzierte Produktpalette für Patienten mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen anbieten", so Volker Booten, verantwortlicher Partner für den Bereich Chemicals & Pharma bei PwC in Deutschland.

14. JUNI 2007

Laut Chairman Ramprasad Reddy schaut sich der indische Arzneimittelhersteller Aurobindo Pharma in Europa nach möglichen Übernahmezielen in der Größenordnung von 100 Millionen Dollar um. Durch eine Übernahme möchte das Unternehmen auf dem europäischen Kontinent Fuß fassen. So will Aurobindo in den kommenden drei Jahren seinen Umsatz von derzeit 500 Millionen auf 1 Milliarde Dollar verdoppeln.

14. JUNI 2007

Das italienische Pharmaunternehmen Rottapharm wird das Pharmageschäft der Kölner Madaus-Gruppe übernehmen. Dies teilte der Mehrheitseigentümer der Madaus-Gruppe, die Droege International Group AG, am Mittwoch in Düsseldorf mit. Madaus Pharma entwickelt und vermarktet Naturarzneimittel und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro. Der Käufer übernimmt die Rechte für die Marke Madaus. Nach dem Verkauf des Pharmageschäfts verbleiben bei Droege und Mitgliedern der Familie Madaus die Allergie-Sparte, die Servox AG und Grundbesitz in Spanien. Der Gesamtumsatz der Madaus- Gruppe belief sich 2006 auf knapp 350 Millionen Euro.

14. JUNI 2007

Laut der "South China Morning Post" greift Legend Holdings, der Mutterkonzern des chinesischen PC-Riesen Lenovo, nach China Pharmaceutical. Demnach will die Gesellschaft in jedem Fall mindestens die kontrollierende Mehrheit der Anteile von der in Hongkong gelisteten Pharmagruppe übernehmen.

13. JUNI 2007

Kursana Residenzen plant für 2007 sieben neue Seniorenheime zu errichten. Kursana ist ein Geschäftsbereich des Dussmann Konzerns, der europaweit zu den größten Dienstleistungsunternehmen in den Serviceleistungen Gebäudereinigung, Catering, Sicherheitsdienste und Facility Management zählt. Derzeit unterhält Kursana 85 Senioren- und Pflegeheime in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Estland.

10. JUNI 2007

Die Berliner Beteiligungsfirma Vatas ist einem Bericht zufolge neuer Großaktionär des Münchner Pflegeheim-Betreibers Curanum. Vatas hält seit kurzem zehn Prozent an dem im SDAX notierten Unternehmen, berichtete "Euro am Sonntag" unter Berufung auf Firmenkreise. "Die Anteile wurden im Rahmen der Kapitalerhöhung platziert." Vatas hat für die Beteiligung rund 22 Millionen Euro gezahlt. Mit einem Teil des Geldes will Curanum weitere Übernahmen finanzieren. Das Unternehmen plant laut Finanzvorstand Bernd Rothe, bis Jahresende "sieben bis acht Einrichtungen" zu übernehmen.

5. JUNI 2007

Der deutschen Pharma-Industrie dürfte ein drastischer Abbau im Außendienst bevorstehen. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton bei 150 Vorständen und Bereichsleitern von Arnzeimittelherstellern. "Es wird erwartet, dass in den nächsten fünf Jahren ein Drittel der Stellen im klassischen Vertrieb wegfällt", sagte Booz Allen Pharmaexperte Rolf Fricker der "Süddeutschen Zeitung". Aktuell beschäftigen Pharmahersteller und auf Außendienst spezialisierte Leiharbeitsbetriebe bis zu 22.000 Menschen. Um Kosten zu sparen, dürfte die Zahl der Außendienstmitarbeiter auf künftig 14.000 zurückgehen.

31. MAI 2007

Nach dem Magazin Technology Review steht der Pharma-Branche höchstwahrscheinlich eine neue Welle von Fusionen und Übernahmen bevor. So hat sich die Zahl der jährlichen Fusionen im Pharma- und Biotech-Bereich in den vergangenen zehn Jahren von 289 auf 746 mehr als verdoppelt. "Es sind weitere Mergers und Acquisitions zu erwarten", sagt auch Olaf Tölke, Pharma-Analyst bei der Rating-Agentur Standard & Poor's. Auch im Vergleich etwa zur Auto-Industrie hat die Pharmabranche noch keinen sehr hohen Konzentrationsgrad erreicht: Pfizer als Nummer eins beispielsweise kommt auf einen Marktanteil von gerade einmal 6,5 Prozent.

22. MAI 2007

Die Radebeuler Hexal Pharma ist einem Zeitungsbericht zufolge an die Jossa Arznei GmbH in München verkauft worden. Dies hat die Ausgliederung des Arzneimittelwerks in Radebeul aus dem Schweizer Konzern Novartis/Sandoz zur Folge. Novartis hatte das Werk in Sachsen vor zwei Jahren gekauft. Am Standort in Radebeul bei Dresden sind Investitionen im zweistelligen Millionenbereich geplant und auch Fördermittel beantragt. Das Werk beschäftigt 225 Mitarbeiter und liefert Wirkstoffe gegen Krebs, Entzündungen und Herz- Kreislauf-Erkrankungen.

21. MAI 2007

Die Schweizer Börse wird bei Biotech- und Pharmabetriebe in letzter Zeit immer beliebter. Seit Anfang 2006 haben überdurchschnittlich viele Biotech- und Pharmabetriebe ihre Titel an der Schweizer Börse kotiert. Inzwischen ist Zürich Europas größter Handelsplatz für Pharmaforschung. Die europaweit größten Biotechbörsengänge der letzten Jahre gingen jeweils in Zürich über die Bühne: 2004 beschaffte sich der Roche-Spin-off Basilea 200 Millionen Franken, 2005 flossen dem Antiobiotikaforscher Arpida 100 Millionen frisches Kapital zu. Im vergangenen Jahr belegte die italienische Newron mit 120 Millionen Franken den Spitzenplatz.

10. MAI 2007

Unter 1000 Deutschen gaben 78% an, sie glauben, dass die beschlossene Gesundheitsreform bis spätestens 2009 nachgebessert werden muss. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) hervor. "Insgesamt erwarten die Menschen von den neuen Regelungen im Gesundheitswesen im Ergebnis offensichtlich wenig Gutes", erklärt Yzer von TNS Emnid.

4. MAI 2007

Die Österreichische Post übernimmt 74,9 Prozent der Firma Scherübl, Marktführer im Bereich temperatursensibler Pharmatransporte. Scherübl ist mit weit mehr als über 50 Prozent Marktanteil Marktführer in Österreich bei temperaturgeführten Transporten und einem Umsatz von 3,5 Millionen Euro. Nahezu alle namhaften Pharmaunternehmen sind Kunden von Scherübl.

2. MAI 2007

Bosch will Fresenius-Tochter kaufen. Die Bosch-Gruppe will die Dresdner Pharmatec GmbH von der Fresenius ProServe GmbH kaufen. Zu der Transaktion gehört auch die Pharmatec-Tochtergesellschaft Schoeller-Bleckmann Medizintechnik Ges.m.b.H mit Sitz in Ternitz, Österreich. Die Fresenius-Tochter Pharmatec ist im pharmazeutischen Anlagenbau tätig, wobei der Fokus auf hygienischen und sterilen Prozesstechniken vor allem für die Bereiche Pharma und Biotechnologie liegt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Allerdings steht die Transaktion unter dem Vorbehalt kartellbehördlicher Genehmigungen.

26. APRIL 2007

Die Celesio AG übernimmt die Versandapotheke DocMorris. Celesio erhält 90 Prozent der Anteile von DocMorris und die übrigen knappen 10 Prozente bekommt das Management des Versandapothekenbetreibers. "Mit diesem Schritt sichert sich Celesio die einzige deutschlandweit bekannte Apothekenmarke", betonte Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender der Celesio. "Wir setzen damit ein klares Zeichen gegen Discountanbieter und apothekenferne in- und ausländische Interessenten. Gleichzeitig schaffen wir die Basis, um auch die Position der Kunden unserer deutschen Tochter GEHE im Wettbewerb zu stärken."

24. APRIL 2007

Für Gesundheit sind in Deutschland im Jahr 2005 rund 239,4 Milliarden Euro oder 10,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgegeben worden. im Schnitt hat jeder Deutsche 2005 somit 2900 Euro für die Gesundheit investiert - wobei etwas mehr als die Hälfte von den Krankenkassen übernommen wurde. Dabei sind besonders die Ausgaben für Arzneimittel stark gestiegen. Im Vergleich zu 2004 seien die Ausgaben um 2,4 Prozent gestiegen, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Während die Ausgaben für ärztliche Leistungen lediglich um 0,5 Prozent stiegen, wuchsen die Ausgaben für Arzneimittel um gut zehn Prozent.

24. APRIL 2007

Die deutsche Biotechnologie-Branche ist weiter auf Wachstumskurs. So erwarten die Experten von Ernst & Young für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg auf 1 Milliarde Euro. Im vergangenen Jahr seien die Erlöse der deutschen Biotechnologie-Unternehmen auf 945 Millionen Euro gestiegen, sagte Siegfried Bialojan, Leiter des Industriesektors Biotech bei Ernst & Young am Montag in Frankfurt. "Die deutsche Biotechnologie-Branche ist wieder klar auf Wachstumskurs", kommentierte Bialojan die Zahlen. Die Stimmung ist deutlich besser als in den Vorjahren, und es wird endlich wieder mehr investiert."

23. APRIL 2007

Für 15,2 Mrd. Dollar wird der britische Pharmakonzern AstraZeneca plc das amerikanische Biotech-Unternehmen MedImmune Inc. übernehmen. Einschließlich Barmitteln in Höhe von 340 Mio. Dollar liegt das Volumen bei rund 15,6 Mrd. Dollar.

20. APRIL 2007

Die Drogeriemarktkette Schlecker steht vor dem Einstieg in den deutschen Apothekenmarkt. So sucht der Filialist per Chiffre-Anzeige Apotheker für den Aufbau einer neuen europäischen Vertriebsstruktur im Pharmaziebereich, berichtete das "Handelsblatt". In der Branche werde vermutet, dass Schlecker bei einer Liberalisierung des deutschen Apothekenmarkts mit einem Discount-Konzept an den Start gehen wolle. Viele Apotheker und Branchenkenner aus dem Pharmagroßhandel erwarten, dass in diesem Fall die Drogeriemarktketten Schlecker, Rossmann und DM in den Markt drängen, die bereits frei verkäufliche Arzneien vertreiben.

13. APRIL 2007

Das Biotechunternehmen Qiagen legte ein Übernahmeangebot für das US-Unternehmen eGene vor. Der Kaufpreis liege bei rund 25 Millionen Euro. Die Aufsichtsgremien der Unternehmen hätten die Transaktion bereits genehmigt. Die Zustimmung der Aktionäre von eGene und der Aufsichtsbehörden stehe noch aus.

10. APRIL 2007

2006 war ein Erfolgsjahr für die Pharmaindustrie. So erwirtschafteten die 20 führenden Unternehmen der Pharmaindustrie im vergangenen Jahr gemeinsam einen addierten Betriebsgewinn von rund 124 Mrd. Dollar. Auch die Umsätze legten um knapp acht Prozent zu. Die generelle Ertragskraft der Unternehmen wird durch Patentabläufe, Generikakonkurrenz und politischen Gegenwind bisher kaum gebremst. Allerdings belasten Übernahmen die Kapitalrenditen. Die insgesamt positive Entwicklung dürfte sich 2007 nach Einschätzungen von Branchenbeobachtern fortsetzen.

5. APRIL 2007

Die Roche Holding AG wird die amerikanische BioVeris Corp für rund 600 Mio. Dollar übernehmen. Laut der Pressemitteilung des schweizerischen Konzerns will man durch die Akquisition seine führende Position im ECL-Immunochemiegeschäft weiter verstärken.

3. APRIL 2007

Die CompuGROUP Holding AG plant in den kommenden Monaten die Notierung im Amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Das Unternehmen beabsichtigt, die Mittel aus einer Kapitalerhöhung im Rahmen des geplanten Börsengangs zur Finanzierung der weiteren Expansion einzusetzen. Wesentliche Anteilseigner der CompuGROUP sind die Familie Gotthardt mit 54,6% des Grundkapitals sowie die Beteiligungsgesellschaft General Atlantic mit 36,9%. Die CompuGROUP ist deutscher Marktführer bei Arztinformationssystemen für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte. Europaweit nutzen rund 240.000 Ärzte und Zahnärzte die Produkte und Dienstleistungen der CompuGROUP.

2. APRIL 2007

Celesio torpediert Rekordofferte für Boots. Für den Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) tritt nach der Ankündigung eines Rekordgebots für den britischen Pharmahändler Alliance Boots ein Gegenspieler aus Deutschland auf. Dabei geht es um eine der spektakulärsten Übernahmen Großbritanniens. Celesio, Pharmagroßhändler und Teil der Haniel-Gruppe, hat nach Informationen der Financial Times die Investmentbank NM Rothschild beauftragt, bei Finanzinvestoren das Interesse an einer gemeinsamen Gegenofferte abzuklopfen. In einer frühen Phase bemüht sich Celesio um ein Bieterkonsortium, dass das KKR-Gebot von über 10 Mrd. Pfund (rund 14,7 Mrd. Euro) übertreffen und Alliance Boots anschließend unter sich aufteilen könnte.

29. MÄRZ 2007

Der Generikahersteller STADA will das künftige Wachstum durch internationale Zukäufe weiter beschleunigen. STADA-Vorstandschef Hartmut Retzlaff am Donnerstag frühere Aussagen. "Wachstum und Wertsteigerung bleiben für STADA unverändert Ziele, die der Konzern auch in den nächsten Jahren aus eigener Kraft erreichen kann."

28. MÄRZ 2007

Wegen der Pläne einer Übernahme des US-Konkurrenten Bristol-Myers Squibb ist bei Sanofi-Aventis ein Streit im Führungsgremium entfacht. So gebe es unterschiedliche Auffassungen zwischen Chairman Jean-Francois Dehecq und Unternehmens Gerard Le Fur bezüglich der Strategie. Während Dehecq eine Transaktion mit Bristol-Myers Squibb präferiere, sehe Le Fur die Notwendigkeit, sich auf interne Forschung und Entwicklung zu fokussieren.

28. MÄRZ 2007

HOCHTIEF-Tochter Turner baut Krankenhäuser in den USA. So konnte die US-Tochter Turner des Baukonzerns HOCHTIEF zwei Neuaufträge im Gesundheitswesen in den USA ergattern. Das Gesamtvolumen beträgt insgesamt über 108 Millionen Euro.

21. MÄRZ 2007

Globaler Pharmamarkt legte 2006 um sieben Prozent zu. Dank eines starken Wachstums in den USA, Asien und Lateinamerika hat im vergangenen Jahr der globale Pharmamarkt um sieben Prozent auf 643 Milliarden Dollar (483,6 Mrd. Euro) zugelegt. Dagegen verlangsamte sich der Anstieg des Pharmaumsatzes in Europa.

16. MÄRZ 2007

Nach Meldungen der "Economic Times" ist die Bad Vilbeler STADA nicht mehr im Rennen um das Generikageschäft des Konkurrenten Merck KGaA. Ebenfalls nicht mehr mit von der Partie ist laut Zeitung das US-Unternehmen Barr Pharmaceuticals. Merck habe inzwischen eine so genannte Short List mit Interessenten zusammengestellt, die einen tieferen Blick in die Bücher erhalten sollen. Darunter sind laut Zeitung Ranbaxy, Mylan Laboraties, Teva Pharmaceutical, Actavis und ein bis zwei Finanzinvestoren.

14. MÄRZ 2007

Die DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Stuttgart, ein Tochterunternehmen der DocCheck AG hat am Dienstag die Medilab GmbH vollständig erworben. Die Medilab GmbH soll als weiterer Vertriebsstandort für die Handels-und Logistikaktivitäten von DocCheck entwickelt werden. Die DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH verfügt damit über die Standorte Süd in Stuttgart, Ost in Leipzig und West in Essen, wobei weitere Vertriebsstandorte geplant sind. Dabei werden Medizinbedarf und erklärungsbedürftige medizintechnische Geräte vertrieben, die teilweise eine individuelle und ortsnahe Kundenbetreuung benötigen.

14. MÄRZ 2007

Die Pharmasparte Organon des niederländischen Chemiekonzerns Akzo Nobel wurde für elf Milliarden Euro in bar an den US-Konzern Schering-Plough verkauft. Dies ist von den Unternehmen am Montag mitgeteilt worden. Mit dem jetzigen Verkauf ist der seit langem angekündigte Börsengang der Tochter jedoch vom Tisch.

13. MÄRZ 2007

Der britische Pharmagroßhändler und Apothekenbetreiber Alliance Boots plc hat am Montag ein Milliardenschweres Übernahmeangebot von der Private Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) abgelehnt. Das Angebot belief insgesamt auf rund 9,7 Mrd. Britische Pfund. KKR wird dabei von Stefano Pessina, Executive Deputy Chairman von Alliance Boots unterstützt. Er besitzt selbst 15 Prozent der Anteile an dem Konzern.

13. MÄRZ 2007

Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist auch im vierten Quartal 2006 weiter gestiegen. Nach einer aktuellen Erhebung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gab es am 31. Dezember bereits 666 MVZ in Deutschland. So ist die Anzahl der MVZ seit Oktober 2006 um fast 20 Prozent gestiegen. Die meisten dieser Zentren liegen in Bayern, Berlin und Niedersachsen.

5. MÄRZ 2007

Ärzte in Baden-Württemberg können künftig ihr Einkommen aufbessern, wenn sie ihren Patienten preisgünstige Arzneien verschreiben. So erhalten Ärzte, im Rahmen einer Rabattoffensive der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), ab April 30 Prozent der Ersparnis von der Kasse überwiesen. Den Rest behält die Kasse.

2. MÄRZ 2007

Europas größter Pharmagroßhändler Celesio plant eine eigene Apothekenkette. Sollten künftig eventuell auch Firmen in Deutschland Apotheken besitzen dürfen, ist Celesio laut ihrem Chef Fritz Oesterle "auf die Marktöffnung vorbereitet". Komme die Marktöffnung, so rechne Oesterle er mit einem starken Anbieterwettkampf: "Ich erwarte einen dramatischen Anstieg von Apotheken".

16. FEBRUAR 2007

Am 1. April startet in Deutschland im Free-TV der erste Fernsehsender ausschließlich zu Gesundheitsfragen. Das Deutsche Gesundheitsfernsehen (DGF) wird sich rund um die Uhr mit Themen wie Wellness, Medizin oder Ernährungstipps befassen, wie Gründer Gerd Berger am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Geplant ist unter anderem ein wöchentlicher Gesundheits-Talk aus Berlin mit Gesprächspartnern aus der Politik, den Verbänden und aus dem Gesundheitswesen. Das Programm soll demnach frei empfangbar über Astra digital ausgestrahlt werden. Zusätzlich zum TV-Auftritt soll ein entsprechendes Online-Portal aufgebaut werden.

12. FEBRUAR 2007

Die Röhn Klinikum AG ist an einer Übernahme des Uniklinikums Mainz interessiert. Herr Hamann bestätigte auf Anfrage der AZ ein "grundsätzlich großes Interesse". Allerdings sei es auch eine Frage der Konditionen. "Wir können auch sagen: Da behaltet es halt!".

8. FEBRUAR 2007

Der britische Supermarktriese Tesco bietet seinen Kunden seit Mitte Januar private Krankenversicherungen an. Die Policen sind nach Angaben des Unternehmens bis zu einem Drittel günstiger als die Verträge der Konkurrenz. Allerdings können die Versicherungen nur per Internet oder Telefon abgeschlossen werden. Als Partnerunternehmen für die Krankenversicherung fungiert Krankenversicherer Axa PPP Healthcare.

8. FEBRUAR 2007

In Großbritannien will der britische Milliardär Richard Branson eine Kette mit Hausarzt-Praxen eröffnen. Dabei sorgt Branson für Wirbel innerhalb der Ärzteschaft. Schon "innerhalb der nächsten zwölf Monate" solle die erste Hausarztpraxis eröffnet werden. Die Praxen sollen unter dem Namen "Virgin Medical Centre" laufen. Allerdings will die Kette nur Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln.

5. FEBRUAR 2007

Die beiden japanischen Pharmakonzerne Tanabe Seiyaku Co. Ltd und Mitsubishi Pharma Corp., eine Tochter der Mitsubishi Chemical Holdings Corp. werden fusionieren. Die Mehrheit der Anteile an dem neuen Unternehmen wird Mitsubishi Chemical nach der Fusion am 1. Oktober des laufenden Jahres halten. Mit der Fusion wird der fünftgrößte japanische Pharmakonzern entstehen mit dem Namen Mitsubishi Tanabe Pharma Corp.

1. FEBRUAR 2007

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) gab bekannt, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gestiegen sind. So wuchsen die Ausgaben auf 23,7 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate von 1,8 Prozent seien die Ausgaben damit sogar stabil geblieben, betont die ABDA. Sie führt die Entwicklung auf die Wirkungen des Arzneimittelsparpakets zurück, das seit April 2006 in Kraft ist.

30. JANUAR 2007

Die Arzneimittel-Hersteller Sanofi-Aventis und Bristol-Myers Squibb planen einen möglichen Unternehmenszusammenschluss. Dabei würde ein neuer Pharmariese entstehen, der den bisherigen Marktführer Pfizer auf den zweiten Platz verdrängt. Der neue Konzern stiege somit zum weltweit größten Unternehmen auf: Bristol-Myers hat einen Börsenwert von rund 51,1 Milliarden US-Dollar, Sanofi-Aventis ist mit etwa 95 Milliarden Euro verzeichnet.

30. JANUAR 2007

In einer Studie von McKinsey wurden mehr als 1.600 Krankenhäuser in Deutschland untersucht. Das überraschende Ergebnis: Die deutschen Krankenhäuser sind besser als ihr Ruf und schneiden selbst international weitaus besser ab, als gedacht. Jedoch besteht noch ein enormes Einsparpotential von ca. 5. Mrd. EUR.

24. JANUAR 2007

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer wird das Werk seiner Tochterfirma Heumann PCS in Feucht bei Nürnberg verkaufen. Nach Ansicht des Betriebsrats müsse die Belegschaft des Werks auch bei einem Verkauf keine Angst um ihren Job haben, denn das Werk arbeite hoch profitabel.

19. JANUAR 2007

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will für 8,13 Mrd. Dollar das Diagnostikgeschäft von Abbott Laboratories kaufen. Die Abbott-Sparte bietet u.a. Produkte für Bluttests an. Mit der Übernahme könnte General Electric das Diagnostik-Geschäft seiner Sparte GE Healthcare ausbauen, die einen Umsatz von 16 Mrd. Dollar hat. Abbott Diagnostics hatte in den ersten neun Monaten 2006 einen Umsatz von 2,98 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 306 Mio. Dollar.

19. JANUAR 2007

Amazon überprüft den Einstieg in den deutschlandweiten Online-Handel mit Arzneimitteln. So erklärte Ralf Kleber, Geschäftsführer von Amazon: "Grundsätzlich sind alle Produktkategorien für uns denkbar, die der Kunde online kaufen will. Auch der Einstieg in den Handel mit rezeptfreien Medikamenten".

17. JANUAR 2007

Genesis Health Care, ein US-Anbieter von Pflegediensten, wird von Finanzinvestoren übernommen. Genesis Healthcare ist. Der Kaufpreis liege bei 63 Dollar je Aktie, teilte das Unternehmen mit. Inklusive Schulden des Unternehmens bringen die Investoren Formation Capital, LLC und JER Partners damit 1,7 Mrd. Dollar auf.

16. JANUAR 2007

Laut einem Pressebericht des "Handelsblatt" interessieren sich drei Beteiligungsgesellschaften für die Pharma-Sparte des niederländischen Chemie- und Pharmakonzerns Akzo Nobel. So erwäge ein Konsortium aus Carlyle und Cinven ein Angebot für die Sparte Organon Biosciences abzugeben. Auch Kohlberg Kravis Roberts, Warburg Pincus und CVS Capital Partners sowie Blackstone, Bain Capital, Alpinvest, Apax und Texas Pacific hätten entsprechende Angebote abgegeben.

12. JANUAR 2007

Texas Pacific Group prüft Offerte für Merck-Generika-Geschäft. Merck hatte vor kurzem bestätigt, den Verkauf seiner Generika-Sparte "als eine strategische Option" zu prüfen. Der mögliche Kaufpreis wird in Finanzkreisen auf mehr als 4 Mrd. EUR geschätzt. Auch der indische Pharmakonzern Ranbaxy hatte bereits Anfang der Woche Interesse an der Merck-Sparte signalisiert.

12. JANUAR 2007

Kodak verkauft seine Health-Care-Sparte für 2,35 Mrd. Dollar an den Onex-Konzern. Diese Sparte von Kodak machte mit einem Umsatz von 2,54 Mrd. Dollar im abgeschlossenen Geschäftsfjahr etwa ein Fünftel des gesamten Kodak-Geschäfts aus. Seit längerem kämpft das Unternehmen mit einem Umbauprogramm, das bisher noch nicht dazu führte, dass Kodak aus den roten Zahlen heraus kam.

12. JANUAR 2007

Gerresheimer erwirbt die Wilden AG, den europäischen Marktführer für pharmazeutische Drug Delivery Systeme aus Kunststoff. Mit dem Erwerb von Wilden ist die Gerresheimer Group künftig in den vier Geschäftsbereichen Tubular Glass, Moulded Glass, Life Science Research und Plastic Systems aufgestellt. Das Umsatzvolumen der Gruppe wird auf über 900 Mio. EUR anwachsen.

11. JANUAR 2007

Die Deloitte-Studie "Strategies for Success in 2015" identifiziert Erfolgsstrategien für die Life-Sciences-Industrie bis 2015. So wurden für die Deloitte-Studie "Strategies for Success in 2015" 193 Führungskräfte der Branche befragt. Dabei sehen die befragten Studienteilnehmer als strategische Ziele bis zum Jahr 2015 den Aufbau einer leistungsfähigen Forschungs- und Entwicklungspipeline, die Bildung strategischer Allianzen mit Marktteilnehmern aus den Bereichen Pharma- oder Medizintechnik, ein anspruchsvolles Talentmanagement, die Optimierung der Kundenbeziehungen sowie optimierte Vermarktungsprozesse.

9. JANUAR 2007

Ranbaxy will das Generika-Geschäft von Merck, die sich aus dieser Sparte zurückziehen wollen, übernehmen. Ranbaxy könnte die Finanzierung in Kooperation mit Beteiligungsfirmen stemmen. Nach Ranbaxy Chef Malvinder Singh würde die Merck-Sparte strategisch gut zu Ranbaxy passen.

8. JANUAR 2007

Die niederländische Versandapotheke DocMorris hat am Montag im saarländischen St. Wendel einen neuen Vorstoß auf den deutschen Markt gestartet: Sie eröffnete eine Apotheke, in der Medikamente zum Teil deutlich günstiger als bisher üblich verkauft werden. Offiziell bleibt die umgebaute Apotheke im Besitz der bisherigen Eigentümerin, einer in Deutschland zugelassenen Apothekerin, die für den Verkauf von Pillen unter dem Doc Morris-Logo eine Lizenzgebühr zahlen muss. Nach Angaben von Doc Morris-Chef Ralf Däinghaus werden in den nächsten drei bis fünf Jahren 500 derartiger Doc Morris-Apotheken entstehen.

4. JANUAR 2007

Merck plant den Rückzug aus dem Geschäft mit Generika. Der Darmstädter Konzern würde sich damit auf das Geschäft mit innovativen Orginalmedikamenten konzentrieren. Mit Generika erzielte Merck zuletzt einen Umsatz von ca. 1,8 Mrd. EUR.

29. DEZEMBER 2006

Enormes Wachstum der Medizintechnik in Griechenland. So wuchs die Medizintechnik in Griechenland jährlich um ca. 12,7% seit 1997.

21. DEZEMBER 2006

Die Sanacorp Pharmahandel AG plant einen Zusammenschluss mit ihrem französischen Partner, der Coopérative d'Exploitation et de Repartition Pharmaceutiques (CERP) Rouen. Damit würde das größte apothekereigene Unternehmen in Europa entstehen. Zusammen erzielten die beiden Unternehmen einen Großhandelsumsatz von rund 5,3 Mrd.EUR. Mehr als 12 000 Apotheken in Deutschland und Frankreich wären dem Unternehmen mit dann 5000 Mitarbeitern angeschlossen.

19. DEZEMBER 2006

Für die amerikanische Pharma-Servicefirma Caremark hat der kleinere Konkurrent Express Scripts ein Übernahmeangebot von 26 Mrd. US-Dollar vorgelegt. Durch eine Fusion der beiden Unternehmen würde in den USA der führende "Pharmacy Benefit Manager" entstehen.

19. DEZEMBER 2006

Biomet wird von einer Private-Equity-Gruppe geschluckt. Damit ist der größte europäische Medizintechnikhersteller Smith & Nephew (S&N) abgeblitzt. Die Private-Equity-Gruppe um Blackstone, Goldman Sachs Capital Partners, TPG und Kohlberg Kravis Roberts & Co wird für die Übernahme rund 11 Mrd. EUR zahlen.

19. DEZEMBER 2006

Fresenius verkauft seine Tochtergesellschaft Pharmaplan GmbH an das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk. Pharmaplan ist spezialisiert auf die Beratung, Konstruktion, Qualifizierung und Validierung der pharmazeutischen Industrie weltweit.

14. DEZEMBER 2006

Für rund 2,5 Mrd. US-Dollar übernimmt Nestle von Novartis die Sparte Medizinische Ernährung. Nestle Chef Peter Brabeck-Letmathe teilte zu der Übernahme mit: "Dies ist ein wichtiger Schritt für die Nestle-Gruppe bei ihrem Umwandlungsprozess in ein Unternehmen für Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden".

11. DEZEMBER 2006

Der größte europäische Medizintechnikhersteller Smith & Nephew (S&N) will angeblich ein milliardenschweres Angebot für den US-Konkurrenten Biomet abgeben. So soll, laut Angaben vertrauter Personen, S&N bereit sein rund 11 Mrd. EUR zu zahlen.

29. NOVEMBER 2006

Der Spezialpharmahersteller Heidelberg Pharma will voraussichtlich 2007 an die Börse gehen. Ob der Börsengang stattfindet, hängt vom Testerfolg einer vom Unternehmen neu entwickelten Substanz ab. Dietmar Hopp, SAP-Mitgründer, ist mit 85% der Anteile Mehrheitsaktionär von Heidelberg Pharma.

22. NOVEMBER 2006

Eine internationale Investorengruppe um den ehemaligen Konzernchef des Kosmetikkonzerns Estée Lauder, Fred Langhammer, plant im Berliner Flughafen Tempelhof die Eröffnung eines ambulanten Gesundheitszentrums von internationalem Rang. Obwohl sich die Versorgung auch an gesetzlich Versicherte richte, rechnen die Initiatoren verstärkt mit ausländischen Patienten.

20. NOVEMBER 2006

Der Schweizer Biotechnologiekonzern Actelion übernimmt die in Kalifornien ansässige Pharmafirma CoTherix. Der Kaufpreis beträgt rund 420 Mio. US-Dollar. Actelion bietet 13.50 Dollar je CoTherix-Aktie. Das Angebot entspreche einer Prämie von 72 Prozent gegenüber den durchschnittlichen Schlusskursen während des letzten Monats sowie einer Prämie von 21 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

17. NOVEMBER 2006

Johnson & Johnson will für ca. 1,4 Mrd. US-Dollar Conor Medsystems kaufen.Conor Medystems ist Hersteller von medizinischen Geräten, u.a. von Gefäßprothesen. Im Jahr 2005 erwirtschaftete Conor Medsystems einen Umsatz von 2,3 Mio. US-Dollar und beschäftigte rund 200 Mitarbeiter.

10. NOVEMBER 2006

3M verkauft sein internationales Geschäftsfeld Pharma für 2,1 Mrd. US-Dollar. Die 3M Pharma-Sparte in den Vereinigten Staaten, Kanada und Lateinamerika wird von Graceway Pharmaceuticals Inc. für 875 Mio. US-Dollar übernommen.
Die schwedische Firma Meda AB wird die 3M Pharma-Sparte in Europa für 857 Mio. US-Dollar übernehmen. Ironbridge Capital und Archer Capital werden das 3M Pharma-Geschäft in der Region Asien-Pazifik einschließlich Australien und Südafrika für den Gegenwert von 349 Mio. US-Dollar kaufen.

9. NOVEMBER 2006

Handy-Ausrüster Balda wird in Zukunft verstärkt auf die Medizintechnik setzten. Lautdem Vorstandsvorsitzenden, Jochaim Gut, soll die Medizintechnik " immer mehr zu einer tragenden Säule werden".

2. NOVEMBER 2006

Für rund 16,5 Mrd. EUR übernimmt der zweitgrößte US-Apothekenkonzern CVS den amerikanischen Pharma-Dienstleister Caremark Rx. Die Transaktion geschieht im Zuge eines Aktientauschs und wird von den Unternehmen als "Fusion Gleicher" bezeichnet.

30. OKTOBER 2006

Die US-Diagnostikfirma Genaco Biomedical wird für 22 Mio. US-Dollar von dem Biotechnologieunternehmen Qiagen übernommen. Die Akquisition soll ab 2007 zu einer Umsatzsteigerung von 3 Mio. US-Dollar beitragen.

26. OKTOBER 2006

Über ihr Tochterunternehmen Asklepios International GmbH tritt die Asklepios Kliniken Gmbh in den Griechischen Klinik-Markt ein. So beteiligt sich Asklepios an der griechischen Klinikkette AMC S.A. - Athens Medical Center.

17. OKTOBER 2006

Das US Pharmaunternehmen Eli Lilly & Co. übernimmt für 2,1 Mrd. US-Dollar das Biotech-Unternehmen ICOS Corporation. Mit dem Kauf des Biotech-Unternehmens wird Lilly der alleinige Inhaber der Rechte an dem Wirkstoff Tadalafil, der Anwendung in der Behandlung der erektilen Dysfunktion findet.

13. OKTOBER 2006

TietoEnator übernimmt für 5,1 Mio. EUR die Cymed AG, einen Anbieters von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen. TietoEnator bietet u.a. IT Sevices und Softwarelösungen für Banken und Versicherungen, Telekommunikation und Medien an. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie des Unternehmens in der Gesundheitsbranche.

6. OKTOBER 2006

Der schwedische Krankenhausbetreiber Capio akzeptiert ein deutlich nachgebessertes Übernahmeangebot der Finanzgesellschaften Apax Partners und Nordic Capital. Beide Finanzinvestoren erhöhten am Vortag ihr Angebot auf 17,7 EUR je Aktie. Das entspricht einer Konzern-Bewertung von 1,82 Mrd. EUR.

4. OKTOBER 2006

Das amerikanische Pharmaunternehmen Gilhead will den Wettbewerber Myogen für 2,5 Mrd. US-Dollar übernehmen. Gilead ist bereit, je Myogen-Aktie 52,50 US-Dollar zu zahlen. Die würde einem fast 50-prozentigen Aufschlag im Vergleich zum Schlusskurs am Tag vor der Angebotsveröffentlichung entsprechen.

2.OKTOBER 2006

Der dänische Hörgeräte-Hersteller Re-Sound wird von dem Schweizer Konkurrenten Phonak übernommen. Der Preis beträgt 2,8 Mrd. EUR.

25. SEPTEMBER 2006

Die Monheimer Schwarz Pharma AG wird von dem belgischen Pharmakonzern UCB für 4,4 Mrd. EUR übernommen. Laut den Angaben wird mit einem Synergiepotentail von mehr als 300 Mio. EUR gerechnet. Der gemeinsame Jahressumsatz soll sich auf 3,3 Mrd. EUR belaufen.

22. SEPTEMBER 2006

Das DAX-Unternehmen ALTANA verkauft seine Pharmasparte an Nycomed. Der dänische Arzneimittelhersteller wird dafür rund 4,5 Mrd. EUR zahlen. Nycomed selber ist im Besitz von Finanzinvestoren, darunter Nordic Capital, Blackstone und CSFB Private Equity.

21. SEPTEMBER 2006

Das australische Pharmaunternehmen Mayne Pharma wird für 2,6 Mrd. EUR von dem auf Generika spezialisierten amerikanischen Pharmaunternehmen Hospira übernommen. Nach Einschätzung von Analysten wird es sich dabei um die viertgrößte Übernahme in der Generikabranche seit 1998 handeln.

20. SEPTEMBER 2006

Laut Informationen aus Finanzkreisen wird ALTANA Pharma an die Dänische Nycomed gehen. Nycomed gehört mehrheitlich den Finanzinvestoren Nordic Capital, Blackstone und CSFB Private Equity.

18. SEPTEMBER 2006

Kingsbridge Capital, der Besitzer des Modelleisenbahnherstellers Märklin will nun auch, laut Aussage des Kingbridge-Chef Mathias Hink, in den deutschen Krankenhausmarkt einsteigen. So hatte Kingsbridge kürzlich versucht zusammen mit der spezialisierten Beteiligungsfirma Medics Venture die Hamburger Kleinik Eilbek zu kaufen.

14. SEPTEMBER 2006

Asklepios baut als erste deutsche Klinikkette ein eigenes Krankenhaus in China. Die Kosten belaufen sich auf 200 Mio. EUR und werden finanziert von einem Konsortium, an dem neben Asklepios auch der Medizinhersteller Siemens beteiligt ist.

13. SEPTEMBER 2006

Die DocMorris-Filliale in Saarbrücken muss vorerst geschlossen werden. Der Sprecher des Verwaltungsgerichts begründete das Urteil folgendermaßen: "Im Wesentlichen beruht die Entscheidung auf dem so genannten Fremdbesitzverbot des deutschen Apothekergesetzes, wonach eine Apotheke auch einem gelernten Apotheker gehören muss." Dieses Fremdbesitzverbot steht aber im Widerspruch zum europäischen Wettbewerbsrecht und somit ist u. E. sehr fraglich, ob dieses Argument auch noch im Hauptsacheverfahren den Ausschlag geben wird.

11. SEPTEMBER 2006

Der Wellness-Bereich gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nach Dr. Josef Hilbert, Forschungsdirektor mit Schwerpunkt Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität am Institut für Arbeit und Technik (Gelsenkirchen), ist "der Wellness-Bereich inzwischen eine der wichtigsten Triebkräfte für Wachstum und Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft". So wird im Jahr alleine mit dem Teilbereich Sport und Fitness ein Umsatz von 73 Mrd. EUR in Deutschland erwirtschaftet.

11. SEPTEMBER 2006

Das Interesse für Altana Pharma lässt nach Pressemeldungen wohl deutlich nach. So haben die Interessenten, der Finanzinvestor EQT und die Pharmafirma Nycomed ihre Angebote von jeweils 5 Mrd. EUR auf 4 Mrd. EUR gesenkt. Gründe dafür seien zum einem höhere Umbaukosten und eine niedrigere Umsatzprognose für das Magenmittel Pantoprazol.

7. SEPTEMBER 2006

Die Gesundheitswirtschaft wird für die meisten Landesregierungen immer mehr zu einem bedeutenden Standortfaktor. So bestätigt Hermann Schulte-Sasse, Staatssekretär für Gesundheit in Berlin, dass es keine Metropolregion mehr gibt, die nicht von der Dynamik der Gesundheitswirtschaft profitieren will. Dies ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass nach einer Schätzung des Hamburger Weltwirtschaftsarchivs in den kommenden 15 Jahren 500.000 neue Jobs in der Gesundheitswirtschaft erwartet werden.

7. SEPTEMBER 2006

Marketing wird für Kliniken immer wichtiger. Eine repräsentative Umfrage unter deutschen Kliniken ergab, dass vor allem große Häuser mit über 300 Betten mehr Geld in die Öffentlichkeitsarbeit investieren wollen. Besonders wichtig für die Kliniken ist dabei der Aufbau einer eigenen Marke verbunden mit einem Corporate Design.

7. SEPTEMBER 2006

Deutschlands größtes Medizinisches Versorgungszentrum, das Berliner Polikum, will expandieren. Zunächst soll 2008 das Stammhaus erweitert werden und zwei neue Zentren in Berlin gegründet werden. Anschließend ist geplant 2009 die erste Filiale entweder in Hamburg oder München zu eröffnen.

5. SEPTEMBER 2006

Die Deutsche Post übernimmt die Belieferung der staatlichen Krankenhäuser in Großbritannien. Der über zehn Jahre laufende Vertrag hat den Angaben zufolge ein Umsatzvolumen von 2,3 Mrd. EUR. Daher wird künftig die Unternehmenstochter DHL in Großbritannien unter dem Namen NHS Supply Chain eine Sparte betreiben, die die Beschaffungs- und Logistikdienstleitungen für insgesamt eine halbe Million Produkte im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens übernimmt.

4. SEPTEMBER 2006

Apax und Nordic Capital bieten für Capio 1,7 Mrd. EUR. Dies wäre ein Aufschlag von 35% zum Durchschnittskurs im vergangenen Monat. Laut Finanzkreisen spricht der Aufsichtsrat aber noch mit weiteren Finanzinvestoren. So sollen die britische CVC und Cinven sowie der der US-Investor Blackstone auch an Capio interessiert sein.

1. SEPTEMBER 2006

Die Allianz-Beteiligungstochter Allianz Capital Partners (ACP) verkauft die britische Pflegeheimkette Four Seasons Healthcare. Käufer ist die Investmentgesellschaft Three Delta LLP für den Preis von 2,07 Mrd. EUR. ACP hatte die Kette für ca. 1,1 Mrd. EUR erworben und für 171 Mio. EUR. noch die Better Care Group hinzugekauft. Somit dürfte sich ACP über einen hohen Gewinn freuen.

1. SEPTEMBER 2006

General Electric (GE) will im deutschen Medizintechnikgeschäft weiter expandieren. Besonders interessiert ist GE an IT-Dienstleistern für Krankenhäuser. Aber auch die Übernahme von Diagnostikfirmen schließt der Deutschlandchef von GE, Bernd von Pollheim, nicht aus.

31. AUGUST 2006

Medigene kauft den britischen Konkurrenten Avidex. Gleichzeitig steigen die bisherigen Avidex-Eigner unter der Führung des Finanzinvestors Advent bei den bayerischen Biotechunternehmen, Medigene, ein. Medigene zahlt für Avidex ca. 50 Mio. EUR. in Form neuer eigener Aktien.

31. AUGUST 2006

Schleswig-Holstein plant die Privatisierung seiner Uniklinik. Die absolute Mehrheit der Anteile soll aber nicht, wie in Hessen, an einen Privatinvestor verkauft werden. Favorisiert wird derzeit eine Gründung einer Holding, an der zu jeweils 50% private Investoren und das Land beteiligt sind. So sollen Forschung und Lehre unter der Leitung des Landes bleiben während die Krankenversorgung an einen privaten Klinikbetreiber geht.

27.AUGUST 2006

Der Markt für Versandapotheken wächst. Nach dem IT-Branchenverband Bitkom wird der Marktanteil der derzeit 1.250 Internetapotheken in den nächsten vier Jahren von aktuell 1,5% auf 8% steigen.

25. AUGUST 2006

Boehringer Ingelheim verkauft Pharmaton. Idea Sphere übernimmt das Vitamin- und Erkältungsmittelgeschäft von Boehringer Ingelheim. Für eine Übergangszeit wird Boehringer Ingelheim weiterhin Produkte von Pharmaton vertreiben.

25. AUGUST 2006

Nach der Übernahme des Krankenhausbetreibers Deutsche Klinik ist der schwedische Gesundheitskonzern Capio an weiteren Übernahmen sowie Kooperationen in Deutschland interessiert. So kann sich Vorstandsmitglied Paul Hökfelt vorstellen in den nächsten zwei Jahren vier bis fünf weitere Kliniken zu kaufen.

24. AUGUST 2006

Hamburg verkauft seine Pflegeheime an Vitanas. Für 65 Mio. EUR erhält Vitanas zwölf Einrichtungen von "pflegen und wohnen" mit insgesamt 1.600 Mitarbeitern. "pflegen und wohnen" hält in der stationären Pflege in Hamburg einen Marktanteil von etwa 18% und im Bereich der stationären Dementenbetreuung von 40%.

22. AUGUST 2006

Die STADA Arzneimittel AG verkauft ihr US-Geschäft an DAVA Pharmaceuticals Inc. für 31 Mio. EUR. Das US-Geschäft hat im ersten Halbjahr 2006 mit einem Umsatz von 13,4 Mio. Euro nur 2,3% zum Konzernumsatz beigetragen.

21. AUGUST 2006

Capio, einer der führenden europäischen Gesundheitskonzerne, übernimmt die Deutsche Klinik GmbH. Der Kaufpreis beträgt 34 Mio. EUR. Dies ist die erste Übernahme aus dem Ausland auf dem deutschen Klinik Sektor.

7. AUGUST 2006

Der Markt für Functional Food - Nahrungsmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen angereichert werden, um einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu erzielen - weißt enormes Potential auf. So stieg die Zahl der Kunden in Deutschland von 2,5 Mio. auf 5,4 Mio. Bis 2007 soll laut einer Datamonitor-Studie die Anzahl der Kunden auf 7,3 Mio. steigen. Außerdem wird nach einer Unilever-Prognose bis 2010 Functional Food rund ein Viertel des weltweiten Lebensmittelmarktes ausmachen.

01. AUGUST 2006

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer stärkt mit dem Kauf des US-Konzerns Metrika sein Diabetes-Geschäft. Das Unternehmen mit Sitz in Californien produziert und vertreibt ein Gerät im Handy-Format, mit welchem Diabetiker erstmalig ihren Langzeitblutzuckerwert selbst messen können. Die Leiterin der Sparte Diabetes Care meint, dies wäre eine hervorragende Ergänzung des Bayer-Sortiments von Glukosemessgeräten. Im kommenden Jahr will Bayer sein Diagnostika-Geschäft an Siemens verkaufen, wobei die Sparte Diabetes Care von der Transaktion nicht betroffen sein soll.

01. AUGUST 2006

An der zum Verkauf stehenden Pharmasparte der ALTANA AG besteht reges Interesse von Finanzinvestoren. Neben dem dänischen Pharmaunternehmen Nycomed, welches den Beteiligungsfonds Blackstone, Credit Suisse Private Equity und Nordic Capital gehört, stehen unter anderem der zum Wallenberg-Clan gehörende schwedische Finanzinvestor EQT Partners, die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) sowie der kleine belgische Chemie- und Pharmahersteller Solvay in der letzten Runde des Verkaufsprozesses. Die Pharmasparte von ALTANA könnten die Investoren als Grundlage für weitere Zukäufe nutzen.

01. AUGUST 2006

Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft erwirbt das Unternehmen Azyxxi, das bisher im Besitz der gemeinnützigen Organisation MedStar Health war. Azyxxi entwickelt mit Entwicklungswerkzeugen von Microsoft Datenbanken für Patientendaten wie EKG-Ergebnisse, Röntgenbilder etc. Microsoft verstärkt damit seinen Bereich Health Solution Group und verdeutlicht dadurch sein gestiegenes Interesse am Gesundheitswesen.

28. JULI 2006

Der niederländische Elektronikkonzern Philips übernimmt den britischen Anbieter für Babyprodukte Avent, welcher in den Philips-Geschäftsbereich "Consumer Health & Wellness" integriert werden soll. Für das Unternehmen, das zuletzt einen Jahresumsatz von 165 Mio. EUR erwirtschaftete, zahlt Philips an den bisherigen Besitzer, das Pivate-Equity-Unternehmen Charterhouse Capital Partners, 675 Mio. EUR. Der Kauf ist ein Teil der Strategie von Philips, künftig auf margenstarke Zukunftsbranchen wie den Gesundheits- und Wellnessbereich sowie medizintechnische Geräte zu setzen. Bereits im Januar hatte der Konzern den amerikanischen Gesundheitsdienstleister Lifeline Systems übernommen.

24 JULI 2006

Der Gesundheitsmarkt wird in Deutschland weiterhin kräftig wachsen. Nach den Schätzungen von mehreren Wirtschaftsforschern wird der Anteil der Gesundheitsindustrie an der Wirtschaftsleistung (BIP) von derzeit 11,1 % bis zum Jahr 2020 auf 13, 5 % steigen. Aber auch weltweit werden sich nach Meinung der OECD die Gesundheitsausgaben bis 2050 verdoppeln.

24. JULI 2006

Ein Konsortium aus den Investmentbanken Merrill Lynch & Co, Bain Capital und Kohlberg, Kravis, Roberts & Co (KKR) sowie dem Firmengründer Dr. Thomas F. Frist Jr. hat die Absicht die größte Krankenhauskette der USA, HCA, zu übernehmen. Der Verkaufspreis soll bei 33 Mrd. US-Dollar (inklusive Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 11,7 Mrd. US-Dollar) liegen. Diese Übernahme wird damit zu einer der größten Firmen-Buyouts aller Zeiten.

23. JULI 2006

Hexal ist neuer Marktführer bei Generika. Nach den Daten des Marktforschers IMS konnte Hexal in den letzten zwölf Monaten seinen Umsatz um 18,3 % auf 1,18 Mrd. EUR steigern. Der bisherige Marktführer Ratiopharm legte beim Umsatz dagegen nur um 13,1% auf 1,14 Mrd. EUR zu.

18. JULI 2006

Der Freistaat Bayern will in den nächsten vier Jahren insgesamt 48 Klinikbauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von 357,4 Mio. EUR auf den Weg bringen. Davon sind jetzt allein 21 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 135 Mio. EUR neu in das Krankenhausprogramm des Landes aufgenommen worden, teilte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens nach einer Kabinettssitzung mit.

17. JULI 2006

Stada, Deutschlands drittgrößter Hersteller von Generika, ist weiter auf Einkaufstour in den osteuropäischen Ländern. Nach der geplanten Übernahme der serbischen Pharmagruppe Hemofarm will Stada weiter auf dem osteuropäischen Markt wachsen. Für die Übernahme von Hemofarm ist Stada bereit 485 Mio. EUR zu zahlen, was einen Aufschlag von gut 14 Prozent zum Schlusskurs vom 13. Juli entspricht.

7. JULI 2006

Die Sanicare-Versandapotheke kann auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2005/2006 zurückblicken. Der Umsatz stieg um 60 Mio. Euro auf 280 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2006/2007 soll dieses Wachstum fortgesetzt werden. Sanicare peilt einen Umsatz von 330 Mio. EUR an.

10. JULI 2006

Die Allianz-Tochtergesellschaft Mondial Assistance rechnet im Markt für Dienstleistungen rund um das Gesundheitswesen mit enormen Wachstumschancen und will den Umsatz dieses Geschäftsbereichs deutlich ausbauen. Neben den beiden traditionellen Geschäftszweigen Fahrzeugassistance und Reiseversicherung sollen Gesundheitsdienstleistungen in den nächsten Jahren als dritte, gleichwertige Umsatzsäule entwickelt werden. Mondial Assistance ist mit einem Umsatz von 1,22 Mrd. EUR 2005 Marktführer unter den weltweit agierenden Assisteuren.

7. JULI 2006

Nach dem Kauf von Schering ist Bayer weiter auf Einkaufstour. Bayer will das US-Unternehmen Metrika kaufen, das ein Gerät im Handyformat produziert und vertreibt, mit dem Diabetiker erstmals ihren Langzeitblutzuckerwert selbst messen können.

7. JULI 2006

Der frühere SAP-Chef Dietmar Hopp reaktiviert die Lion Biosience und baut damit sein Engagement in der deutschen Biotechindustrie weiter aus. So hat Hopp eine Mehrheit an der bisherigen BASF-Beteiligung Axaron erworben, um diese anschließend in die börsennotierte Lion Biosience AG einzubringen.

4. JULI 2006

Europas größtes Herzzentrum, die gemeinnützige Gesellschaft Klinik für Diabeteskranke Bad Oeynhausen mbH, bekommt einen neuen Träger. Die Sana Kliniken übernehmen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin deren 50%-Anteil am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen. Dieses neue Betreibermodell am Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen soll die Public-Private-Partnership-Strategie "Privat vor Staat" der Landesregierung Nordrhein-Westfalens unterstützen.

2. JULI 2006

Die Internet-Apotheke Doc Morris eröffnet in Saarbrücken ihre erste Filiale in Deutschland. Langfristig sollen dort 330 Arbeitsplätze entstehen. Damit wurde erstmals in Deutschland für eine Apotheke in Fremdbesitz eine Betriebsgenehmigung erteilt.

30. JUNI 2006

Der Siemenskonzern übernimmt für 4,2 Mrd. EUR die Labor-Sparte von Bayer. Nach dem Kauf von Diagnostic Products ist dies schon der zweite milliardenschwere Deal von Siemens innerhalb von nur zwei Monaten. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld begründet die Übernahme der Bayer-Sparte mit der - aufgrund des demographischen Wandels - weltweit ansteigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und den daraus resultieren hohen Wachstums-Chancen auf diesem Gebiet.

29.JUNI 2006

Ein weiteres großes deutsches Public-Private Partnership-(PPP-)Projekt wird am Universitätsklinikum Essen initiiert. So sollen die für den Bau eines Protonentherapiezentrums an der Klinik benötigten 115 Mio. EUR komplett von privaten Investoren finanziert werden. Das Kapital wird von einem Konsortium aus Deutscher Bank und der belgischen Fortis-Bank über die Emission von Anleihen bei institutionellen Anlegern eingesammelt.

28. JUNI 2006

Die Volkskrankheit Diabetes ist für die Pharmakonzerne ein gigantischer Markt mit stark wachsendem Potenzial. So konnten die Pharmakonzerne laut einem Bericht der Deutschen Bank 2004 weltweit etwa 13 Mrd. US-Dollar umsetzen. Mit neuen Medikamenten für Diabetes wollen die Pharmakonzerne Novartis, Merck, Eli Lilly, Amylin Pharmaceuticals und Novo Nordisk das Wachstum dieses Marktes nun für sich nutzen. So rechnen Analysten, dass Novartis und Merck mittelfristig mit ihren neuen Medikamenten jeweils 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr verdienen werden.

27. JUNI 2006

Der Medizinkonzern Fresenius wird die restlichen Anteile an der privat geführten Klinikkette Humaine erwerben. Damit wird Fresenius seine Krankenhaussparte Proserve noch weiter ausbauen. Laut dem Vorstand der Fresenius Proserve Andreas Gaddum wird Humaine zum Jahresumsatz wietere ca. 100 Mio. EUR beitragen. Der Umsatz von Proserve betrug für das Jahr 2005 um die 2 Mrd. EUR.

27. JUNI 2006

Für 2,2 Mrd. EUR wird der amerikanische Pharmakonzern Barr Pharmaceuticals Inc. das kroatische Traditionsunternehmen Pliva übernehmen. Die neu entstehende Barr-Gruppe kommt auf dem Markt für Generika in Nordamerika, West-, Mittel- und Osteuropa auf einen Jahresumsatz von ca. 2,5 Mrd. EUR. Für Barr bringt die Übernahme neue Märkte in Osteuropa und eine relativ kostengünstige Produktions- und Forschungsbasis. Für Pliva ergeben sich vor allem neue Chancen auf dem nordamerikanischen Markt.

26. JUNI 2006

Die Sparte GE Healthcare Financial Services des US-Mischkonzern General Electric Co. wird in den USA für 1,4 Mrd. US-Dollar 186 Pflegeheime von der Formation Capital LLC übernehmen. Die Transaktion umfasst sechs Immobilien-Portfolios mit zusammen mehr als 21.000 Betten.

26. JUNI 2006

Die Pfizer-Sparte für rezeptfreie Medikamente ist von dem Konsumgüter-Gigant Johnson & Johnson übernommen worden. Dabei setzte sich Johnson & Johnson wohl u.a. gegen Bayer, GSK und Novartis durch. Der Kaufpreis liegt bei 16,6 Mrd. EUR - ca. 2 Mrd. EUR mehr als Pfizer zunächst erwartete.

21. JUNI 2006

Die Marseille Kliniken wollen bis zum Jahr 2008 die Bettenzahl von aktuell 8.500 Betten in 53 Einrichtungen auf 12.000 aufstocken. So soll das starke Wachstum der letzten drei Jahre, in denen sich der Börsenkurs vervierfachte, fortgesetzt werden.

20. JUNI 2006

Einer der führenden Pharmagroßhändler Deutschlands, die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) hat 60% der Geschäftsanteile an dem drittgrößten Pharmagroßhandel Rumaniens, der Farmexpert DCI S.A., erworben. Farmexpert verfügt über sechs Niederlassungen mit denen der gesamte rumänische Markt versorgt wird. Für ANZAG ist der Erwerb der Anteile ein weiterer wichtiger strategischer Schritt in ausgewiesene Wachstumsregionen Europas.

19. JUNI 2006

Atlanta geht bei der Partnersuche für die Pharmasparte nun auch auf Finanzinvestoren zu.

15. JUNI 2006

Der britische Finanzinvestor Kingsbridge Capital will in den deutschen Klinikmarkt einsteigen. So ist der Investor angeblich am Kauf der Hamburger Asklepios-Kleinik Eilbek interessiert.

13. JUNI 2006

Nach einer Studie der Deutschen Bank Research sind die Aussichten für den Gesundheitsmarkt gut. So werden die Gesundheitsausgaben aufgrund einer immer älteren Bevölkerung deutlich schneller zunehmen als das Bruttoinlandsprodukt. Des Weiteren geben schon heute die Siebzigjährigen im Durchschnitt fünfmal soviel Geld für Medikamente aus wie die Fünfundvierzigjährigen. Aber auch gesundheitsnahe Leistungen - von Prävention bis zu Fitness und Schönheitschirurgie - werden immer stärker nachgefragt.

11. JUNI 2006

Zwei neue Verpackungssysteme wollen die Organisation der Pilleneinahme vereinfachen. Dies soll mit Hilfe der so genannten "Neuverblisterung" geschehen. Dabei werden die Tabletten individuell für jeden einzelnen Patienten verpackt. Dies geschieht entweder wie bei assist Pharma in Schälchen oder wie bei dem Apotheker Detlef Steinweg in Beuteln. Beide Systeme befinden sich bisher - vor allem in Altenheimen - noch in der Erprobung. Dieses Neuverpackungen haben sich aber schon in Dänemark und Schweden bewährt und nach einer dänischen Studie zu Einsparungen geführt.

1. JUNI 2006

Die BAYER AG verlängert die Frist zur Übernahme der SCHERING AG bis zum 15. Juni 2006. Die Allianzgruppe bietet der BAYER AG ihr Paket in Höhe von 11,4 % zum Kauf an.

30. MAI 2006

Nach Ansicht der amerikanischen Investmentbank MERILL LYNCH wird es im Jahr 2010 1,5 Millionen (gegenüber heute 1,3 Mio.) neue Krebspatienten auf der Welt geben. Der Markt für Krebsmedikamente wird bis 2010 ein Volumen von 50 bis 60 Mrd. US-Dollar erreichen und sich damit verdoppeln.

29. MAI 2006

Das US-Biotechnologieunternehmen BIOGEN IDEC, drittgrößte Biotechfirma der
Welt, mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. EUR will sich, insbesondere in den
Bereichen Neuro- und Onkologie verstärken. Die Kriegskasse ist hierfür mit bis
zu zwei Mrd. Dollar gut gefüllt.

28. MAI 2006

Der schwedische Medizintechnikhersteller GAMBRO, der auf Dialysegeräte und
Technik für Blutbanken spezialisiert ist, wird von der Beteiligungsgesellschaft EQT
und Holding Investor AB (beide Wallenberg-Gruppe) übernommen.

MÄRZ 2006

Bayer übernimmt nach kurzem Übernahmekampf mit Merck für 16 Mrd. EUR den
Berliner Pharmahersteller Schering.

FEBRUAR 2006

Das Private Equity und Venture Capital Unternehmen 3i verkauft den deutschen
Generika-Anbieter betapharm Arzneimittel GmbH für 480 Mio. EUR an die
indische Dr. Reddys Laboratories Ltd. Dr. Reddys. 3-i konnte damit den Wert
seiner Beteiligung an Betapharm in 2 Jahren um 180 Mio. EUR steigern.

JANUAR 2006

Nach einem Bericht der Financial Times erwägt der Pharmakonzern
GlaxoSmithKline die größte Biotechnologiefirma in Europa Serono zu übernehmen.

Novartis übernimmt die restlichen im free-float befindlichen Anteil an Chiron
für 5,1 Mrd. US Dollar.

Das Biotechunternehmen MorphSys übernimmt für 30 Mio. EUR den britischen Konkurrenten Serotec.

Boston Scientific übernimmt nach einer Bieterschlacht mit Johnson & Johnson für
27 Mrd. Dollar Guidant.

DEZEMBER 2005

Übernahme der Universitätsklinik Gießen-Marburg durch Rhön-Klinikum. Dies ist
die erste Privatisierung einer Universitätsklinik.

OKTOBER 2005

Barclays Bank plc kauft 5,6% an der Merck KGaA.

OKTOBER 2005

Der Gesundheitskonzern Fresenius steigt mit der Übernahme der Helios-Kliniken
zu einem der führenden privaten Krankenhaus-Betreiber in Deutschland auf.