MASH-Therapeutika: Warum 2025 zum Wendepunkt für Biotech und Pharma wurde
Das Börsenjahr 2025 zeigte ein starkes Gesamtbild, während der deutsche Biotech‑Sektor sehr unterschiedlich performte. Trotz eines DAX‑Anstiegs von 22,6 % und eines 33,5‑%‑Plus im NASDAQ‑Biotech‑Index verzeichneten zwei Drittel der deutschen Biotech‑Aktien deutliche Verluste. Gewinner wie atai Life Sciences, Immatics oder Heidelberg Pharma standen klaren Verlierern wie Mainz Biomed oder Inflarx gegenüber.
Parallel setzte sich der Konsolidierungsprozess in der Biotechnologie fort: Unternehmen wie MorphoSys und Medigene stellten ihren Betrieb ein, CureVac wurde von BioNTech übernommen.
MASH im Fokus der Pharmaindustrie
Ein klarer Trend zeigte sich 2025 jedoch deutlich: MASH (metabolic dysfunction-associated steatohepatitis) und Leberfibrose rückten global in den Mittelpunkt.
Mit der FDA‑Zulassung des ersten MASH‑Medikaments Resmetirom von Madrigal Therapeutics wurde 2024 ein Meilenstein erreicht. Das Präparat gilt bereits als Blockbuster‑Medikament, mit erheblichen Umsatzerwartungen.
Milliardeninvestitionen in FGF21‑Agonisten
2025 investierten große Pharmakonzerne wie GSK, Roche und Novo Nordisk über 10 Milliarden US‑Dollar in MASH‑Therapeutika – besonders in FGF21‑Agonisten.
Insgesamt befinden sich derzeit mindestens sieben Wirkstoffe in Phase II/III, ein klares Zeichen für enormes Marktpotenzial.
Fazit
Der MASH‑Markt entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Wachstumsfelder der Pharmaindustrie. Mit neuen Wirkstoffen, Rekordinvestitionen und steigender Patientenzahl dürfte 2026 ein entscheidendes Jahr werden.
